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Buch „INVICTA – Feministisches (Über-)Leben auf der Flucht“ veröffentlicht

Das Buch „INVICTA – Feministisches (Über-)Leben auf der Flucht“ sammelt 43 Geschichten von syrischen Mädchen und Frauen auf der Flucht. Aufgeschrieben von Jacqueline Flory, die mit ihrem Verein Zeltschule e.V. seit Jahren Schulen in Flüchtlingscamps aufbaut und dort mit Hunderten Mädchen und Frauen gesprochen hat.

Es sind Geschichten, die es in sich haben. Etwa die von der kleinen Zainab, die nicht mehr so schnell laufen kann, seit sie bei einem Bombenangriff schwer verletzt wurde, die dafür aber „schnell im Kopf“ sein möchte und sich deshalb besonders anstrengt in der Schule im Flüchtlingscamp. Zehn Jahre Krieg in Syrien haben unermessliches Leid über Hunderttausende von Menschen gebracht: Viele mussten fliehen und ihr altes Leben und ihr Zuhause hinter sich lassen. Für Mädchen und Frauen birgt die Flucht oft ganz besondere Härten und Gefahren.

„Wir können die schmerzhaften Erlebnisse, die weiten Wege der Mädchen und Frauen nicht ungeschehen machen, aber wir können sie auf ihren noch vor ihnen liegenden Wegen unterstützen“, sagt Jacqueline Flory.

Das Buch, das zum Internationalen Frauentag am 8. März erscheint, vermittelt durch die individuellen Geschichten einen unmittelbaren Eindruck vom Schrecken des Krieges und vom schwierigen Leben in den Flüchtlingscamps. Doch zugleich zeichnet es auch ein Bild der Stärke und macht Hoffnung. Denn die Mädchen und Frauen schaffen es auf ihre ganz eigene Weise, ihr schwieriges Leben zu meistern. Sie geben nicht auf und haben Ziele und Ideale, für die sie trotz aller Widrigkeiten einstehen. Die Lehrerin Rukhsana etwa, die in einer vom Regime verbotenen Kellerschule in Homs unterrichtet. Oder die kleine Akila, die noch nie in einem Haus gewohnt hat und sich in der Schule ganz besonders anstrengt, um sich später eines leisten zu können.

„Ich bin wirklich tief beeindruckt von dem, was die Frauen und Mädchen in diesem Buch erzählen, von ihrer Kraft und Klugheit, ihrem Willen und ihrer Wachheit“, sagt der Schriftsteller Axel Hacke, der Vereinsmitglied von Zeltschule e.V. ist. „Wir alle müssen an ihrer Seite stehen.“

Das titelgebende Wort INVICTA steht im Lateinischen für die weibliche Form von „unbesiegt“, denn genau das sind die Mädchen und Frauen. INVICTA ist auch der Name einer vor kurzem gestarteten Kampagne von Zeltschule e.V., die auf vielfältige Weise syrische Mädchen und Frauen auf der Flucht stärkt und fördert.

Alle Informationen zu der Invicta-Kampagne sowie zu Möglichkeiten, die Arbeit der Zeltschule zu unterstützen, finden Sie auf: https://www.zeltschule.org/jetzt-helfen/spenden/

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1 Kommentar

  1. 5. März 2021 at 10:07

    Sehr berührende Geschichten. Ich kann das Buch nur empfehlen. Rückt auch für einen selbst wieder einiges zurecht. Der Mut und die Kraft der Frauen und Mädchen ist einfach beeindruckend. Tipp!

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