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Geschlechtergerechtigkeit in Kultur und Medien Europas weiter fördern

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft fand Anfang der Woche die digitale Konferenz „Geschlechtergerechtigkeit in Kultur & Medien Europas“ statt. Die vom Deutschen Kulturrat organisierte Tagung nimmt die Schlussfolgerungen der Präsidentschaft zu „Geschlechtergerechtigkeit in der Kultur“, die am 1. Dezember 2020 verabschiedet wurden, zum Anlass, die Diskussion um dieses Thema in der europäischen Fachöffentlichkeit weiterzuführen.

Die digitale Konferenz startete mit Grußworten der deutschen Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters MdB und der portugiesischen Kulturministerin Graça Fonseca. Beide betonten, dass Geschlechtergerechtigkeit auch weiter auf der EU-Agenda bleibe, wenn zu Beginn des neuen Jahres Portugal die EU-Ratspräsidentschaft von Deutschland übernehme.

Zugang, Teilhabe und Sichtbarkeit

Im Anschluss führte Prof. Dr. Susanne Keuchel, Präsidentin des Deutschen Kulturrates, in das Thema der Digitalkonferenz weiter ein. Dabei wies sie insbesondere auf die impulsgebende Studie „Frauen in Kultur und Medien: Ein Überblick über aktuelle Tendenzen, Entwicklungen und Lösungsvorschläge“ des Deutschen Kulturrates hin, die bereits 2016 erschienen ist.

Weiter sagte Prof. Dr. Susanne Keuchel in ihrer Einführungsrede zur Konferenz: „Die zentralen Begriffe Zugang, Teilhabe und Sichtbarkeit – auch Schlüsselwörter der Schlussfolgerung der Präsidentschaft – müssen durch alle Sparten durchdekliniert werden. Wichtig ist eine strukturelle Verankerung der Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen. Der aktuelle Status Quo und geeignete Maßnahmen, wie Geschlechtergerechtigkeit im Kultur- und Medienbetrieb langfristig hergestellt werden kann, sind zentrale Themen der heutigen Tagung.“

  • Anschließend folgten Impulse zu:
    „Frauen in den darstellenden Künsten“ von Silke Lalvani, Pearle – Live Performance Europe Brüssel, und Jacopo Lanteri, Tanzfabrik Berlin
  • „Frauen in der Musik“ von Christian Ahrens, Musikwissenschaftler, und Alexander Schulz, Reeperbahn Festival & Keychange
  • „Frauen in der Literatur“ von Nina George, Europäischer Dachverband der Schriftsteller:innenverbände, und Renate Punka, Janis Roze Publishers Lettland

Am Nachmittag fanden Workshops zu folgenden Themen statt:

  • Politische Entwick­lungen & Impulse in verschiedenen Ländern
  • Effekte & Hoffnungen an nationale Frauennetzwerke
  • Best-Practice-Beispiele aus verschiedenen EU-Ländern und Kultursparten

Zum Abschluss der digitalen Konferenz folgte die moderierte Diskussion mit Expertinnen und Experten:

  • Prof. Dr. Susanne Keuchel, Präsidentin des Deutschen Kulturrates
  • Carlien Scheele, Direktorin des Europäischen Instituts für Gleichstellung (EIGE)
  • Sabine Verheyen MdEP, Vorsitzende des Kulturausschusses des Europäischen Parlaments
  • Prof. Helmut K. Anheier PhD, ehemaliger Präsident Hertie School of Governance

Die gesamte Konferenz ist nachträglich online kostenlos abrufbar unter: https://kulturrat-eukonferenz-geschlechtergerechtigkeit.de

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