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Internationales „Forum der Sozialunternehmerinnen“

Ein internationales „Forum der Sozialunternehmerinnen“, organisiert vom Veranstalter Mediaost Events und Kommunikation GmbH, bringt Frauen aus Belarus, Russland, Deutschland und Frankreich zusammen. Ziel ist es, zur Zusammenarbeit anzuregen und gemeinsame Projekte zu initiieren. Die Ideen werden am 14. und 15. November in Minsk präsentiert. Das deutsche Auswärtige Amt fördert das Forum (Programm „Östliche Partnerschaft und Russland“), unterstützt wird es zudem von den Botschaften Frankreichs in Belarus und Russland.

Im Rahmen des Projekts sind Aufenthalte belarussischer und russischer Frauen in Deutschland und Frankreich geplant – zum Aufbau von Geschäftsbeziehungen und zur Entwicklung von Ideen mit potenziellen Partnern. Aus einem Kandidatinnen-Pool wurden dazu 20 Frauen ausgewählt, die mit Firmen oder gemeinnützigen Organisationen in Bereichen wie Bildung, Arbeit mit behinderten Menschen, Schutz der Bürgerrechte, Umweltschutz, Kommunikation, Kultur, Kunst oder Gesundheit tätig sind. Für jede Teilnehmerin steht eine Partnerorganisation in Deutschland mit ähnlichen oder ergänzenden Aktivitäten für den Austausch zur Verfügung.

Gespräche mit Politikern

Die russische Journalistin und Juristin Julija Sčastlivceva beispielsweise kämpft gegen Frauen-Stereotype und sie engagiert sich für Gendergerechtigkeit. Ihre Partnerorganisation in Berlin ist Alpha nova & Galerie futura – ein Raum für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen mit feministischem Profil. Oksana Bernackaja aus Belarus plant, ein Sozialunternehmerinnen-Zentrum im Bereich Umweltschutz zu eröffnen. In Berlin erwartet sie die WeiberWirtschaft, ein Gründerinnen- und Unternehmerinnenzentrum, das Frauen mit Mikrokrediten und der Vermietung von günstigen Büroräumen unterstützt.

Die Projektteilnehmerinnen treffen sich in Berlin auch mit Politikern, die Interessen von Frauen vertreten, und sie besuchen Organisationen, die von lokalen Unternehmerinnen aufgebaut wurden. Zum Beispiel „soulgarden berlin“, wo man sich an ökologischen Projekten beteiligen und die Stadtnatur genießen kann. Ein ähnliches Programm ist auch für Paris vorgesehen.

„Seit vielen Jahren führen wir Projekte in Russland und Deutschland durch und haben bemerkt, dass im Bereich Kommunikation und soziokulturelle Projekte viele gebildete und erfolgreiche Frauen arbeiten. Sie haben nicht nur gute Ideen für die Gesellschaft der Zukunft, sondern sie sind auch fähig, ihre Ideen umzusetzen“, sagt Mediaost-Geschäftsführerin und Projektleiterin Anna Leonenko. „Ich halte es für wichtig, diesen Frauen, die von demselben Ziel inspiriert sind, die Möglichkeit zum Austausch und zur Zusammenarbeit zu geben. Es gibt keinen Zweifel daran, dass sie mit ihrer Energie die Welt tatsächlich ein Stück weit besser machen.“

Projektorganisatoren: Mediaost Events und Kommunikation GmbH (Berlin), D’Est (Paris), Werkstatt für unternehmerische Fähigkeiten und effektive Praktiken nachhaltiger Regionalentwicklung (Minsk) und das Ressourcenzentrum für soziale Initiativen (Moskau).

Über Mediaost Events und Kommunikation GmbH
Die Mediaost Events und Kommunikation GmbH wurde Anfang 2014 gegründet und ist auf die Organisation von Kulturveranstaltungen, Programmen für Expertenaustausch und Bildungsprojekten, vornehmlich aus dem osteuropäischen Raum, spezialisiert. Mediaost konzipierte und realisierte ebenfalls bereits Kunstwerkstätten, europaweite Kulturwettbewerbe und Jugendprojekte. Zu den Projekten der Mediaost GmbH gehören: der russische Theaterfrühling, der im Frühjahr 2015 erstmalig stattfand und vom Hauptstadtkulturfonds gefördert wurde, die jährlich stattfindende Russische Filmwoche in Berlin (seit 2005) und in Paris (2010), die Koordination des offiziellen Kulturprogramms der Berliner Tage in Moskau und der Moskauer Tage in Berlin (2011) sowie die Organisation der deutsch-russischen Studentenfilmtage in Moskau und Berlin im Rahmen des offiziellen Programms des Deutschlandjahres in Russland und des Russlandjahres in Deutschland (2012).

Zu den kürzlich abgeschlossenen Erasmus+ Projekten der Mediaost gehören die Online-Sprachlernplattformen „deutsch.info“ und „russky.info“, für welche Mediaost neben dem Inhalt auch das Marketing und die Pressearbeit realisierte. Beide Projekte sollen die europäische Mehrsprachigkeit vorantreiben und wurden mit Mitteln der Europäischen Kommission gefördert. Zu den jüngsten Projekten zählt außerdem das deutsch-russische Theaterprojekt Generic Space, das anlässlich der 25-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Moskau und Berlin initiiert und vom Auswärtigen Amt und der Lotto Stiftung Berlin gefördert wurde, sowie weitere Projekte im Rahmen des ÖPR-Programms: „No border Integration“ (2018), „Fußball im Film“ (2018), „Sozialpädagogik für Integration“ (2019). Im Jahr 2020 ist Mediaost in einem Projekt der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten zum 75-jährigen Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück beteiligt.

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