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Unternehmerinnen fordern besseres Pandemie-Management und stufenweise Öffnungsstrategie

Die Unternehmen reagieren seit einem Jahr schnell und flexibel auf die veränderte Infektionslage und coronabedingte Einschränkungen ihrer betrieblichen Tätigkeiten, indem sie Hygiene- und Schutzkonzepte konsequent umsetzen, ihre Systeme, Produkte und Dienstleistungen digitalisiert haben sowie flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Angebote schaffen. Mit Kreativität, Innovationskraft und professionelle Kooperationen haben sie schnell die besten Lösungen gefunden, um in ihren Betrieben die Pandemie zu managen.

Gleiches erwarten die Unternehmerinnen auch vonseiten der Politik: Durch strategisches Management der Corona-Pandemie und kreative Lösungen muss endlich Planungssicherheit für die deutsche Wirtschaft geschaffen werden. Hierzu braucht es verbesserte Test- und Impfstrategien, eine möglichst lückenlose Kontaktnachverfolgung und endlich eine schnelle Auszahlung der zugesagten Hilfen für die von Schließungen und Einschränkungen betroffenen Unternehmen. Denn trotz eines strengeren Lockdowns seit Mitte Dezember, können die Abschlagszahlungen für die Überbrückungshilfe III voraussichtlich erst ab dieser Woche beantragt werden, sodass die versprochenen Hilfen weiterhin zu schleppend bei den Unternehmerinnen ankommen.
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Die Unternehmerinnen des VdU plädieren dafür, wertvolles Wissen aus der Wirtschaft nicht ungeachtet, sondern dieses zur gemeinsamen und nachhaltigen Bekämpfung der Pandemie in die Strategien einfließen zu lassen. Durch das Einbeziehen professioneller Unterstützung seitens spezialisierter Dienstleister können Staat, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen profitieren. Hierfür braucht es sowohl ein gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern, um unnötige Doppelstrukturen, Überlastungen der Systeme und andere Hürden zu vermeiden als auch die Umsetzung von Best-Practice-Beispielen in der Breite.

Die von den Ländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Thüringen vorgeschlagenen Stufenpläne zur schrittweisen Öffnung weisen den richtigen Weg für mehr Planungssicherheit, bedürfen jedoch einer bundesweiten Vereinheitlichung.

Um die Voraussetzungen für flächendeckende Impfungen zu schaffen, sollten auch die Hausärzte zeitnah in die Planungen für die weitere Impfstrategie mit einbezogen werden. Wichtig ist hier insbesondere die transparente Kommunikation über Vorgehensweisen und Einbindung der Hausärzte seitens der Verantwortlichen.

Wie in Rostock und Tübingen, sollten zudem regelmäßige PCR-Tests und Schnelltests konsequent und bundesweit zum Einsatz kommen, um Bewohner, Mitarbeitende und Besucher von Alten- und Pflegeheimen zu schützen. Eine konsequente Testung und zeitnahe Impfungen für Lehrkräfte und Erzieher*innen ist auch für Schulen und Kitas geboten. Der Einsatz von Schnelltests wie etwa in Österreich praktiziert sollte auch in Deutschland forciert werden.

Darüber hinaus sollten auch die Funktionalitäten der Corona-Warn-App zur Kontaktnachverfolgung verbessert werden, indem Nutzer*innen freiwillig persönliche Daten und Details zur entscheidenden Kontaktsituation an das RKI und die Gesundheitsämter übermitteln können. Als zusätzliche Angebote sollten Technologien wie „DISCON 20“, das aus der Multi-Stakeholder-Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ entstanden ist, stärker gefördert und im Einsatz getestet werden.

Weitere positive Ansätze und Best-Practice-Beispiele eines kooperativen und innovativen Vorgehens zeigen sich bereits vereinzelt in einigen Bundesländern: Die Kooperation Schleswig-Holsteins mit einem Ticket-Anbieter zur Impfterminvergabe, um Überlastungen der Systeme zu vermeiden oder das Angebot kostenloser Taxifahrten zum Impfzentrum und wieder nach Hause für Personen ab 80 Jahren in Berlin, um Hürden bei der An- und Abreise zu minimieren.

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