Familienmanagement

Rabenmutter oder Superwoman? Berufstätig als Mutter ohne schlechtes Gewissen

Wer berufstätig als Mutter die Familie miternährt, kennt die typischen Fragen: Wieso bekommst Du ein Kind, wenn Du dann arbeiten gehst? Hast Du kein schlechtes Gewissen, wenn fremde Menschen Dein Kind betreuen? Oder, noch schlimmer: Wer sich Kinder nicht leisten kann, sollte eben keine bekommen.

Frischgebackene Mütter sind oftmals so verstört wie verblüfft, wenn sie erstmals mit dem Phänomen der Umfeldkontrolleure konfrontiert worden. Fremde, Freunde, Verwandte, Nachbarn und flüchtige Bekannte sondern Empfehlungen und Maßregelungen ab, äußern sich kritisch und haben ihre eigenen Ansichten, wie eine neue Mama zu sein hat. Man gewöhnt sich auch später oder mit mehreren Kindern eher nicht daran, dass gefühlt jeder stets ungefragt eine bevormundende Meinung hat:

Als Mutter kann man es einfach nicht richtig machen.

Wer daheim bleibt, bekommt keinen goldenen Fleißstern am Band, sondern das abschätzige Etikett »Hausfrau« verpasst. Auch wer sich als Mama selbstständig macht, darf sich darauf einstellen, kritisch beäugt zu werden. Es ist nicht selten, dass das eigene Umfeld einer gründenden Mutter in den Rücken fällt und sich ungefragt kommentierend einmischt. Das kann berechtigte Wut erzeugen, vor allem aber wird es gelegentlich entmutigen und mürbe machen.

Berufstätig als Mutter: Wertende Kommentare von Beobachtern aus dem privaten und beruflichen Umfeld

Vielleicht sind Sie auch schon mit Kommentaren für Ihren Lebensentwurf bedacht worden und mussten sich damit auseinandersetzen, dass andere Menschen sich als Erziehungsberechtigte für Ihre Erziehungssituation aufspielen. Häufig sind die sanft-subtilen Seitenhiebe dabei sogar viel schlimmer als knallharte Kritik:

Die lieben Kollegen von fest angestellten Frauen lassen gelegentlich durchblicken, dass es doch schön sein muss, immer in den Schulferien Urlaub zu bekommen. Die Schwiegermutter merkt an, dass freie Zeiteinteilung zu Ungunsten der Kinder eigentlich nicht sein müsste. Die Freundin seit Kindertagen flötet, dass sie sich keinen erfüllenderen Job vorstellen kann, als ihr Kind selbst zu erziehen. Die Nachbarin fragt, ob Sie keine Angst haben, die schönsten Momente zu verpassen – was, wenn fremde Menschen die ersten Schritte und Erlebnisse abgreifen?

Mit so viel Gegenwind und Seitenhieben ist es manchmal schwierig, bei Laune und im Beruf leistungsfähig zu bleiben.

Doch ein schlechtes Gewissen lähmt und belastet. Sie fühlen sich damit wie die sprichwörtliche Rabenmutter. Gerade weil Eltern so herzlich gerne alles richtig machen möchten für ihr Kind oder ihre Kinder, gerade deswegen wirft jeder Seitenhieb eine Mutter zumindest kurzfristig innerlich aus der Bahn.

Unter Zeitdruck und der doppelten Anforderung an gute Organisation gleichzeitig eigenen und fremden Ansprüchen gerecht zu werden, das ist alles andere als einfach. Die anderen wirken außerdem aus der Entfernung oft wie Superwoman und scheinen mühelos alle Aufgaben zu jonglieren. Sie selbst fühlen sich wie eine Rabenmutter, weil Erfüllung irgendwie anders aussieht. Was nun?

Gut organisiert über den Dingen stehen – berufstätig als Mutter müssen Sie es nur sich selbst Recht machen

In dieser Situation ist es hilfreich, wenn Sie innerlich einen Schritt zurücktreten und Abstand zu den Kritikern gewinnen. Wer außer Ihnen und Ihrem Partner muss denn überhaupt Ihren persönlichen Ansprüchen an Erziehung genügen? Doch nur die Personen, die tatsächlich an der Familie beteiligt sind und Verantwortung übernehmen. Alle anderen werden zwar weiterhin Geräusche machen, die man auch als Einmischung interpretieren könnte.

Aber darauf müssen Sie sich ja gar nicht erst einlassen.

5 Tipps gegen ein schlechtes Gewissen und für mehr Alltagsqualität

Wir haben fünf Tipps für mehr innere Ausgeglichenheit im Alltagsstress für Sie. Schließlich sind die anstehenden Aufgaben schon stressig genug, ohne dass Sie noch ständig ins Grübeln geraten. Bitte denken Sie daran:

  1. Niemand lebt Ihr Leben. Einfach nicht verunsichern lassen, wenn andere behaupten, alles anders zu machen. Ohne in Ihrem Leben mit Ihrem Alltag Ihren Job mit Ihrem Kind alles zu machen, wissen die anderen sowieso nicht, wovon sie da reden.
  2. Keine Zeit versenken. Sie können mit jeder und jedem diskutieren, der alles ganz anders machen würde. Oder Sie können Vorhaltungen einfach freundlich lächelnd abtropfen lassen und sich höchstens für den spannenden Input bedanken.
  3. Aufgaben gerecht verteilen. In jeder Partnerschaft und jeder Familie sind Talente und Bereitwilligkeit unterschiedlich verteilt. Finden Sie langfristige Lösungen und Aufteilungen für Alltagsaufgaben, um diese nicht immer wieder besprechen zu müssen. Checken Sie diese dann aber ab und zu darauf, ob sie noch praxistauglich sind.
  4. Gute Organisation spart Zeit und Nerven. Nutzen Sie für Rechnungslegung und Buchhaltung Profi-Anwendungen wie lexoffice www.lexoffice.de, statt mit Excel-Listen zu hantieren und Belege mühsam manuell zu scannen. Diese Zeit ist besser in die Familie investiert als in Organisatorisches.
  5. Perfektionismus verabschieden. Wenn alles klappt wie geplant, ist das wunderbar. Spätestens in der ersten Kita-Saison wird das aber vorbei sein, wenn das kindliche Immunsystem jeden Infekt durchprobiert. Machen Sie sich dann nicht verrückt. Sondern einfach immer weiter.

Ein großer Wellness-Faktor sind die vielen Dinge, die Müttern in der Online-Welt geboten werden. Dank Internet können Sie auf großartige Ressourcen für Frauen zurückgreifen und sich mit anderen berufstätigen Müttern austauschen. Mütter sind nicht nur Kritikerinnen, die richtigen Mitmamas können wunderbare Verbündete sein.

Foren, Blogs, Magazine wie She works und der Austausch in sozialen Netzwerken informieren nicht nur, sondern sorgen auch für die Möglichkeit, sich mit anderen zu beraten. Cloud-Anwendungen wie lexoffice machen es dank Schnittstellen zu Shopsystemen, Zeiterfassungen und zahlreichen anderen Tools ganz einfach, ein komplexes Business professionell aufzuziehen und zu betreiben. Die Erweiterungen und Add-ons sorgen für bezahlbare, durch Experten betreute Dienstleistungen und Apps. Das Ergebnis ist mehr Zeit für die Familie.

Drückt das schlechte Gewissen doch einmal, findet sich mit Sicherheit in Frauennetzen ein offenes Ohr und ein bisschen solidarische Stütze. Denn für Sie, berufstätig als Mutter, gilt nun mal: Wenn Sie beide Ihr Bestes geben, geht sicherlich auch mal etwas daneben. Aber die meiste Zeit geht es genau darum:

Sie geben berufstätig als Mutter Ihr Bestes – und das ist mehr als genug.

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