Gründerinnen im Porträt

Brain-Cloud: Mit KI-Service Businessideen umsetzen

brAIn-Cloud ist ein AI-basiertes B2B-Tool für das Ideenmanagement. Basierend auf intelligenten Textanalysen verbinden sie Menschen mit ähnlichen Ideen. Projekte, für die nicht genügend Zeit vorhanden war oder die nicht alleine realisiert werden konnten, können somit in geeigneten Teams entwickelt werden. Gegründet wurde das Software-Startup von Alicia von Schenk zusammen mit Victor Klockmann. Alicia von Schenk ist Ph.D. Kandidatin für Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt. Mit 20 Jahren hat sie einen Master in Mathematik erworben und zusätzlich einen Master in Quantitativer Ökonomie.

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?

Großartige Ideen, für deren Umsetzung man nie Zeit hatte? Projekte oder Kampagnen, bei denen man nur gemeinsam etwas erreichen kann? brAIn-cloud ist ein KI-basiertes Tool zum Matching von Ideen. Basierend auf künstlich intelligenten Textverarbeitungsalgorithmen bringen wir Menschen mit ähnlichen Vorhaben zusammen. Projekte und Gedanken sollen so in einem passenden Team entwickelt und realisiert werden können. Mittels neuer Technologie vernetzen wir Personen über Disziplinen, Abteilungen oder Länder hinweg, um so Synergien so effizient wie möglich zu nutzen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?

Mit unserem KI-Service haben wir die Aufmerksamkeit von Fürst Solutions auf uns gezogen, die eine Plattform (Afri-Eu) anbieten, welche ein Sozial- und Informationsnetzwerk für Technologieunternehmer in Afrika und Europa zum Austausch von Wissen und Ressourcen bietet. Die Plattform ermöglicht es Unternehmern, Technologie-Startups, etablierten Technologieunternehmen, Business Angels, Investoren, Beratern usw. sich zu verbinden und zu vernetzen. Damit Afri-Eu für jedes Mitglied den perfekten Partner findet, ist es entscheidend, die Kontakte so geeignet und wertvoll wie möglich zu gestalten. Mit brAIn-cloud ermöglichen wir Mitgliedern die perfekte Ergänzung in Lösungen und Entwicklungsideen anderer oder in neuen Kontakten zu finden.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Ich habe mit meinem Mathematikstudium in Heidelberg angefangen und mich dann für ein Doppelstudium parallel mit Wirtschaftswissenschaften entschieden. Mit 20 hatte ich dann einen Master in Mathematik und einen Master in Quantitative Economics gemacht. Aktuell beende ich meine Promotion in Angewandter Mikroökonomie an der Goethe Universität Frankfurt. In diesem Rahmen habe ich auch meine Begeisterung für Themen wie ökonomische Auswirkungen von künstlicher Intelligenz, KI und Ethik oder auch Effekte des Einsatzes von KI Tools in Organisationen auf Produktivität oder Mitarbeitermotivation entwickelt.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Ich glaube daran, dass Kollaboration der Schlüssel für erfolgreiche Innovation ist. Die Vision Ideen mit der Unterstützung neuer Technologie effizienter mittels wertvoller Zusammenarbeit zum Leben zu erwecken hat mich schon während der akademischen Forschung begleitet. Zusammen mit einem PhD Kollegen in meiner Abteilung haben ich dann, inspiriert durch erfolgreiche Gründungsgeschichten anderer Doktoranden, entschieden diese Vision durch eine eigene „Software as a Service“ Lösung und die Gründung von brAIn-cloud AI zum Leben zu erwecken.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?

Sehr positiv überrascht haben mich die umfassenden Beratungs- und Vernetzungsangebote in Hessen, von denen wir laufend profitieren. Das ist zum einen das TechQuartier Frankfurt mit immer wieder hoch spannenden Veranstaltungen und Möglichkeiten zur Mitwirkung. Zum anderen ist das auch der Goethe Unibator, bei dem der regelmäßige, ehrliche Austausch mit anderen aus der Universität gegründeten Startups immer wieder aufs Neue motiviert. Aber natürlich sind es auch Initiativen wie der Hessische Gründerpreis.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Eine große Herausforderung ist natürlich das Zeitmanagement, aber auch eine gewisse allgemeine Skepsis gegenüber dem Einsatz von KI-Anwendungen, wenn es um die tatsächliche Implementierung im Unternehmen oder der Institution geht. Hier heißt es Transparenz schaffen, den Mehrwehrt einer innovativen Lösung bewusst machen und – vor allem – dranbleiben!

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?

Wir haben gemeinsame Werbekampagnen zusammen mit Kunden, z.B. im Rahmen eines ausgeschriebenen Wettbewerbs. Auch die Teilnahme an Diskussionsrunden oder Posts und Artikel in Blogs, Online-Zeitschriften oder Social Media machen immer wieder Personen oder Unternehmen auf brAIn-cloud AI aufmerksam.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?

Für die Gründung haben wir ausschließlich eigene Mittel verwendet. Für Rechenkapazitäten und Speicher zum Anbieten unserer „Software as a Service“ profitieren wir von Ressourcen im Rahmen von AWS Activate, einem Programm zur Unterstützung von Startups von Amazon AWS.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?

Ich würde gerne weniger Konkurrenzdenken sehen und dafür Kollaboration, auch über Fachrichtungen, Branchen oder Länder hinweg, fördern. Wenn wir Innovation vorantreiben wollen, müssen wir interdisziplinärer und globaler denken. Mit brAIn-cloud AI und KI-Technologie möchte ich genau das nachhaltig vereinfachen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie anderen Gründerinnen empfehlen?

Insbesondere Gründerinnen würde ich empfehlen auch vor Technologie Themen oder der Gründung eines Tech Startups nicht zurückzuschrecken. Wenn man selbst wirklich an eine Vision, eine Idee oder ein Produkt glaubt, dann sind das die besten Voraussetzungen, um auch andere zu überzeugen und letztlich auch mit einer Gründung erfolgreich zu sein.

Hier geht es direkt zur Homepae: www.brain-cloud.ai

Gründerin Alicia von Schenk ist Bewerberin beim Hessischen Gründerpreis 2020.

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