Gründerinnen im Porträt

Goodgive: Nachhaltige Geschenkverpackungen

Goodgive wurde 2019 von Sara Stichnote gegründet. Die Idee hinter dem Kölner Startup: Nachhaltige Geschenkverpackungen, die umweltfreundlich, fair und lokal hergestellt werden. Mit jedem Schritt soll der größtmögliche Impact für Mensch und Umwelt erzielt werden.

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?

Goodgive ist eine wiederverwendbare Geschenkverpackung aus Stoff. Mit ihr wird das Verpacken super leicht: beim Verschließen stellt sich automatisch eine Schleife auf. Das Ergebnis ist schön und dabei gut für die Umwelt! Unser Produkt wird in Deutschland in Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung produziert. Dabei verwenden wir nachhaltige Materialien und die Reise jeder Verpackung lässt sich digital nachverfolgen. Wertschätzung für alle – auch für die Umwelt!

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Als Producerin habe ich große Teams geleitet und bis zu 115 St. pro Woche gearbeitet. Das hat mir bewiesen, dass ich viel Energie aufbringen kann. Diese nutze ich nun, um mein eigenes Social-Business aufzubauen, mit dem ich die Welt ein bisschen besser machen kann. Die Idee zu Goodgive beschäftigt mich bereits einige Jahre, da ich mich schon immer an Verpackungsmüll von Geschenken gestört habe. Anfang 2019 habe ich mich final dazu entschieden meine Vision der langlebigen Geschenkverpackung in die Tat umzusetzen. Ich sehe in Goodgive die Möglichkeit zu einem nachhaltigeren Handeln anzuregen und brenne dafür, dieses durch die Erschaffung eines Trendproduktes in die Tat umzusetzen. Dabei ist es mit wichtig ein rundum nachhaltiges Produkt mit positiver Wirkung zu erschaffen. Ich habe gemerkt, dass es wichtig ist die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, wenn man möchte, dass sich etwas verändert.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?

Ich habe im Rahmen der Gründerwoche Deutschland einen Mentor kennengelernt, der bereits einige Startups mit auf den Markt gebracht hat. Regelmäßige Treffen und Beratungsgespräche im Rahmen von https://www.neuesunternehmertum.de/ haben mir bei wichtigen Fragestellungen geholfen. Außerdem konnte ich zwei Accelerator Programme durchlaufen, was sehr wertvoll war.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Zu Beginn stand ich vor der Herausforderung, dass ich eine neue Art finden wollte, wie man Geschenke verpackt aber nicht einmal nähen konnte. Das habe ich mir dann während der Entwicklung des ersten Prototypen selber beigebracht. Letzten Herbst habe ich dann mit den ersten Werkstätten eine kleine Stückzahl produziert, die sehr schnell ausverkauft war. Dieses Jahr stand ich dann vor der Herausforderung, dass Geschenkverpackungen zwar das ganze Jahr genutzt werden, aber vor allem saisonal zu Weihnachten sehr gefragt sind. Und dann sind durch Corona und die Kontaktbeschränkungen die wenigen Gelegenheiten, anderen Menschen echte Geschenke zu überreichen größtenteils weggebrochen. Diese Zeit konnten wir aber letztlich gut überbrücken, da wir unsere Geschäftsprinzipien auf die Herstellung von nachhaltigen Stoffmasken adaptiert haben. Jetzt fokussieren wir uns aber wieder voll auf das Weihnachtsgeschäft und wollen dieses Jahr deutlich mehr Verpackungen produzieren und auf ihre unendliche Reise schicken.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam?

Über Social Media Werbung, Newsletter und ganz viel Mund zu Mund Propaganda 😊

Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?

Kooperationen mit Unternehmen, die die gleichen Werte teilen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?

Das Gründerstipendium hat geholfen, die erste Umsatzfreie Zeit zu überbrücken. Danach konnten wir uns über den Verkauf von Produkten selber Bootstrappen.

Ihr Tipp: Was würden Sie anderen Gründerinnen empfehlen?

Wir sind selber auch immer noch sehr dankbar für alle Tipps und Tricks, da man nie auslernt.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass Gründer fest an ihre Idee glauben sollten und stets nach ihren Werten und ihrer Überzeugung handeln sollten. Ich würde mir im Nachhinein als erstes ein Team suchen, mit dem ich gemeinsam an meiner Idee arbeiten kann. Generell empfehlen wir den Austausch mit Anderen und da können wir das Programm der Impact Factory sehr empfehlen. Ein Accelerator Programm mit einem Create-Up, Scale-Up und Fellows Programm. Dadurch baut sich nach und nach ein Netzwerk aus Social Entrepreneurs auf, in dem man immer Rat findet!

Hier geht es direkt zur Homepage: www.good-give.com

 

 

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