Gründerinnen im Porträt

Second Life Fashion – Leidenschaft für Second-Hand-Kleider

Lisa Samhammer

Lisa Samhammer hat Second Life Fashion schon während ihres Studiums gegründet. Sie ist 26 Jahre alt und eine von 4% weiblichen Gründerinnen in Deutschland. 2016 hat sie ihr Start-up gegründet, einen Second-Hand-Online-Shop mit Einzelstücken und aber auch kompletten Outfits.

Sie arbeitet mit den Ressourcen, die bereits vorhanden sind und verschicken komplett ohne Plastik.

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?

Wir bei Second Life Fashion kaufen deutschlandweit gebrauchte Kleidung von Privatpersonen an, bereiten diese in unserem Unternehmen auf und verkaufen sie dann wieder in unserem Second-Hand-Online-Shop. Das Besondere bei uns ist, dass wir auch komplette Second-Hand-Outfits anbieten und dadurch stundenlanges Stöbern wegfällt. Second-Hand-Kleidung zu kaufen, ist der nachhaltigste Weg im Umgang mit Kleidung, da hierfür nichts Neues produziert werden muss und man dadurch unfassbar viele Ressourcen einspart. Unser Ziel ist es, das Image von Second-Hand-Kleidung deutlich zu verbessern, damit noch mehr Menschen sehen, wie toll Kleidung aus zweiter Hand noch sein kann.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?

Unser Start-up-Unternehmen hat sich in den letzten Jahren toll entwickelt: Mittlerweile sind wir auf einer Fläche von 1.500 qm beheimatet und ich beschäftige zwei Vollzeitmitarbeiterinnen. Letztes Jahr haben wir den Digitalbonus Plus erhalten, eine Förderung vom Freistaat Bayern über 50.000 € für unsere individuelle Prozesssoftware. Außerdem waren wir auch schon für verschiedene Preise nominiert, wie zum Beispiel den Innovationspreis.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Ich bin nach dem Abitur zum Studieren nach Erlangen gegangen und habe während meines Psychologiestudiums bereits Second Life Fashion gegründet.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Defintiv die Leidenschaft für Second-Hand-Mode! Und die Tatsache, dass es zwar massenhaft Online-Shops für Neuware gibt, aber so gut wie keine für gebrauchte Mode. Ich wollte einen Ort schaffen, an dem man in einer schönen Umgebung nach Second-Hand-Kleidung suchen kann und alle Annehmlichkeiten eines „normalen“ Shops auch hat: Kostenlose Retoure und kostenlosen Versand gibt es bei uns natürlich genauso wie die Möglichkeit zum Kauf auf Rechnung.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?

Am meisten Unterstützung habe ich auf jeden Fall von meinem Vater bekommen, der selbst ein erfolgreicher Unternehmer ist. Von ihm habe ich so viel gelernt! Von der Gründung einer GmbH bis hin zur Führung von Mitarbeitern stand er mir immer mit Rat und Tat zur Seite.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Wie wahrscheinlich für jedes Start-up ist klar die Finanzierung und die Liquidität die größte Herausforderung gewesen. Und um dem so gut wie möglich entgegenzusteuern, haben wir von Anfang an klare Business- und Liquiditätspläne gemacht. Alles war bereits zu Beginn gut kalkuliert und wir wussten so gut wie es ging, was auf uns zukommt.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?

Als Online-Shop konzentrieren wir uns vor allem auf Online-Marketing. Hierbei hat uns vor allem Facebook sehr gut geholfen, noch bekannter zu werden, da es hier auch mit einem kleinen Budget möglich ist, viele Leute zu erreichen. Mittlerweile haben wir eine schöne Stammkundschaft gewonnen und zur Neukundengewinnung setzen wir auf Social Media, Ads, Affiliate-Marketing und Influencer-Marketing.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie anderen Gründerinnen empfehlen?

Traut Euch! Macht einfach! Aber natürlich alles mit Köpfchen 🙂

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