Gründerinnen-Stories

Selbermachwerkstatt: Am besten Do it yourself

Kurze Vorstellung der Person und der Unternehmungsidee:

Über mich: Ich bin Annett Gerhardt, 37 Jahre alt und Mutter einer einjährigen Tochter. Ich bin begeisterte DIY-Anhängerin (Do It Yourself) und Lehrerin. Da ich beide Berufsfelder liebe, habe ich nach einem Weg gesucht, sie zu kombinieren. Das ist mir mit meiner Selbermachwerkstatt gelungen: Hier tüftele ich an neuen Selbermachprojekten, die ich dann als Anleitung verfasse und als Selbermachprojekte anbiete. In der Selbermachwerkstatt werden vor allem Veranstaltungen und Events durchgeführt, wie z.B. Junggesellinnenabschiede, (Kinder)Geburtstage, Mädelstreffen, Babyparties etc. Die Teilnehmerinnen können sich dann bei einem Glas Sekt und kleinen Knabbereien an Workshops aus den Bereichen Schmuck, Holz, Papier und Textil (nähen, Textildruck) probieren und nehmen tolle Einzelstücke mit nach Hause. Zu finden ist sie unter  www.selbermachwerkstatt.de in Leipzig.

Was gab bei Ihnen den Impuls sich selbstständig zu machen?

2012 habe ich einen Ausgleich zu meinem damaligen Job gesucht und habe begonnen, Papierschmuck zu basteln. Damals hat meine Familie Wetten darauf abgeschlossen, wie lange ich das machen würde, da ich nicht unbedingt als die geduldigste Person galt. Ich glaube, es waren alle sehr überrascht, als ich nach einem halben Jahr immer noch nicht damit aufgehört hatte. Zu dem Zeitpunkt wuchs schon der Wunsch in mir, irgendwann von meinem Hobby leben zu können. Deshalb habe ich als ersten Schritt 2013 mein Label Schmück Dich Schön gegründet.

Nach einigen erfolgreichen Märkten habe ich gemerkt, dass viele Mädels sehr interessiert daran sind, selber zu werkeln, aber zu wenig Zeit haben, um sich die Anleitungen und die Materialien zu suchen. Gleichzeitig wurde es zu Hause langsam sehr eng, da sich mein Materiallager und mein Arbeitsplatz immer mehr ausdehnten. So entstand langsam das Konzept für die Selbermachwerkstatt. Die Verbindung von Kreativität, Handarbeit und Pädagogik reizte mich sehr und ich freute mich auf diese neue Herausforderung.

Was sind die größten Hemmnisse bei der Gründung?

2014 habe ich die passenden Räume gefunden und die Selbermachwerkstatt gegründet. Allerdings habe ich 2 Tage nach der Eröffnung erfahren, dass ich schwanger bin. So hat sich das ganze Projekt nach hinten verschoben. Jetzt ist meine Tochter 1 Jahr alt und geht zum Tagespapa und ich kann endlich mit der Selbermachwerkstatt durchstarten.

Wer oder was unterstützt Sie bzw. hat Sie unterstützt?

Ich habe Unetrstützung von meinem Freund, meiner Familie und Freunden. Mit meinem Freund kann ich mich austauschen, was die Selbständigkeit angeht, da er selbst 2015 einen Weinladen eröffnet hat. Meine Familie unterstützt mich, indem sie immer mal auf meine Tochter aufpasst. Da ich vor allem an Samstagen arbeite und mein Freund ebenfalls an diesem Tag in seinem Laden stehen muss, ist diese Unterstützung Gold wert. Meine Freunde helfen mir manchmal auf Märkten oder bei Veranstaltungen in der Werkstatt oder stehen für Fotos  und Videos zur Verfügung.

Haben Sie Förderprogramme genutzt bzw. beantragt?

Nein. Ich wollte es immer allein schaffen und habe mir alles allein angelesen. Manchmal wünschte ich allerdings, ich hätte damals wenigstens ein Existenzgründerprogramm belegt. Das hätte vieles vielleicht etwas einfacher gemacht.

Ihr Tipp für andere Gründerinnen.

Am Ball bleiben! Nicht verunsichern lassen (mir fällt das aber auch immer noch schwer) und an die Idee glauben! Vor allen aber: Lernen, Nein zu sagen und sich jede Hilfe holen und annehmen, die man kriegen kann. Sucht euch Gleichgesinnte und fragt sie aus. Ihr müsst das Rad nicht neu erfinden, sondern nur zum Drehen bringen!

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

 

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