Gründerinnen-Stories

ALEXANDRA SVENDSEN bietet exklusive Lederwaren und Accessoires

Alexandra Svendsen, geboren in Hamburg, mit sowohl dänischen als auch bayerischen Vorfahren verbrachte ihre Kindheit in Italien – eine prägende Zeit für ihre sehr kreative und kommunikative Tätigkeit. Nach dem Abitur, einer Ausbildung zur Bankkauffrau und dem Studium der Betriebswirtschaftslehre arbeitete Svendsen für rund 14 Jahre als Redakteurin beim ZDF. 2006 und 2015 machte sie, parallel zu ihrem Job beim ZDF, schon ein paar Schritte in Richtung Selbständigkeit. Zum einen mit einer Ausbildung zur Übersetzerin Italienisch-Deutsch sowie mit einer Ausbildung zur OFF-Sprecherin (TV). 2016 gründete Svendsen, zunächst parallel zu ihrer Tätigkeit als Arbeitnehmerin, ihr eigenes Unternehmen „ALEXANDRA SVENDSEN – exklusive Lederwaren und Accessoires„. Im Sommer 2016 kündigte sie ihr Angestelltenverhältnis aus dem dringenden Wunsch heraus, etwas alleine aufzubauen, zu erschaffen, zu verändern und etwas Gutes zu bewirken.

Was ist die Idee hinter „Alexandra Svendsen – exklusive Lederwaren und Accessoires“?

Ich gründete ALEXANDRA SVENDSEN, um schicke, zeitlose und vor allem GUTE, langlebige Produkte zu entwerfen und zu verkaufen. Das Wichtigste war dabei von Anfang an für mich, meine Taschen und Portemonnaies, sowie meine Unternehmensphilosophie, ausschließlich auf Nachhaltigkeit auszurichten. Produkte zu kreieren, auf die sich meine Kunden zu 100% verlassen können. Weil sie den höchsten Ansprüchen an handwerklicher Perfektion genügen, weil nur die besten und edelsten bio-zertifizierten Zutaten von deutschen Traditionsbetrieben Verwendung finden und weil sie vom ersten Stich, vom ersten Zuschnitt, der ersten Naht an in Deutschland angefertigt werden.

Was gab den Impuls sich selbstständig zu machen?

Da die Bekleidungsindustrie nebst Lederverarbeitung bekanntermaßen der Wirtschaftszweig ist, dessen Grad der Umweltverschmutzung am zweithöchsten weltweit ist, wollte ich GUTE Produkte erschaffen, die bedenkenlos tragbar und gut zu Mensch und Umwelt sind.
Und sie sollten neben der großen Maxime der Nachhaltigkeit aus hervorragendem Naturleder gefertigt und zu 100% Made in Germany sein.
In der Vergangenheit hat es mich sehr oft schon gestört und verärgert, dass Produkte sich mit dem hohen „Vertrauens- und Qualitätssiegel“ Made in Germany schmücken dürfen, obwohl in Deutschland tatsächlich nur noch „der letzte Knopf“ angenäht wird. Ebenso sehr hat es mich gestört, Taschen oder Portemonnaies gekauft zu haben, bei denen trotz eines sehr hohen Preises schon bald die Gold-Beschichtung der Metallteile abblätterte oder die Oberfläche des sogenannten Qualität-Leders in der Sonne dahinschmolz. Für mich ist es nicht vereinbar von echten, hochwertigen Lederprodukten zu sprechen, die dann auf Grund ihrer chemischen Zutaten ausschließlich über den Sondermüll entsorgt werden müssen.

Daher wollte ich Produkte erschaffen, die das hiesige Handwerk stützen und auf die sich meine Kunden verlassen können. Sowohl hinsichtlich der Auswahl der Zutaten und der erstklassigen Verarbeitung, sowie in Hinblick auf die Zahlung fairer Löhne und vor allem in Hinblick auf Nachhaltigkeit und Natürlichkeit.

Der unbändige Wunsch, mein eigener Herr zu sein und meine eigenen Erfahrungen zu machen, Neuland zu betreten, vor allem etwas zu erschaffen und in Freiheit, nur durch den Markt bestimmt, zu leben, geben mir bis heute extrem viel Energie und Lebensfreude und statten mich mit großer Dankbarkeit aus.

Was waren oder sind die größten Hemmnisse bei der Gründung?

Das wahrscheinlich größte Hemmnis war, meinen langjährigen, unbefristeten Job beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen aufzugeben, ohne schon nennenswerte Einnahmen aus meiner Selbständigkeit zu haben. Aber ich spürte, dass ich all meine Energie in die Gründung und den Ausbau meines Start-Ups legen und frei über meine Zeit verfügen musste, um mein Geschäft in den Erfolg zu führen. Halbe Sachen, sprich zwei Jobs, gingen ab einem bestimmten Moment nicht mehr.
Dazu kam auch eine andere psychologische Komponente, nämlich die der Menschen, die mit großer Skepsis zu mir sprachen und mir freundlicherweise Versagen und finanziellen Ruin prophezeiten. Zum Glück habe ich mich noch nie davon abhalten lassen, wenn mich andere für „verrückt“ abstempeln. Ich war und bin mir absolut sicher, dass dies genau der richtige Weg für mich ist.

Hatten Sie Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer Geschäftsidee?

Allem voran hatte ich mentale Unterstützung durch meinen Mann.
Er hat immer an mich geglaubt und mich bestärkt und er lässt auch heute noch in manchen Tälern auch wieder eine Sonne der Zuversicht für mich scheinen. Und auf die typische, bange Frage eines jeden Gründers „..und wenn es nicht klappt??“, meinte mein Mann immer ganz gelassen. „..dann machst Du eben etwas anderes, Du kannst so viel!!“ Dafür bin ich ihm unglaublich dankbar.

Inhaltliche Unterstützung habe ich mir durch Bücher angelesen, bei der IHK nachgefragt und Seminare besucht.

Haben Sie Förderprogramme genutzt bzw. beantragt?

Ich habe einmalig einen Zuschuss seitens der BAFA für Beratungsleistungen erhalten.
Und zweimal habe ich für meinen Stand auf der Berlin Fashion Week einen Zuschuss im Rahmen einer IHK-Gruppenförderung in Anspruch nehmen dürfen.

 

Hier geht es zu www.alexandrasvendsen.de

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