Gründerinnen-Stories

Yvonne Heike Rau schafft mit „nasefrei“ eine salzige Spieloase für Kinder

Yvonne Heike Rau ist 43 Jahre alt, Mutter von 3 Kindern und seit Januar 2019 Gründerin und Betreiberin von nasefrei.

Was ist die Gründungsidee hinter nasefrei?

Der Fokus von nasefrei liegt im Gegensatz zu den herkömmlich bekannten Salzgrotten auf Kindern bzw. Familien. Unser Salzraum ist ein großer Spielplatz, auf dem Boden befinden sich 4,5 Tonnen Himalayasalz. Hier kann gebuddelt, gespielt und getobt werden wie am Strand an der Nord- oder Ostsee, und nebenbei und ohne Zwang wird auf sanfte Art salzhaltige Luft inhaliert.

Die positive Auswirkung von Salz auf unseren Körper ist seit Jahrhunderten bekannt. Die Zahl der Kinder mit Atemwegserkrankungen oder Allergien steigt stetig, so dass wir hier hier eine kleine Wohlfühloase geschaffen haben, die auf spielerische Art zur Linderung der Beschwerden beiträgt.

Was gab den Impuls sich selbstständig zu machen?

Ich bin in einem selbständigen Umfeld aufgewachsen (meine Eltern waren immer schon in der Gastronomie selbständig), und ich hatte schon sehr viele Jahre lang das Bedürfnis, mich selbst zu verwirklichen. Es fehlte jedoch immer die Idee, von der ich wirklich überzeugt war. Unsere jüngste Tochter, die schon früh an einer chronischen Bronchitis litt, war letztlich dann die ausschlaggebende Kraft. In meinen alten Job im Büro eines Pflegeheimes wollte ich nach der Elternzeit nicht zurück. Von der Wirkung von regelmäßigen Besuchen in Salzgrotten als unterstützende oder auch präventive Maßnahme bei Atemwegserkrankungen war ich sowieso schon überzeugt, mir fehlte jedoch die passende Umsetzung für Kinder. Und was anfangs im Spaß mit Freunden an Ideen gesammelt wurde, haben wir letztendlich dann tatsächlich umgesetzt.

Was waren oder sind die größten Hemmnisse bei der Gründung?

Wenn man 3 Kinder hat, dann trägt man eine gewisse Verantwortung. Eine unbefristete Beschäftigung, die außerdem in der Nähe unseres Zuhauses war, aufzugeben und ein finanzielles Risiko einzugehen, ist keine Entscheidung, die man dann mal über Nacht trifft.
Die Immobiliensuche gestaltete sich als schwierig. Wir hatten verschiedene Standorte ins Auge gefasst und analysiert, aber zum einen hat mich das Warten auf Rückmeldungen von irgendwelchen Maklern sehr genervt (ich bin nicht besonders geduldig), und dann waren auch nicht alle Vermieter begeistert von der Idee, dass wir u.a. Tonnenweise Salz auf dem Boden verteilen.

Hatten Sie Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer Geschäftsidee?

Mein Mann und meine Eltern haben mich von Anfang an zu 100% unterstützt. Mein Mann ist mit mir zu Salzbaufirmen gefahren, hat sich mit mir mögliche Immobilien angeschaut und war oft auch Ideengeber. Er hat mir die nötige Ruhe und Geduld vermittelt, die mir manchmal gefehlt hat. Meine Mutter hat sich während der ganzen Vorbereitungs- und dann Bauphase um die Kinderbetreuung gekümmert. Mein Vater hat mich bei Verhandlungen beraten. Auch jetzt würde alles nicht so reibungslos funktionieren, wenn ich nicht meine Familie im Hintergrund wüsste. An der Entstehung unseres Logos waren aber auch z.B. der Bruder meines Mannes oder unsere besten Freunde beteiligt.

Haben Sie Förderprogramme genutzt bzw. beantragt?

Nein, ich habe keine Förderprogramme in Anspruch genommen. Ich habe mich zwar darüber informiert, habe auch ein Existenzgründerseminar bei der IHK besucht, aber letztendlich haben wir alles aus privaten Mitteln und mit einem Darlehen bei unserer Hausbank finanzieren können. Somit habe ich im Nacken auch nicht das Gefühl, irgendwem etwas schuldig zu sein.

Hier geht es zur Homepage: www.nasefrei-dreieich.de

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