Aktuelles

10. belladonna Gründerinnenpreis geht an UBEO

Am 20. September 2016 wurde zum 10. Mal der mit 5.000,- € dotierte belladonna Gründerinnenpreis in der Bel Étage am Brill in Bremen vor über 230 Gästen überreicht. Ein Jubiläum zum Feiern.

„Das ist eine große Freude für uns als Verein, aber auch für die zahlreichen Existenzgründerinnen in Bremen und die Wirtschaft insgesamt. Wir sind stolz, dass alle bisherigen Preisträgerinnen bemerkenswerten Erfolg hatten bzw. haben und zu Recht diese Anerkennung erfuhren“, so Maren Bock, Geschäftsführerin von belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen.

Ziel des Preises ist es, die Kompetenzen und Erfolge von Frauen als Existenzgründerinnen sichtbar zu machen und wichtige Akteurinnen bremischer Wirtschaft ins Licht zu rücken, die sonst nur wenig Beachtung finden. Die Direktorin des Kundenservice der Sparkasse Bremen Janet Wilhelmi betont, dass die Sparkasse Bremen stolz ist von Anfang an, diesen Preis unterstützt und damit Existenzgründerinnen sichtbar gemacht zu haben.

Die Siegerinnen: UBEO – über Ecken und Kanten

Die beiden jungen Preisträgerinnen Miriam Engelhardt und Lisa Hardtke (27 und 29 Jahre) bilden ein ungewöhnliches Team voller Mut, Innovationskraft und zeigen persönliche und wirtschaftliche Risikobereitschaft. Die eine ist Friseurmeisterin seit 2012, die andere hat ein BWL-Studium hinter sich, bevor die beiden sich trafen und die Idee des gemeinsamen Friseursalons entstand.

Ein Salon, bei dem die Grundsäulen auf Nachhaltigkeit beruhen. Nicht nur Naturprodukte sind in ihrem Portfolio, sondern auch Betriebsmittel, die umweltverträglich und energiesparend sind, z.B. recycelte Alufolie oder ein Auffüllservice für Shampooflaschen.

Das Ziel von UBEO ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Mensch und Natur. Ihre „grüne“ Linie durchzieht sowohl das Konzept als auch den Außenauftritt. Der Konkurrenz wirken sie entgegen, indem sie eine Differenzierung durch Spezialisierung vornehmen. Nachhaltigkeit und Naturprodukte haben eher Seltenheit in Friseurgeschäften. Und sie bieten nicht nur Frisuren, sondern auch Workshops und Farb-und Stilberatung.

Konzept mit Wachstumspotential

Ihr Konzept zahlt sich aus: Der Gewinn hat sich in den letzten beiden Jahren um knapp 30 % vergrößert.

Sie wollen sich als Ausbildungsbetrieb spezialisieren, um qualifizierte Nachwuchskräfte auszubilden. So heißt es in ihrer Bewerbung:

„Wir leisten nicht nur einen Beitrag zur Erhaltung des Handwerks, sondern setzen den ersten Baustein zur Erfüllung unseres langfristigen Unternehmensziels, eine eigene Friseurakademie aufzubauen.“

Das Wachstum des Unternehmens könnte nach Aussage der Gründerinnen schon wesentlich größer sein – es mangelt jedoch an Fachkräften, die sich dem Konzept verschreiben wollen. Denn neben der green economy betreten die beiden auch den Weg der social economy: Sie bieten Schneidetage für Flüchtlinge und Obdachlose.

„Ihr großes Engagement, ihre Unternehmensziele und die Nachhaltigkeit des Konzeptes verbunden mit ihrem Umgang mit Natur und Mensch sind so überzeugend gewesen, dass Miriam Engelhardt und Lisa Hardtke der belladonna gründerinnenpreis 2016 zugesprochen wird,“ so die Begründung der Jury.

Bremer Sponsoren loben Wirkung des belladonna Gründerinnenpreises

Mit dieser Preisverleihung liegt belladonna im Trend, denn die green economy ist nach dem Handel inzwischen das größte Gründungsfeld in Deutschland, so das Ergebnis des Green Economy Gründungsmonitors der Universität Oldenburg und dem Borderstep Institut Berlin.

„belladonna leistet seit Jahrzehnten einen wertvollen Beitrag zur Förderung und Unterstützung von Frauen, insbesondere bei dem Schritt in die Selbstständigkeit. Mit erfolgreichen Coaching-Reihen, Seminaren und Vernetzungstreffen bietet der Verein bedarfsgerechte Qualifizierungen. Der Preis soll Frauen ermutigen über eine Existenzgründung oder Unternehmensnachfolge nachzudenken“, erklärt der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen Martin Günthner in seiner Rede an dem Abend.

Die Bremerinnen haben den von belladonna mit 5.000,- € dotierten Preis in der Bel Étage aus den Händen des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen Martin Günthner, der Direktorin Kundenservice der Sparkasse Bremen Janet Wilhelmi und der Geschäftsführerin von belladonna Maren Bock entgegengenommen.

Mit diesem Preisgeld ist Bremen dank etlicher Sponsorinnen und Sponsoren aus der Wirtschaft anderen Gründerinnenpreisen in Deutschland voraus.

„Diese Preisverleihung ist ein wichtiges Ereignis für die Bremer Wirtschaft und belladonna leistet einen Beitrag dazu, Wirtschaftsförderung in Bremen nach vorne zu bringen“, so die Worte von Hans-Georg Tschupke, Abteilungsleiter Innovation bei der WFB Wirtschaftsförderung Bremen.

Zur Jury gehören:  belladonna – Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V., afz/ZIB Bremerhaven – Beratungsstelle Frau und Beruf, Frauen in Arbeit und Wirtschaft (FAW), Frauengleichstellungsstelle Bremen (ZGF), RKW Bremen GmbH und Verband deutscher Unternehmerinnen/Bremen-Weser-Ems (VdU)

 

Vorheriger Beitrag

Claudia Kimich - Fehltritte im Verhandlungstango (Teil 1)

Nächster Beitrag

herCAREER: Erfahrungsaustausch mit Role-Models auf Augenhöhe

kein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.