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Wettbewerbsneigung: Frauen messen sich weniger an anderen als Männer

DIW Wochenbericht 22/2017 von Johanna Mollerstrom und Katharina Wrohlich

Frauen sind im Durchschnitt seltener bereit, in Wettbewerb mit anderen Personen zu treten als Männer. Dieser Gender Gap in der Neigung zu konkurrieren ist einer von vielen Gründen für Unterschiede in den Bildungs- und Karriereentscheidungen von Frauen und Männern und für weitere Gender Gaps am Arbeitsmarkt.

Neue ökonomische Experimente zeigen jedoch, dass Frauen in gleichem Ausmaß wie Männer geneigt sind, sich selbst zu verbessern und gegen sich selbst, das heißt gegen eigene frühere Leistungen, in Wettbewerb zu treten. Dieses Ergebnis eröffnet Organisationen oder Unternehmen, die Chancengleichheit anstreben, Möglichkeiten, ihre Anreizsysteme zu verändern, indem sie stärker auf Wettbewerb gegen die eigene frühere Leistung setzen als auf Konkurrenz gegen andere.

Untersuchung zu Wettbewerbsneigung

In einer viel beachteten Untersuchung zur Frage der unterschiedlichen Wettbewerbsneigung von Männern und Frauen konnte gezeigt werden, dass sich Frauen in einem Laborexperiment tatsächlich weniger wettbewerbsorientiert verhalten als Männer.Hier konnten TeilnehmerInnen zwischen einer vorab vereinbarten Auszahlung pro korrekter Antwort und einer vom Ergebnis eines Wettbewerbs abhängigen Bezahlung wählen. Frauen wählten im Durchschnitt häufiger als Männer die fixe Auszahlung und verdienten dadurch weniger Geld als Männer. Zudem nahmen Frauen weniger ein, als sie hätten verdienen können, wenn mehr von ihnen in Wettbewerb getreten wären. Dieses Ergebnis wurde seither hundertfach in vielen verschiedenen Ländern repliziert.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag unter: http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.559210.de/17-22-1.pdf

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