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Buchtipp: Männer an der Seite erfolgreicher Frauen

Wie lebt es sich mit einer erfolgreichen Frau? Wie kam es zu dieser Konstellation? Die Herausgeberinnen des Buches „Männer an der Seite erfolgreicher Frauen“ hinterfragen gängige Rollenmodelle und bringen mit 21 Expertenbeiträgen und Porträts von Männern (und ihren erfolgreichen Frauen) Licht ins Dunkel.

Dabei betreten die Herausgeberinnen thematisches Neuland, denn die Rolle des Partners in der Karriere der Frau ist bislang „unterbelichtet“. Das richtungsweisende Buch liefert Denkanstöße, wie man traditionelle Muster hinterfragen und aufbrechen kann.

Monika Schulz-Strelow Präsidentin des FidAR e.V. – Frauen in die Aufsichtsräte Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Eine der Autorinnen ist Monika Schulz-Strelow, Präsidentin von FidAR, Frauen in die Aufsichtsräte. Sie schreibt:

Warum wir Frauen in Führung brauchen!

Ein Auszug

Frauen in Führung sind derzeit kein »echtes« Anliegen der deutschen Regierung und Wirtschaft. Was der kanadische Premierminister Justin Trudeau und der französische Präsident Emmanuel Macron können, nämlich Gleichberechtigung als einen Schwerpunkt ihrer Amtszeit zu deklarieren, sollte in Deutschland eigentlich auch möglich sein. Sollte. Eigentlich. Nun werden die Führungsgremien großer Konzerne in Deutschland zwar zunehmend weiblicher. Einer der Hauptgründe: Seit 2016 gilt in börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen bei Neubesetzungen in Aufsichtsräten eine Frauenquote von mindestens 30 %. Doch ändert die Quote eines nicht: dies als Normalität vorauszusetzen. Frauen in Führung gehören in Deutschland nun mal nicht zur Normalität. Umso erfreulicher, wenn es sie dennoch gibt. Doch der Preis für das Erklimmen der Karriereleiter ist in vielen Fällen hoch. Viele Frauen in Führung haben keinen Partner an ihrer Seite
oder sind geschieden. Den Partner hinter oder neben einer erfolgreichen Frau beschreiben zu wollen, gleicht daher ‒ mit großer Wahrscheinlichkeit ‒ einem unmöglichen Unterfangen. Ich will es dennoch versuchen.

Einen Schritt vor ‒ einen zurück?

Blickt man auf Frauen in Führung und deren zugehörige Partner, muss ganz klar unterschieden werden zwischen geografischer Verortung, sozialer Schicht und Generationenzugehörigkeit. Blickt man in Ballungszentren wie Berlin,
Frankfurt, München, Hamburg, so hat sich dort in den vergangenen Jahren ein Wertewandel vollzogen, der sich vor allem auch auf das althergebrachte Rollenverständnis, Paarbeziehungen und Karrieren deutlich auswirkt: weg vom
Statusdenken, weniger Auto und materielle Symbole hin zu einer gesunden Work-Life-Balance. Kinder sind wichtiger Bestandteil im Leben dieser städtischen Generation der Mitte 30-Jährigen. Hier empfinde ich einen Hoffnungsschimmer, denn viele Partnerschaften leben Gleichberechtigung ‒ sowohl in der Familie als auch im Beruf. Beide Partner tragen zu gleichen oder ähnlichen Teilen zum Familieneinkommen bei. Männer unterstützen ihre Partnerinnen, auch nach der Kinderpause, aktiv in der Karrieregestaltung.

Das Buch kann bei Amazon bestellt werden.

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