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FIB: Die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern ist noch längst nicht erreicht

Rund 800 Frauen trafen sich in der Handelskammer Hamburg bei der Veranstaltung FIB, um über die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren und sich zu vernetzen.

„Wir brauchen den Internationalen Frauentag, denn wir müssen darauf aufmerksam machen, dass die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern noch längst nicht erreicht ist, auch nicht in der Wirtschaft“, sagte Tobias Bergmann, Präses der Handelskammer Hamburg am Dienstagabend vor 800 Frauen in der Handelskammer Hamburg. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Hamburger Unternehmen liege seit Jahren bei 25 Prozent und sei im vergangenen Jahr sogar um einen Prozentpunkt auf 24 Prozent gesunken. Deshalb gebe es noch viel zu tun. Die Handelskammer Hamburg sei, ebenso wie ihre Schwesterkammern in Lübeck und Stade, beim Thema „Frauen in der Wirtschaft“ sehr aktiv. „Ich halte diese Angebote für außerordentlich wichtig“, sagte Bergmann im Hinblick auf die Bemühungen, bei der Gleichstellung von Frauen und Männern einen großen Schritt voranzukommen. Bergmann eröffnete gemeinsam mit Cornelia Creischer, Vorsitzende des Landesfrauenrats Hamburg e.V., dem Dachverband von 62 Hamburger Frauenverbänden, Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck, Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, und Monika Borchert, Regionalvorstand „Schöne Aussichten“ – Verband Selbständiger Frauen e.V. die diesjährigen Veranstaltungen rund um den Internationalen Frauentag 2018.

FIB: Forderung nach wirtschaftlicher, politischer und sozialer gleichberechtigter Teilhabe

„Wir Frauen dürfen nicht aufhören, unsere gleichberechtigte Teilhabe am wirtschaftlichen, politischen und sozialen Leben hier und weltweit so lange einzufordern, bis dieses Ziel erreicht ist“, betonte Cornelia Creischer, Vorsitzende des Landesfrauenrats Hamburg e.V. Es seien hauptsächlich zwei Entwicklungen, die zu großen Umwälzungen führen werden bzw. können: die Digitalisierung und der Rechtspopulismus. „Die Digitalisierung müssen wir für uns nutzen – den Rechtspopulismus bekämpfen“, so Creischer. „Diese riesige Herausforderung und Aufgabe können wir nur gemeinsam stemmen durch Netzwerke, Kooperationen, die Bildung von Bündnissen und mit starken Männern, die keine Angst haben, Macht zu teilen.“

Höhepunkt des Abends: Jana Schiedek, Staatsrätin der Kulturbehörde, Prof. Dr. Gesa Ziemer, Vizepräsidentin Forschung und Professorin für Kulturtheorie an der Hafen-City Universität Hamburg, Brigitte Huber, Chefredakteurin der BRIGITTE, Sandra Goldschmidt, stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di und Katja Brößling, Mit-Inhaberin des Online-Karrieremagazins SHE works, diskutierten mit Moderatorin Anke Harnack, u.a. NDR 90,3 und Hamburg Journal, wie sie sich eine für Wirtschaft und Gesellschaft gute Zukunft vorstellen und was sie in Beruf und Ehrenamt bewegen, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Netzwerkmeile mit 30 Frauenverbänden

Auf der Netzwerkmeile präsentierten sich 30 Frauenverbände und Initiativen mit vielen Wirtschaftsfrauen und Unternehmerinnen u.a. vom EWMD Deutschland e.V., dem VdU Verband deutscher Unternehmerinnen e.V., der Helga Stödter-Stiftung und der Women´s International Shipping and Trading Association Germany e.V., sowie aktiven Frauen aus Politik, Kirchen, Kultur und Gesellschaft, etwa vom Frauenwerk der Nordkirche, dem Verbund Hamburger Frauen- und Mädcheneinrichtungen e.V., von Terres des Femmes und den Zonta Clubs.

In diesem Jahr baten die Initiatorinnen der Frauennetzwerkveranstaltung „Frauen im Blick“ um Spenden für den Mädchenbeirat von „filia – die Frauenstiftung“. Im Mädchen-beirat entscheiden junge Frauen zwischen 14 und 24 Jahren seit 2012 mit, welche Projekte von und für Mädchen und junge Frauen in Deutschland von der Frauenstiftung gefördert werden. Ziel des MädchenEmpowermentProgramms von filia ist, dass in Zukunft mehr junge Frauen mit Verantwortung und Geld umgehen, sich gegen Übergriffe wehren und selbstbewusst in Führung gehen.

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