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Fach- und Führungskräfte: Mehr Frauen als Männer streben ins mittlere und Top-Management

Hochqualifizierte Frauen und Männer gleichen sich in ihren Karrierezielen trotz noch bestehender Unterschiede immer mehr an. Das ist ein Ergebnis der jüngsten Aktualisierung der Studienreihe „Familienunternehmen als Arbeitgeber“, die im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen von der TU München erstellt wurde.

Mittlerweile setzen sich mehr Frauen (49 Prozent) eine Position als Führungskraft im mittleren und Top-Management eines Unternehmens zum Ziel als Männer (42 Prozent). Während die Anzahl der Frauen abnimmt, die eine Position als Projektleiterin oder Abteilungsleiterin anstreben (18 Prozent), ist der entsprechende Anteil der Männer in den vergangenen Jahren von acht auf 14 Prozent angestiegen. Weiterhin setzen sich aber deutlich mehr Männer einen Vorstandsposten als Karriereziel als Frauen (sieben bzw. zwei Prozent).

Frauen werden im Job selbstbewußter

„Frauen sind selbstbewusster im Job als früher. Wichtig ist, dass es Ihnen auch ermöglicht wird, ihre Karriereziele zu erreichen“, sagt Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen. Gerade was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft, sollten die Kommunen mehr tun. „Wo Kindertagesstätten um zwölf Uhr schließen, werden Familien mit zwei Berufstätigen vor enorme Probleme gestellt. Es muss im Eigeninteresse der Kommunen liegen, darauf zu reagieren. Wer heute in Kinderbetreuung investiert, wird morgen hochqualifizierte Arbeitnehmer anziehen und den regionalen Wirtschaftsstandort stärken.“

Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden sowohl von Frauen als auch von Männern bei der Wahl ihrer Arbeitgeber stärker nachgefragt. Im Jahr 2009 gaben noch 11,8 Prozent der Bewerber an, das Kriterium der Work-Life-Balance als wichtig zu erachten. Mittlerweile sind 32,5 Prozent der Befragten dieser Auffassung.

Insgesamt schätzen die meisten Arbeitnehmer eine gute Arbeitsatmosphäre als wichtig ein, gefolgt von guten Karriereperspektiven. Erst auf Platz drei landet das Kriterium „attraktive Vergütung.“ Die Arbeitsplatzpräferenzen sind zwischen den Geschlechtern aber unterschiedlich ausgeprägt. Während für Männer eine „attraktive Vergütung“ besonders wichtig ist (46,3 Prozent), präferiert der Großteil der Frauen eine „gute Arbeitsatmosphäre“ (61,6 Prozent).

3.300 junge Fach- und Führungskräfte befragt

Die Studienreihe „Familienunternehmen als Arbeitgeber“ basiert auf Umfragen, die seit 2008 auf den „Karrieretagen Familienunternehmen“ durchgeführt wurden und an denen insgesamt mehr als 3.300 junge Fach- und Führungskräfte teilgenommen haben. Damit gehört sie zu den umfangreichsten Studien ihrer Art im deutschsprachigen Raum.

Über die Stiftung Familienunternehmen

Mehr als 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen. Die gemeinnützige Stiftung Familienunternehmen setzt sich für den Erhalt dieser Familienunternehmenslandschaft ein. Sie ist der bedeutendste Förderer wissenschaftlicher Forschung auf diesem Feld und Ansprechpartner für Politik und Medien in wirtschaftspolitischen, rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen. Die Stiftung wird getragen von rund 500 Firmen aus dem Kreis der größten deutschen Familienunternehmen.

» Studie „Familienunternehmen als Arbeitgeber – Die Einstellungen und Erwartungen junger Fach- und Führungskräfte“ zum Download

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