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Gender Pay Gap in Bayern

Der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern ist regional sehr unterschiedlich. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat nun den Gender Pay Gap in Bayern untersucht. Dieser liegt deutlich über dem deutschen Durchschnitt, wie die Initiative Klischee-frei berichtet.

Der Gender Pay Gap, also die Lohnlücke zwischen vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern, beträgt in Bayern 25,0 Prozent und fällt damit deutlich größer aus als im deutschen Durchschnitt (20,8 Prozent).

In der Stadt Hof besteht mit 16,1 Prozent der kleinste, im Landkreis Dingolfing-Landau mit 39,5 Prozent der größte Lohnunterschied zu Ungunsten der Frauen. In allen bayerischen Kreisen verdienen Männer somit im Durchschnitt mehr als Frauen. Zudem scheinen die regionalen Unterschiede in der Höhe des Gender Pay Gap vor allem dadurch getrieben zu sein, dass die Löhne von Männern variieren, während die Löhne von Frauen weniger stark schwanken.

Grundsätzlich kann eine Vielzahl an Unterschieden in der Beschäftigungsstruktur zwischen Männern und Frauen zum Lohngefälle beitragen. Berücksichtigt man diese Unterschiede in den individuellen, betrieblichen und regionalen Merkmalen, reduziert sich der Lohnunterschied auf 16,1 Prozent. Folglich bleibt der Großteil dieser bereinigten Lohnlücke unerklärt.

Allerdings tragen dazu auch Faktoren bei, die aufgrund fehlender Information in der Berechnung nicht berücksichtigt werden können. Lediglich 4,8 Prozentpunkte des Gender Pay Gaps lassen sich auf eine schlechtere Bewertung lohnbestimmender Eigenschaften der Frauen zurückführen. Das bedeutet, dass Frauen weniger stark von gleichen Untersuchungsmerkmalen profitieren wie Männer. Zu diesen Merkmalen gehören beispielsweise Karrieremöglichkeiten innerhalb von großen Unternehmen, die zu einem großen Spektrum an Lohnhöhen führen.

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