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Geschichte der Frauenbewegung – Digitales Deutsches Frauenarchiv wird aufgebaut

Ob Fotos, Briefe oder Aufsätze – Zeugnisse zur Geschichte der Frauenbewegung gibt es viele, doch sie sind verstreut über Museen und Archive im ganzen Land. In Zukunft wird dieser historische Schatz für alle Interessierten online zugänglich sein. Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig gab den Startschuss für den Aufbau des Digitalen Deutschen Frauenarchivs (DDF).

Dort sollen erstmals gesammelte Informationen zur Geschichte der Frauenbewegung digitalisiert auf einem Fachportal für die Öffentlichkeit präsentiert werden. „Endlich wird es möglich sein, wertvolle Originale zum Beispiel aus dem Nachlass von Elisabeth Selbert – eine der „Mütter des Grundgesetzes“ – über das Internet zu finden“, betonte Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig: „Was mutige Frauen vor Jahrzehnten und Jahrhunderten dachten und taten, ist immer noch viel zu wenig bekannt. Mit dem Fokus auf Frauen als Zeitzeuginnen und Vorkämpferinnen zum Beispiel für das Frauenwahlrecht, erscheint die deutsche Geschichte in einem ganz anderen Licht. Ich bin stolz darauf, dass wir diesen Frauen eine digitale Plattform geben und sie so unvergesslich werden lassen.“

Das BMFSFJ unterstützt das Digitale Deutsche Frauenarchiv mit 1,2 Millionen Euro jährlich bis zum Jahr 2019. Außerdem erhalten das Archiv der deutschen Frauenbewegung Kassel (AddF) und der FrauenMediaTurm Köln (FMT) jeweils 250.000 Euro jährlich von 2016 – 2019.

Digitales Deutsches Frauenarchiv will Vielfalt spiegeln

Ziel des DDF ist es, die vielfältigen Perspektiven der Frauenbewegungen widerzuspiegeln. Dabei werden historische und aktuelle Fragen zeitgemäß präsentiert und in fachspezifischen Dossiers erklärt. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Frauenbewegung in der DDR und auf die Zeit der Wendejahre gelegt.

Das DDF bietet die Grundlage für Forschungs-, Bildungs- und Informationsarbeit und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Gleichstellungs- und Genderpolitik. Interessierte Nutzerinnen und Nutzer mit wissenschaftlichem oder pädagogischem Hintergrund, Medienvertreterinnen und Vertretern, aber auch Suchmaschinen wie Google, bekommen somit dauerhaften Zugriff auf die einzigartigen Materialien der fast 40 deutschsprachigen Archive des i.d.a.-Dachverbands. Im i.d.a.-Verband sind Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Italien organisiert. Sie arbeiten eng vernetzt zusammen und ergänzen sich in Bezug auf Bestände und Schwerpunkte.

Das DDF wird ihre Schätze erstmals zusammenführen und sie dauerhaft für alle zugänglich machen. Die Geschäftsstelle DDF startet zum 1.7.2016 mit dem Aufbau des online-Angebotes. Ab 2018 wird das Projekt online unter www.frauenarchiv.de zu finden sein.

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