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IHK Stade: Starke Frauen und Spitzensportlerinnen

Eine spannende Gästemischung war es bei der Talkrunde vor Unternehmerinnen in der IHK Stade: Spitzensportlerinnen und Starke Frauen aus der Wirtschaft tauschten sich aus über Frauen und Erfolg. Rund 80 Frauen nahmen am 1. Dezember am zweiten Frauen-Netzwerk der IHK Stade teil und diskutierten im von Antje Diller-Wolff moderierten Talk über nötige Rahmenbedingungen, um Frauen im Berufsleben zu stärken. Denn nicht einmal ein Drittel, nämlich nur 28,2 Prozent der Chefsessel in den Unternehmen des Elbe-Weser-Raumes sind von Frauen besetzt.  Wichtige Anregungen, aber auch die nötige Prise Humor kamen von Friederike Kühn, geschäftsführende Gesellschafterin einer Werbeagentur in Bargteheide und seit 2013 die erste Frau als Präses der IHK Lübeck, Marianne Baehr, als Geschäftsführerin der Aller-Weser-Klinik in Verden Chefin von 640 Mitarbeitern, und den beiden Handballspielerinnen des BSV Buxtehude, Randy Bülau und Isabell Klein, die beide Leistungssport, Beruf und Familie unter einen Hut bringen.

Unternehmerinnen-TV hat die Gesprächsrunde aufgezeichnet und veröffentlicht.

UTV vor Ort bei der IHK Stade „Starke Frauen und Spitzensportlerinnen“ (Antje Diller-Wolff (UTV), Friederike Kühn (Präses IHK Lübeck), Marianne Baehr (Aller-Weser-Klinik))

Hauptprobleme: Fehlende Kinderbetreuung und finanzielle Förderung

Aber nicht nur die moderierte Gesprächsrunde gab spannende Einblicke. Während der Gespräche unter den Teilnehmerinnen zeigte sich deutlich, dass trotz aller Bemühungen der öffentlichen Stellen, immer noch weitreichende Probleme bei den sowohl selbstständigen aber auch bei angestellten Frauen für Ärger sorgen. So ist der Ausbau der Kinderbetreuung  noch lange nicht so weit vorangeschritten, dass Vollzeitarbeit uneingeschränkt möglich wäre. Ohne eigenständige Initiativen und viel Organisationstalent sähe es noch schlechter aus. Vor allem im ländlichen Raum müssen neue Lösungen geschaffen werden.

Aber auch bei der finanziellen Förderung und Unterstützung von Unternehmerinnen, lassen die Rahmenbedingungen zu wünschen übrig. Das Angebot des MikroSTARTers in Niedersachsen, das als besonders „unbürokratisch“ und gründerinnenfreundlich gelten soll, sorgt bei vielen Frauen eher für Unmut. Bei größeren Vorhaben scheint es für Unternehmerinnen ohne private Investoren  kaum möglich, eine Finanzierung auf die Beine zu stellen.

Positionspapier „Starke Frauen“  der IHK Stade

Aus dem ersten Treffen der Frauennetzwerke im Elbe-Weser-Raum im Mai 2015 geht ein Positionspapier hervor, dass auf dieser Veranstaltung erstmalig vorgestellt wurde. Es analysiert und kommentiert die Situation von Frauen in Führungspositionen im Elbe-Weser-Raum. Die Steigerung der Frauenerwerbstätigkeit und auch des Frauenanteils in Führungspositionen ist eine der elementaren Strategien gegen den drohenden Fachkräftemangel. In „Starke Frauen“ haben die Unternehmerinnen im Frauennetzwerk dazu persönlich ihre Statements abgegeben. Ihre Forderungen richten sich an Politik, Verwaltung und auch an sich selbst.

Zum Positionspapier „Starke Frauen“

 

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