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Kulturwandel in der Arbeitswelt?

Die Frauenquote wurde per Gesetz eingeführt, der Ruf nach mehr Frauen in Führungspositionen massiv verstärkt. Deutsche Unternehmen überbieten sich mit der Einstellung von qualifizierten Frauen. Doch lange scheinen sich diese nicht auf ihren Positionen zu halten oder halten zu wollen. Warum?

Die faz hat sich diesem Phänomen einmal mit einem Artikel gewidmet. Von 17 weiblichen Dax-Vorständen sind acht der Frauen nach nicht einmal der Hälfte ihrer Amtszeit ausgeschieden. In Zahlen ausgedrückt: Halten sich Männer 8 Jahre auf einem Führungsposten, schaffen es die Frauen knapp 3 Jahre. Vielleicht liegen die Prioritäten, die Frauen setzen, ganz wo anders. Vielleicht ist Frauen nicht so sehr an der Machtposition gelegen, vielleicht steigen Frauen einfach aus, wenn es ihnen zu anstrengend wird.

Spekulationen gibt es viele

Die andere Seite widerspricht all diesen Vermutungen und behauptet, dass Frauen in der Wirtschaft und hier vor allem in Führungspositionen einfach weiterhin massiv diskriminiert werden. Man(n) würde sie schlicht auflaufen lassen.

Gestützt wird diese Vermutung dadurch, dass Unternehmen die freien Posten mit externen Frauen besetzen, Frauen, die keine Netzwerke im Unternehmen haben, die die betriebsinternen Zusammenhänge erst kennen lernen müssen.

Kulturwandel in der Arbeitswelt

Die Einführung der Frauenquote ist eine Sache, doch was tatsächlich fehlt, ist das Umdenken in der Arbeitswelt, oder wie Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig es nennt, es muss einen Kulturwandel geben.

Erst im November 2014 hat sich die Bundesregierung auf eine Einführung der Frauenquote in Unternehmen geeinigt. Ab dem Jahr 2016 müssen 33% der Aufsichtsratspositionen von Frauen besetzt sein. So die aktuelle Regelung. Die Einführung der Quote ist nach wie vor heftig umstritten.

Hinzu kommt, dass eine Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte aufgezeigt hat, dass nur 29% aller jungen Deutschen überhaupt eine Führungsposition haben wollen. Ist das ganze Gezerre und Gestreite damit nicht für die viel zitierte Katz?

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