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Unternehmerinnen fordern Kurskorrektur von neuer Bundesregierung

Die deutschen Unternehmen begrüßen, dass nun endlich eine neue Bundesregierung gebildet werden kann. „Es ist gut, dass die monatelange Hängepartie ein Ende hat“, kommentierte die Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen die Zustimmung der SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag mit der Union, Stefanie Bschorr.
„Die Politik hat viel zu lange demonstriert, dass sie nicht wie ein Unternehmen agiert, in dem schnell notwendige Kursänderungen beschlossen und umgesetzt werden können. Nach den zähen Verhandlungen  kommt es nun darauf an, dass die neue Bundesregierung Unternehmen nicht behindert und die richtigen Weichen stellt“, betonte die Unternehmerin.

Kurskorrektur in Richtung Wirtschaftsorientierung

 Die Unternehmerinnen erwarten eine klare Kurskorrektur in Richtung Wirtschaftsorientierung. „In Zeiten unsicherer internationaler Rahmenbedingungen wie drohende Handelskriege und Brexit ist es umso wichtiger, richtig zu regieren“, unterstrich Bschorr. „Dazu gehören mehr Flexibilisierung und weniger Regulierung.“ So fordern die Unternehmerinnen elastischere gesetzliche Arbeitszeitregelungen, um im Einverständnis mit ihren Beschäftigten Ausnahmen von der elfstündigen Ruhezeit und variablere Arbeitseinteilung auf Basis einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit vereinbaren zu können. Die geplante Einschränkung der sachgrundlosen Befristung in der Privatwirtschaft lehnen die Unternehmen dagegen ab und wenden sich auch gegen die Einführung einer befristeten Teilzeit, die an der Realität in den Unternehmen völlig vorbeigehe. „Die Arbeitgeberinnen im VdU hindern niemanden an einer Rückkehr aus der Teilzeit, im Gegenteil: sie werben oft händeringend um eine Erhöhung der Arbeitszeit gerade unter ihren weiblichen Teilzeitbeschäftigen“, so Bschorr.
An dieser Stelle sei die Politik nicht mit neuen Regulierungsvorhaben gefordert, sondern mit klaren Verbesserungen vor allem der steuerlichen Erwerbsanreize für Frauen. „Nachdem der Koalitionsvertrag hier auf ganzer Linie enttäuscht, sollte jetzt die konkrete Regierungspolitik das Wachstumspotenzial der Frauen im Blick haben“, mahnte die Unternehmerin.
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