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VdU: Befristete Teilzeit kein Ausweg aus der Teilzeitfalle für Frauen

Die Präsidentin des Verbandes deutscher Unternehmerinnen, Stephanie Bschorr, erklärte zum Referentenentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, dass mit einer solchen Regelung die Betreuungssituation für Kinder keineswegs gelöst sei. „Statt Unternehmen einseitig zu belasten, sollte endlich für Kinder auch über das Kindergartenalter hinaus eine hochwertige und umfassende Betreuungsinfrastruktur gewährleistet sein“.
Die Unternehmen unterstützen heute bereits eine flexible und variable Arbeitskultur. Nun müsse der Staat seinen Verpflichtungen zu einer besseren Betreuung nachkommen, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.„Wir warnen davor, hier die Unternehmen einseitig in der Bringschuld zu sehen und mit zusätzlichen bürokratischen Vorgaben zu belasten“, betonte die Unternehmerin in Berlin.

Unternehmerisch realisierbar?

Teilzeitvereinbarungen und Rückkehrmöglichkeiten müssen unternehmerisch realisierbar sein und partnerschaftlich mit den Arbeitnehmern erarbeitet werden. Problematisch ist ein gesetzlich verankerter Anspruch auf befristete Teilzeit vor allem für kleinere und mittelständische Unternehmen mit einer dünneren Personaldecke. Bereits heute seien die diversen Teilzeitlösungen eine große Herausforderung für den Mittelstand und kleine Betriebe. „Die Hoffnung, dass ein solches Gesetz Frauen aus der Teilzeitfalle führt, ist so lange eine Illusion, wie für Kinder keine adäquate Betreuung sicher gestellt ist“, unterstrich Bschorr.
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