SHE works!

Darboven IDEE-Förderpreis-Gewinnerin: In Schönheit sterben? Ohne mich!

Sandra Herbst hat den dritten Platz des Darboven IDEE-Förderpreises gewonnen und startet jetzt durch.

Sie weiß sehr genau was sie will und vor allem was sie nicht will. Sandra Herbst ist eine der Gewinnerinnen des Darboven IDEE-Förderpreises 2015. Beworben hat sie sich mit ihrer innovativen Idee der HygieneApp, eine Software, die das Hygiene-Management in Lebensmittelbetrieben App-basiert mit Hilfe von Tablets ermöglicht.

Klingt technisch und ist es auch

In den letzten Jahren hat sich der Darboven IDEE-Förderpreis immer mehr auf innovative technische und wissenschaftliche Start-ups konzentriert. So wurde der zweite Platz an eine Wissenschaftlerin vergeben, die einen Kühlschrank entwickelt, der ohne Strom funktioniert.

Sandra Herbst ist eine aus 215 Bewerberinnen, die ihr Konzept einreichen durfte. Mit der Bewerbung bei Darboven war sich die 41jährige sicher, das Bauchgefühl stimmte von Anfang an, wie sie sagt. Die Spannung stieg, als nur noch 10 Bewerberinnen im Rennen waren und sich die Jury bei ihr meldete. Vor 14 Jury-Mitgliedern musste sie ihre Geschäftsidee dann noch einmal in einem Pitch präsentieren. „Ich war so nervös!“

Die Verleihung – Ein Wahnsinn

Die Stimmung bei der Verleihung vor Ort – ein Wahnsinn. Sandra Herbst ist begeistert und glücklich den dritten Platz gemacht zu haben, das Auftragsbuch ihres Unternehmens füllt sich seit Tagen. „Gegen die beiden Erstplatzierten zu verlieren, ist keine Schande, die haben tolle Ideen entwickelt.“
Die öffentliche Aufmerksamkeit, die sie mit diesem Preis bekomme hat, will sie für sich voll ausnutzen. Denn ihrer Meinung nach haben es Frauen vor allem in den Bereichen IT und Wissenschaft unglaublich schwer, wahrgenommen zu werden: „Ich denke, dass Männer das nicht wirklich gern sehen, dass Frauen ebenso stark und erfolgreich seien können. Es gibt immer noch ein ausgeprägtes Genderdenken.“ Und damit will sich die gebürtige Stuttgarterin nicht zufrieden geben.
So findet sie die Ausrichtung des Darboven IDEE-Förderpreises eine unglaublich wichtige Einrichtung: „Aber der Preis allein geht nicht weit genug!“. Nach Ansicht von Sandra Herbst geht nach der Preisverleihung die Arbeit erst los, denn jetzt gilt es Aufmerksamkeit zu schaffen. Und das geht nur, wenn man in der Lage ist, sich mit seiner Geschichte entsprechend am Markt zu positionieren.

Die HygieneApp

Gegründet hat Sandra Herbst ihr Unternehmen im Mai 2015. Heute, ein halbes Jahr später, beginnt ihr Unternehmen zu brummen: „Ich habe mir sechs Wochen für die Planung und Programmierung genommen und bin dann raus und habe mein Projekt in der Zielbranche vorgestellt. Da war noch nichts fertig. Aber das war mir egal.“
Ein Start-Up darf ihrer Meinung nach Fehler machen, wenn das Unternehmen erst perfekt aufgestellt ist, kann es sich keine gravierenden Fehler mehr erlauben. „Und hier liegt der Fehler, den Frauen häufig machen, sie planen und gestalten erst immer alles bis zum Ende und dann gehen sie damit raus, ohne zu wissen, ob ihr Produkt überhaupt Abnehmer findet. Ich nenne das „In Schönheit sterben“.

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