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Equal Care Day 2021: Welche Lehren ziehen wir aus der Krise?

Der Equal Care Day (1. rz 2021) nimmt die rsorge innerhalb von Familien in den Blick – und die Frage, wer genau sie schultert. In der Pandemie hat sich wieder gezeigt: Die Frauen tragen die Hauptlast. Und doch hat das Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) auch gute Nachrichten zur aktuellen Verteilung von Care-Arbeit.

Der Equal Care Day wirft – ähnlich dem Equal Pay Day – einen Blick auf die noch ungleiche Verteilung der Sorgearbeit unter den Geschlechtern im Hinblick auf Kinderbetreuung und Angehörigenpflege, die Zuwendung und die Versorgung und von anderen sowie die Hausarbeit.  In Deutschland ist Care-Arbeit weiblich konnotiert, ob professionell oder innerhalb von Familien. Vor allem in Haushalten, in denen Kinder leben, investieren Frauen doppelt so viel Zeit in Hausarbeit und Kinderbetreuung wie nner.
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Verfestigte Muster

Die Corona-Pandemie hat dies verdeutlicht: In den Lockdowns wurde der Bedarf an Care-Arbeit noch einmal verstärkt – und zumeist haben die Frauen dieses Mehr an Arbeit übernommen. Hierfühaben tter ufiger ihre Arbeitszeit reduziert als ter. Aber auch in Vollzeit erwerbstätige tter haben deutlich mehr Zeit in die Care-Arbeit investiert, als vollzeiterwerbstätige ter. „Da es aber auch schon vor der Krise in vielen Familien eher eine traditionelle, nicht egalitäre Arbeitsteilung gab, kann man nicht von einer Re-Traditionalisierung sprechen“, erläutert Corinna Schein, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) in nster. „Die Spezialisierung auf bestimmte tigkeiten, die vor der Krise innerhalb von Familien etabliert war, ändert sich nun nicht schlagartig. Aber es gibt Hoffnung, dass sich auf lange Sicht etwas verändert.“

Chancen ter

Das FFP hat dazu gute Nachrichten: Viele ter haben hrend der Pandemie deutlich mehr Zeit in die Care-Arbeit investiert als vor der Krise und in ca. einem nftel der Familien ist die Arbeitsteilung insgesamt egalitärer geworden (Quelle: Institut Demoskopie Allensbach/Prognos AG (2020): Umgang mit Corona Herausforderungen).Commerzbank Geschaeftskonto Gruender

Im ersten Lockdown wurde beispielsweise die Arbeitsteilung durch äere Faktoren wie Kurzarbeit und Systemrelevanz beeinflusst. Corinna Schein vermutet: „In Paarfamilien, in denen ein Elternteil einer Erwerbsarbeit nachging, die als systemrelevant erachtet wurde, wurde den Eltern hinsichtlich der Kinderbetreuung ufig die Entscheidung abgenommen – der systemrelevant beschäftigte Elternteil ging arbeiten, der andere war die Betreuung zuständig.“

In Deutschland waren 2020 ca. 34 Prozent der erwerbstätigen ter in systemrelevanten Berufen tig, bei den tter waren es mehr als 50 Prozent (Bujard et.al. (2020), Eltern während der Corona-Krise). Auch die Kurzarbeit, von der nner ufiger betroffen waren, sorgte dafür, dasssich der Einsatz bei der Kinderbetreuung durch ter vor allem im ersten Lockdown erhöhte. Corinna Schein: „Die Corona-Pandemie hat also eine Chance eröffnet. Denn Studien zum Elterngeld zeigen, dass auf Seiten der ter auch schon eine kurze Zeit, die diese intensiv mit ihrenKindern verbringen, ihr Engagement bei der Kinderbetreuung auf lange Sicht erhöhen kann.“

Potenziale aus der Krise

Jetzt gilt es, die entdeckten Potenziale zu nutzen“, lt Prof. Dr. Irene Gerlach, wissenschaftliche Leiterin des FFP und Mitautorin der Studie Väter in NRWfest. „ter haben in der Corona-Zeitwichtige Erfahrungen gemacht und Engagement bewiesen. Vor der Pandemie waren es vor allem ter mit hohem Bildungsgrad, die sich eine gerechte innerfamiliäre Arbeitsteilung stark gemacht haben. In der Krise scheint sich dieser Trend auch bei tern mit niedrigem und mittlerem formalem Bildungsstand durchzusetzen – wenn die Rahmenbedingungen es zulassen. Das sind Entwicklungen, die fortgeführt und unterstützt werden ssen.“

Zudem hat sich im Lockdown gezeigt, wie wichtig eine adäquate Betreuung durch Kitas und Schulen auf der einen und eine familienbewusste Personalpolitik auf der anderen Seite das Gleichgewicht von Familien ist. Professorin Gerlach: „Auch die kontinuierlich vorangetriebene ttererwerbstätigkeit hat sich bewährt. Es hat sich gezeigt, dass sich Paarfamilien breit aufstellen sollten. In der Krise hat auch die Erwerbstätigkeit von ttern dazu geführt, dass ndigungen und Kurzarbeit die Armut in den Familien bisher nicht übermäßig gesteigert haben.“
Das Fazit von Seiten des FFP: Familienpolitik und Wirtschaft haben in den letzten 15 Jahren vorgearbeitet: Die Investitionen in Kitaausbau, Elterngeld und eine familienbewusste Arbeitswelt haben sich in der Krise rentiert. All diese rderungen sind wichtige Bausteine eine zukunftsfeste, langfristige Absicherung von Familien. Ein weiterer wichtiger Baustein: die rderungeiner gleichberechtigten Verteilung von Care-Arbeit – Gleichgewicht bei der Aufteilung der Familienarbeit.

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