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Samt- oder Boxhandschuhe – was hilft Frauen am Weg nach Oben?

Für ihre aktuellen „Musterbrecherinnen-Studie“ haben die Experten von The Culture Institute und Womenizing über 40 Frauen in Spitzenpositionen befragt. Es zeigt sich, dass nur 16 % der befragten Frauen eine Gleichstellung der Geschlechter in Unternehmen erreicht sehen. Sie alle sind sich einig, dass Unternehmen mehr für die Förderung von Frauen tun müssen.

Die Studie macht zudem deutlich, dass weitverbreitete Praktiken, wie zum Beispiel gängige Diversity Programme oder standardisierte Mentorings, in die falsche Richtung gehen.

Leistungskultur statt Diversity Programm

Die Teilnehmerinnen haben basierend auf dem Business Culture Design Ansatz bewertet, was ihnen bei ihrer Karriere besonders geholfen hat.

Zwei Kulturmuster waren am Weg nach oben besonders wertvoll: ausgeprägte Leistungskulturen, in denen man sich über Resultate profilieren kann, sowie individuelles Mentoring. Dem gegenüber stehen die gängigen Diversity Programme, die typischerweise formal strukturierend und wenig leistungsorientiert sind.

Weibliche Ambidextrie – Frauen in Spitzenpositionen fördern eine gesunde Innovationskultur

Viele klassische, bislang erfolgreiche Unternehmen im DACH-Raum sind stark im Exploitation-Modus, also im Optimieren des Tagesgeschäfts und inkrementeller Innovationen. Was ihnen schwerfällt, ist Exploration, also das Erkunden und Ausprobieren des radikal Neuen.

Das Führungsmuster der befragten Frauen weist genau jene Qualitäten auf, nach denen viele Unternehmen suchen, um lähmende Muster in der Unternehmenskultur aufzubrechen: Visionen, Querdenken und Mut!
Wo ansetzen? Box- statt Samthandschuhe sind gefragt!
Es hilft nicht, systemische Benachteiligungen wie fehlende Kinderbetreuung oder unpassende Arbeitszeitmodelle pauschal durch gutgemeinte Programme auszugleichen. Benachteiligungen müssen individuell beseitigt werden. Erst dann kann es zu Spitzenleistungen und einem fairen Leistungsvergleich kommen. Dass eine solche Leistungskultur förderlich ist, darin sind sich die befragten Top-Managerinnen einig!
Es gilt daher, die Samthandschuhe beiseite zu legen, für faire Bedingungen zu sorgen und dann die Boxhandschuhe in den Ring zu werfen. Die notwendigen Investitionen dafür kommen nicht nur den Frauen zugute. Diese Frauen helfen den Unternehmen, jene Kulturmuster zu entwickeln, die sie für die Zukunft brauchen!

Über die Herausgeber:

The Culture Institute: Als Think-Tank und Beratungsunternehmen ist The Culture Institute aus Zürich/St. Gallen spezialisiert auf die Entwicklung von Unternehmenskultur. Der Gründer und Geschäftsführer Dr. Simon Sagmeister ist Autor des Bestsellers „BUSINESS CULTURE DESIGN“ und Urheber des „Culture Map“ Ansatzes. Sein Profil wurde durch unterschiedliche kulturelle Stationen geprägt: Von China über die USA bis Australien; als Experte bei Prof. Malik in St. Gallen, ebenso wie als Partner am Science House in New York. Heute kombiniert er akademisches Wissen mit praktischer Erfahrung aus der Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen im DACH-Raum. Das macht ihn zum gefragten Vordenker und Advisor rund um das Thema Unternehmenskultur.

Kontakt: simon.sagmeister@cultureinstitute.com, +41 78 713 3416, www.cultureinstitute.com

Womenizing: Die Organisation befasst sich im Rahmen ganzheitlicher Forschung seit Jahren mit den Herausforderungen von Frauen in Unternehmen. Das Beratungsunternehmen unterstützt Frauen in Karrierefragen und Unternehmen beim Thema Diversity.

Kontakt: info@womenizing.com, www.womenizing.com

Business Culture Design

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