Unternehmensnachfolge

Unternehmensnachfolge: Das Unternehmen ist wie ein Familienmitglied, es ist immer dabei

Isabelle Veser und ihre Mutter Anastasia Veser arbeiten gemeinsam im eigenen Unternehmen. In einigen Jahren möchte die Tochter den Betrieb von der Mutter übernehmen. Mit SHE works! sprach sie über das Vorgehen der Unternehmensnachfolge.

Frau Veser, Ihre Mutter hat Veser Real Estate gegründet, ein Unternehmen in der Baubranche. Sie planen, das Unternehmen zu übernehmen. War eine Unternehmensnachfolge bereits früher eine Idee?

Für mich war und ist es selbstverständlich, dass ich irgendwann das Unternehmen übernehmen werde. Letztendlich ist dieses Unternehmen wie ein Familienmitglied, das immer an meiner Seite sein wird und dafür möchte ich Verantwortung übernehmen.

Wie bereiten Sie und Ihre Mutter die Übernahmen vor?

Aktuell konzertiere ich mich auf eigene Projekte, aber dennoch begleite ich meine Mutter zu jeglichen Terminen, um zu lernen, wie alles genau abläuft.

Anastasia Veser hat Veser Real Estate GmbH gegründet. Foto privat

Wie ist es, wenn Mutter und Tochter zusammenarbeiten? Gibt es da Unstimmigkeiten oder läuft alles reibungslos?

Da wir ein gutes, freundschaftliches Verhältnis haben, gab es bisher keine Unstimmigkeiten. Ganz im Gegenteil, ich inspiriere sie sogar zu neuen Ideen und Plänen.

Ist eine Unternehmensnachfolge ein Karriereweg, den Sie uneingeschränkt empfehlen können?

Ja, definitiv. Diese Entscheidung sollte aber wohlüberlegt sein. Bevor man ein Unternehmen übernimmt, würde ich jedem empfehlen, auch für andere Unternehmen zu arbeiten oder ein eigenes Business sogar zu starten, um zu erfahren, was Verantwortung und Teamfähigkeit überhaupt bedeuten. Vor allem ist es wichtig zu erkennen, wie schwierig und anstrengend es sein kann, etwas aufzubauen. Viel Geduld und Disziplin sind wichtige Faktoren, die einem zu Erfolg verhelfen. Erst dann weiß man, was eine gute Geschäftsfrau ausmacht.

Vielen Dank für das Gespräch!

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