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Online-Steuerberatung: Wie Steuererklärungen ihren Schrecken verlieren

Beschränkt Steuerpflichtig? Einkommen aus selbstständigen und nichtselbstständigen Einkommen? Umsatzsteuer 19% oder 7%?  Anhang V, Anlage KAP – Steuererklärungen sind ein ziemlich deutscher und damit ziemlich undurchdringlicher Paragraphendschungel. Abhilfe schafft ein Steuerberater, der sich um alle Probleme und Fragen rund um die Steuer klärt. Viele scheuen allerdings den Gang ins Büro des Steuerberaters:  Wartezeiten bis ein Termin frei wird, dazu vielleicht noch der Gang mit den Unterlagen des letzten Jahres in einem Schuhkarton unter dem Arm. Das lässt sich im digitalen Zeitalter schnell umgehen. Steuerberater bieten ihre Dienste inzwischen auch als Online-Steuerberatung an, wie zum Beispiel auf dem Portal steuerberaten.de. Wem das zu kompliziert ist: übersichtlicher ist zum Beispiel felix1.de, nach eigenen Angaben die „einfachste Steuerberatung Deutschlands“. Immerhin  250 Steuerberater an mehr als 160 Standorten bundesweit kümmern sich hier um Mandanten. Die Wartezeiten dürften also dementsprechend deutlich kürzer ausfallen, als in der Ein- oder Zwei-Mann Kanzlei.

 

Wie sieht es mit der persönlichen Betreuung aus?

Grundsätzlich sind die meisten Steuerberatungsportale mit vielfältigen Kontaktmöglichkeiten ausgestattet. Standard sind E-Mail und Telefon. Dazu können Dienste wie Skype kommen. Für fast alle gilt: es gibt einen festen und persönlichen Betreuer für jeden Mandanten. Dieser bespricht alle Einzelheiten und kümmert sich dauerhaft um seinen Kunden. Im Grunde genau wie in der Kanzlei- nur eben online. Das hat unter anderem den Vorteil, dass steuerrelevante Dokumente, die vielleicht noch auf der Computerfestplatte liegen, sofort verfügbar sind – wer hat schon seinen Rechner mit im Büro eines Steuerberaters. Auch finanziell scheint das ein Modell zu sein, das Zukunft hat – einige Steuerberatungsgesellschaften arbeiten mittlerweile komplett online. Das spart zum einen dem Steuerberater Geld, weil er keine Räume und keine umständliche Verwaltung bezahlen muss- zum anderen schlägt sich das aber auch auf die Preise für die Mandanten nieder. Die kommen nämlich im Regelfall deutlich günstiger  weg. Der Aufwand ist im Übrigen auch nicht größer- die Unterlagen gehen ob mit oder ohne Schuhkarton per Post an das Online- Steuerbüro, welches die Dokumente dann selbständig digitalisiert. Alternativ geht meist auch per Fax oder gleich als E-Mail.

 

Keine große Interneterfahrung nötig

Hilfe zu Steuerthemen gibt es im Internet an vielen Stellen- bei den Portalen, die selbst als Online Steuerberater arbeiten, aber auch bei Lohnsteuerhilfevereinen wie steuercheck24.de. Eine Übersicht bietet das Portal steuerlinks.de.
Die direkteste online-Lösung hat übrigens der Staat selbst ins Netz gestellt, sie heißt „Elster“ – hier kann Jeder online seine Steuererklärung erstellen und ans Finanzamt übermitteln, dann allerdings ohne Beratung zu Formularen wie ESt1A, AVEÜR oder  der Anlage zur Begrenzung des Schuldzinsenabzugs.

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