Gründerinnen im Porträt

Karriere.mum: Mütter mit ihrem Onlinebusiness sichtbar machen

Jenny Schuster ist die Gründerin von Karriere.mum und selbst Mama einer wunderbaren Tochter. Sie unterstützt Frauen, insbesondere Mütter, beim Aufbau des eigenen Onlinebusiness und der damit verbundenen Sichtbarkeit.  

Was ist die Besonderheit Ihres Start-ups?

Durch meine Schwangerschaft habe ich das Vertrauen in die Konzernwelt verloren: Denn als ich aus der Elternzeit in meine Führungsposition zurückkehren wollte, musste ich erkennen, dass meine Karriere vorbei ist. Heute helfe ich Frauen, die das gleiche erlebt haben, sich ein Leben aufzubauen, das zu ihnen passt und das sie von Herzen leben und lieben. Meiner Meinung nach sollten Kinder nie das größte Hindernis, sondern der größte Motivator sein!

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?

Wir haben im ersten Jahr bereits über 500 Frauen beim Aufbau ihres Social-Media-Auftritts begleitet. Hierfür haben wir ein Membership kreiert und viele Kundinnen im 1:1 sowie in diversen Gruppenprogrammen ganz eng begleitet. Unser Umsatz kann sich sehen lassen und die Erfolge meiner Kundinnen sprechen für sich.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Ich habe HR- und Business Development studiert und 14 Jahre Berufserfahrung in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie in Konzernen gesammelt. Vor meiner Elternzeit war ich sieben Jahre in leitender Position eines großen Konzerns tätig. Nach meiner Schwangerschaft gründete ich Karriere.mum, um Frauen die Chance auf eine Zukunft mit einem Familienleben UND einer Karriere zu ermöglichen.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Die Idee zum eigenen Unternehmen entstand als ich aus der Elternzeit zurückkehren wollen. Es wurde schnell klar, dass dies anders aussehen würde als erhofft: Die neue Stelle umfasste weniger Stunden als angefragt, war keine Führungsposition mehr und bot mir keinerlei Entwicklungsmöglichkeiten. Dabei wollte ich immer mehr sein als „Mama“ und finanziell unabhängig bleiben. Ich nahm das Angebot dennoch an und fasste den Entschluss, mich nebenbei selbstständig zu machen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?

Mein Lebensgefährte gehört nach anfänglicher Skepsis zu meiner größten Stütze. Er hat heute die Technik und die Automatisierung von Abläufen fest im Griff, da er das notwendige IT-Know-How mitbringt. Für administrative Tätigkeiten arbeite ich mit Virtuelle Assistenzen zusammen.

Zudem habe ich Mentorinnen, die mich auf meinem Weg begleitet haben und noch immer begleiten. Anfangs war das zum Beispiel Elisabeth Kollmann-Jekel, heute habe ich Jackie Sharon Tamblyn an meiner Seite.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Neben der Technik ist das Zeitmangement meine größte Herausforderung. Es ist nicht immer leicht, Mama zu sein und den Aufbau eines Unternehmens zu meistern. Ich schaffe das, indem ich meine Aufgaben ganz klar plane und priorisiere, öfter auch mal „Nein“ sage und mir, wenn möglich, Unterstützung suche. Zudem war grade das Netzwerken zu Beginn eine Herausforderung, da ich plötzlich alleine im Home Office saß. Doch ein starkes Netzwerk ist Gold wert und mittlerweile habe ich mir dieses auch über digitale Kanäle aufgebaut.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam?

Mein Hauptkanal ist Instagram, den ich zu 99% nutze, sowie eine Facebook-Gruppe. Instagram ist für mich der beste Kanal, um schnell und unkompliziert mit den Menschen in Kontakt zu treten. Durch die verschiedenen Formate, vor allem Videos, kann ich mich authentisch und echt zeigen und eine Bindung zu meiner Community aufbauen. Das ist für mich viel wichtiger als beispielsweise eine Website mit statischen Informationen!

Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?

Das ist die Karriere.mum-Methode, die ich weitergebe und natürlich selbst für mich nutze. Dabei zeige ich Frauen, insbesondere Müttern, wie sie es schaffen, ein Online-Business aufzubauen, ohne sich im Social-Media-Dschungel zu verlaufen. Und vor allem ohne sich in der Technik, Perfektion und den Details zu verlieren, was gerade für Frauen oftmals die größte Herausforderung ist. Dabei ist es viel wichtiger, dass sie sie selbst anstatt vermeintlich perfekt sind.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?

Ich hatte und brauchte kein großes Startkapital. Alles, was ich zu Beginn hatte, war eine Idee und der unbändige Wille diese auf den Markt zu bringen um Frauen zu unterstützen sowie ein Smartphone, ein damals 10 Jahre altes Mc Book und einen Internetzugang,– und einen Instagram-Account.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?

Ich möchte noch mehr Frauen erreichen und dabei unterstützen, ihre Träume zu leben. Karriere.mum soll eine Bewegung und der Place-to-be sein, wenn es um simplen und profitablen Unternehmensaufbau geht. Ich wünsche mir mehr Frauen, die für ihre Träume und Visionen gehen und ein Leben führen, das sie lieben. Und das nicht TROTZ Familie, sondern für und gerade wegen der Familie.

Ihr Tipp: Was würden Sie anderen Gründerinnen empfehlen?

Mach es! Trau dich, rauszugehen und deine Vision in die Welt zu tragen. Du kannst alles sein und alles schaffen. Und wenn du das Gefühl hast, nicht weiterzukommen, dann such dir Unterstützung, die dich wirklich weiterbringt. Umgib dich mit Menschen, die schon da sind, wo du hin willst und lass dich nicht aufhalten.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

Hier geht es direkt zur Homepage von Karriere.mum.

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