Gründerinnen im Porträt

Kräuterkraft: fruchtiges smoo trifft erfrischendes tea

Das Ravensburger Start-up kräuterkraft wurde 2020 von Nadine Kösler-Krautz und Sebastian Merk gegründet. Gemeinsam wollen sie durchdachte Produkte kreieren, die eine natürlich gesunde Ernährung zu jeder Zeit und mit Genuss möglich machen. Das Produktportfolio des jungen Start-ups setzt sich derzeit aus den kräuterkraft smooteas® und dem passenden Zubehör zusammen. Nach erfolgreicher Durchführung der Crowdfunding-Kampagne, werden die Produkte zunächst sowohl über den eigenen Online-Shop als auch vereinzelt im regionalen Einzelhandel vertrieben

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?

Das Ziel von kräuterkraft ist, die Kraft der LEBENSmittel und Kräuter in durchdachten natürlichen Bio-Produkten zu vereinen, die in jeder Lebenssituation Kraft und Energie spenden. Das heißt im Detail: Wir wollen Geschmack & Gesundheit nachhaltig in qualitativ hochwertigen Produkten vereinen! Insbesondere, wenn man mal keine Zeit für gesundes Kochen oder Essen findet. Unser erstes Initialprodukt sind die smooteas®, die ich infolge meiner bisherigen Lebensgeschichte entwickelt habe. Die smooteas® können als komplett neue Produktkategorie verstanden werden, die die Welt der Smoothies, Teas, Superfoodpulver und Nahrungsergänzungsmittel auf natürliche und aromatische Art und Weise vereint.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Der Sinn für die Schaffung neuer kulinarischer Genüsse wurde durch meine Arbeit in der internationalen Hotellerie und Gastronomie geschärft. Sei es als Barchefin oder Assistant F&B Manager bei Robinson Clubs oder stellvertretende Restaurantleitung im Vier Jahreszeiten Kempinski München, das Thema Genuss und Ernährung hat mich beruflich wie privat schon immer begleitet und fasziniert. Dafür brenne ich! Vor allem dafür, Menschen mit meiner Begeisterung anzustecken.

 

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Mit Bekanntwerden meiner Schwangerschaft entschieden wir uns in die Heimat meines Mannes zu ziehen. Da ich nach der Elternzeit in der Region mit meinem Job-Profil leider keine passende Anstellung fand, besann ich mich zurück auf meine Leidenschaft: dem Food & Beverage in Form von Genuss und Gesundheit. Denn wie heißt es so schön: wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach Limo daraus. In meinem Fall waren es die smooteas®. Mein über die Jahre selbst angeeignetes Wissen als Hobby-Ernährungswissenschaftlerin sowie die Erfahrungen aus der Zeit im Food & Beverage bei ROBINSON und Kempinski sowie in der Unternehmensberatung warf ich in einen Topf. Et voilà, es entstand die Idee von kräuterkaft und den smooteas®, die ich bis jetzt verfolge und aus der nun mittlerweile schon mehr als nur eine Idee geworden ist.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?

Ich hatte auf meinem bisherigen Weg das Glück, wirklich auf jeder beruflichen Station großartige Mentoren zu treffen, die mich mit Ihrem Wissen auf unterschiedliche Art und Weise weitergebracht haben. Seit ich mich für den Weg der Gründung entschieden habe, habe ich aktiv nach Beratungen und Netzwerken gesucht, um Hilfe und Rat zu erhalten. Es gibt wirklich unglaublich viele Angebote, die nicht immer passend sind … aber wenn man den Dschungel einmal durchforstet hat, bieten sich großartige Gelegenheiten, sehr gute Beratungen in Anspruch zu nehmen. So eröffnete sich mir das unglaublich offene und dynamische Startup-Netzwerk, dass ich so vorher nicht kannte aber unglaublich wertschätze.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Die größte Herausforderung war und ist nach wie vor das Jonglieren der gefühlt tausend Bälle Business, Familie, Freunde, Haushalt und des eigenen Ichs – in Anbetracht dessen, dass der Tag ja nur 24 h hat! Die richtige Balance zu finden, um allen Parteien gerecht zu werden, ist wirklich sehr schwierig. Man muss viel ausprobieren, immer wieder aufs Neue. Es lässt sich ein wenig vergleichen mit der Budgetierungsphase eines Unternehmens: ein ständiges Kneten, bis man sich geeinigt hat und nach einer gewissen Zeit mit neuen Rahmenbedingungen geht es wieder von vorn los!

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam?

Derzeit läuft unsere Crowdfunding-Kampagne mit dem Ziel, endlich unsere erste Produktion anstoßen zu können. Für diese Kampagne rühren wir auf verschiedenen Wegen die Werbetrommel. Unser Ziel ist es, nachhaltig eine treue Community aufzubauen. Daher ist es mir wichtig, dass über alle möglichen Kommunikationskanäle Inhalte transportiert werden, die das Unternehmen und die Idee dahinter präsentieren. So werden aktuell jeden Tag Posts veröffentlich, die bspw. gesunde Ernährung, gesunde Rohstoffe, die Unternehmensphilosophie sowie unsere Produkte thematisieren aber auch das Thema Crowdfunding erklären. Aber auch offline ist bspw. Pressearbeit und das Netzwerken ein großer Bestandteil unserer Arbeit.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?

Seit der Produktidee über die kostenintensive Entwicklung des Produktes wurde bisher alles mit Erspartem geboot-strapped. Durch jedem bekannte Umstände, wurde im vergangenen Jahr alles etwas ausgebremst und verkompliziert, sodass unsere Reserven, mit denen wir die Erstproduktion anstoßen wollten, dahin schmolzen. Dadurch habe ich nach anderen Möglichkeiten gesucht und bin auch durch einen Anstoß meiner Schwester auf das Crowdfunding aufmerksam geworden. Gesagt getan, und nun läuft unsere Kampagne noch bis zum 11.04. auf der Plattform startnext, mit der wir durch die Unterstützung vieler fleißiger Unterstützer bei Erfolg die Erstproduktion anstoßen wollen.

 

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?

Was ich mir wirklich erträume ist, dass ich einen merklichen Beitrag zur gesunden Ernährungsaufklärung und einem nachhaltigeren Lebensstil leisten kann. Es gibt so viele Baustellen auf dieser Erde! Ich möchte aber für mich in ein paar Jahren sagen können, dass meine Arbeit und Leidenschaft etwas zur Verbesserung beitragen konnten und damit vielleicht sogar andere Menschen inspiriert wurden. Ich freue mich auf diese Reise!

Ihr Tipp: Was würden Sie anderen Gründerinnen empfehlen?

Oh, es gibt jetzt schon so unendlich viele Learnings, die ich gerne teile. Aber eines find ich ganz wichtig: Auch wenn noch nicht jedes Detail zu 100% perfekt ist, sollte man einfach mal machen! Denn der Weg ist oftmals das Ziel. Durch viele Kontakte, die sich auf dem Weg ergeben und das damit verbundenen Feedback schärft sich das Bild der Idee bzw. entwickelt sich das Produkt weiter, bis es zu dem wird, was es sein soll, um am Markt zu bestehen. Daher immer offen sein und Feedback einholen und Netzwerken, was das Zeug hält. Gerade in der jetzigen Zeit. Denn durch jeden neuen Kontakt eröffnen sich neue Horizonte, die die eigene Gedankenwelt weiterbringt.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

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