Gründerinnen im Porträt

N Robotics GmbH: Maßgeschneiderte Robotiklösungen für Industrie und akademische Einrichtungen

Elisa Czerski, Gründerin & CEO von N Robotics

Elisa Czerski ist die Gründerin und Geschäftsführerin von der N Robotics GmbH. N Robotics ist ein Mitte 2021 gegründetes full-stack Robotikunternehmen, das akademischen Einrichtungen und Industriepartnern maßgeschneiderte Robotiklösungen für ihre spezifischen Anwendungsanforderungen bietet. Die Idee hinter N Robotics ist es, einen fairen und guten Zugang zu High-End-Technologien und Robotern zu ermöglichen, damit jeder an der digitalen Transformation teilhaben kann. Im Mittelpunkt des Unternehmens stehen verantwortungsvolles Unternehmertum, gelebte Vielfalt und Inklusion sowie der höchste technische Standard.

Elisa Czerski ist außerdem Mitglied der SWANS Initiative.

Was ist die Besonderheit Ihres Start-ups?

Das Besondere an unserem Start-up ist der hohe Grad an Innovation und unsere Produktvielfalt, die das gesamte Ökosystem rund um Robotik umfasst. Diese resultiert aus unserem Anspruch High-Tech so zugänglich wie möglich zu machen, sodass jeder den digitalen Wandel aktiv mitgestalten kann. Von zentraler Bedeutung für uns ist zudem, dass wir als Industrieunternehmen sozial und ökologisch Verantwortung übernehmen, dahingehend andere sensibilisieren und selbst stetig an neuen Lösungen arbeiten.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?

Ich denke als beruflichen Erfolg würde ich alles werten, was einen tatsächlichen positiven Impact geleistet hat. Das können Entscheidungen im eigenen Unternehmen sein, Gespräche mit Mitarbeitern und Kunden, die wir zum Weiter- und Umdenken bewogen haben oder das Etablieren von neuen Produkten, die neue technische Entwicklung ermöglichen. Mein persönlicher Erfolg ist die Möglichkeit zu haben, zusammen mit einem tollen Team jeden Tag an meiner Vision zu arbeiten zu dürfen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang? / Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Bereits während der Schul-und Studienzeit war ich ehrenamtlich in den unterschiedlichsten Vereinen und Organisationen tätig, um nach meinem VWL und Jura Studium erste Erfahrungen in der Finanz- und Beratungswelt zu sammeln. Dort realisierte ich schnell, dass ich in einem großen Konzern nicht meine Visionen verfolgen und tatsächlich etwas bewegen konnte.
Daraufhin entschied ich mich noch ein Studium mit dem Fokus auf Wissenschafts- und Technikethik zu absolvieren, wobei ich meine Faszination für Robotik und KI entwickelte. Die Idee zu Gründen befand an diesem Punkt immer in meinem Hinterkopf, jedoch fehlt immer das letzte Quäntchen Mut, aber auch die richtige Unterstützung.

Nach meinem Master habe ich deswegen zunächst selbständig gearbeitet und die Initiative „Rethink Ethics & Tech“ gegründet. Dessen Ziel ist es einen neuen praktischen Ansatz für die Philosophie zu finden und diesen auf die die Frage anzuwenden, wie man die neuen Technologien entwickelt, gestaltet und schließlich nutzen kann, die der gesamten Gesellschaft zugutekommen. Nachdem ich durch diese Arbeit die unterschiedlichsten Menschen und Unternehmen kennenlernen durfte, habe ich mich schlussendlich dazu entschieden Mitte letzten Jahres eine GmbH zu gründen, bei der wir mittlerweile 15 Mitarbeiter beschäftigen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?

Ich habe mir über die letzten Jahre ein großes Netzwerk an Gründern und Gründerinnen aufgebaut, die mir jederzeit mir Rat und Tat bei Seite stehen. Der wichtigste war aber immer meine Familie, die mich bei allen neuen Ideen unterstützt und mich im richtigen Moment auch immer wieder bei zu viel Trubel auf den Boden zurückholt.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Die größte Herausforderung bei der Gründung ist für mich tatsächlich die Mitarbeiterführung. Wenn man sich frisch nach dem Studium in einer leitenden Rolle wiederfindet, dann fühlt man sich schnell ins kalte Wasser geworfen. Man wird unumgänglicher Weise viele falsche Entscheidungen treffen, weil die jahrelange Erfahrung fehlt. Weswegen es besonders wichtig ist, schnell aus diesen Fehlern zu lernen und die eigenen Fähigkeiten stetig zu hinterfragen und auszubauen.

Am Ende ist meine größte alltägliche Herausforderung, allen Mitarbeitern gleichermaßen gerecht zu werden und auf die individuellen Fähigkeiten und Charaktere richtig einzugehen. Mit dem Ziel ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich jeder wohlfühlt und selbst wachsen kann, ohne dabei die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens aus den Augen zu verlieren.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam?

Da wir uns an eine sehr spezielle Zielgruppe richten, ist der direkte Kontakt mit den Universitäten, sowie interessierten Unternehmen besonders wichtig. Die Präsenz auf Veranstaltungen, Konferenzen und Messen ist dabei für uns ebenso entscheidend wie die virtuelle Präsenz.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?

Ich würde mir wünschen mein gesammeltes Wissen über die Gründung und Aufbau eines Unternehmens eines Tages weiterzugeben zu können und insbesondere neue Gründerinnen bei der Gründung zu unterstützen.

Ihr Tipp: Was würden Sie anderen Gründerinnen empfehlen?

Ich würde neuen Gründerinnen empfehlen ein diverses Gründerteam hinsichtlich Erfahrungen und Fähigkeiten aufzustellen und sich ein breites Netzwerk aufzubauen.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

Hier geht es direkt zur Homepage von N Robotics: www.nrobotics.com

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