Wettbewerbe

„Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“: Mehr Gründerinnen braucht das Land!

Nur 15 Prozent macht in der deutschen Digitalwirtschaft der Anteil von Frauen am Gründungsgeschehen aus. Das möchte der „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) ändern und rückt mit dem Podcast FE.MALE FOUNDERS Gründerinnen und ihre digitalen Geschäftsideen in den Fokus. Zu Gast in der jetzt verfügbaren zweiten Folge zum Thema „Von der Wissenschaft zur Gründung“: Antje Venjakob, Mitgründerin des Start-ups Oculid und ehemalige Preisträgerin des Gründerwettbewerbs. Wer es ihr gleichtun und mit dem eigenen Start-up durchstarten möchte, kann sich noch bis zum 30. September 2019 für die laufende Runde des Gründerwettbewerbs bewerben.

Neugierde, Beharrlichkeit und einen gesunde Portion Mut sind unabdingbar, um aus der zündenden Idee ein erfolgreiches Unternehmen zu machen. Eigenschaften, über die Frauen genauso wie Männer verfügen. Dennoch gründen in Deutschland noch immer weniger Frauen als Männer ein Tech-Start-up. Antje Venjakob ist eine von den wenigen Frauen, die nicht nur den Schritt zum eigenen Start-up wagte, sondern auch vom Forschungslabor in die Geschäftswelt:

„Für mich und meinen Mitgründer war nach der Promotion schnell klar, dass eine Karriere in der Wissenschaft immer mehr Spezialisierung bedeutet und man ohne eigene Professur irgendwann sehr abhängig ist. Gleichzeitig haben wir in Industrieprojekten gesehen, welche starren Strukturen und langen Entscheidungswege es in vielen Unternehmen gibt. Also war ein klassischer Weg in der Mensch-Maschine-Forschung – von der Uni zum Großkonzern – auch nicht unser Ding. Der Impuls zur Gründung kam dann, als ein befreundeter Wissenschaftler gute Erfahrungen mit dem EXIST-Gründerstipendium gemacht hatte.“

Noch bis Ende September bewerben

Über ihre Erfahrungen als Gründerin und die Herausforderungen bei einer Unternehmensgründung aus der Wissenschaft heraus, berichtet sie in der zweiten Folge von FE.MALE FOUNDERS, dem Podcast des „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“:

„Bei den ersten Schritten hat uns das Gründungszentrum der Hochschule unterstützt. Gerade am Anfang hat man vor allem eine wissenschaftliche Brille auf. Frei nach dem Motto: Wenn das gut funktioniert, dann werden es auch Leute kaufen. Das Feedback des Gründungszentrums hat dabei geholfen, den Blick auf mögliche Zielmärkte und Geschäftsmodelle zu fokussieren.“

Venjakob gehörte 2018 zu den Gewinnerinnen des Gründerwettbewerbs, für dessen aktuelle Wettbewerbsrunde sich Gründungsteams noch bis Ende September bewerben können. Den Siegerinnen und Siegern winkt am Ende nicht nur ein attraktives Preisgeld, sondern auch umfangreiche ideelle Förderung in Form von Coaching, Beratung und Vernetzungsmöglichkeiten zu Kapitalgebern und etablierten Unternehmen. Ein besonderes Augenmerk gilt in dieser Runde innovativen Ideen aus der Gesundheitswirtschaft, für die zusätzlich zu den Haupt- und Anerkennungspreisen ein Sonderpreis vergeben wird.

Der Gründerwettbewerb ist als Ideenwettbewerb konzipiert und in zwei Phasen aufgeteilt: Für die erste Phase reichen die Bewerberinnen und Bewerber eine maximal fünfzehnseitige Ideenskizze ihres Vorhabens ein, die anschließend von der Expertenjury hinsichtlich ihrer Stärken und Schwächen bewertet wird. Alle Einreichungen der ersten Phase erhalten ein ausführliches schriftliches Feedback zur Gründungsidee und einer ersten Einschätzung darüber, ob die Ideen auf dem Markt durchsetzbar sind. Die Teams der besten 50 eingereichten Ideen haben dann in der zweiten Phase des Wettbewerbs die Möglichkeit, das erhaltene Feedback in ihr Konzept einzuarbeiten und erneut einzureichen. Alle Preisträgerinnen und Preisträger werden in einer öffentlichkeitswirksamen Preisverleihung – beispielsweise auf relevanten Branchenmesse wie der IFA – vom Bundeswirtschaftsministerium prämiert.

Die Bewerbungsfrist für die laufende Wettbewerbsrunde endet am 30. September um 18 Uhr. Interessierte können ihre Fragen zum Wettbewerb per E-Mail an info@gruenderwettbewerb.de oder telefonisch unter 030 310078-123 an das Gründerwettbewerb-Team richten.

Die ersten zwei Episoden des Podcasts FE.MALE FOUNDERS sind auf www.femalefounders.digital sowie iTunes, Spotify, Google Podcasts und vielen weiteren Podcast-Plattformen verfügbar. Feedback zum Podcast kann per E-Mail an podcast@femalefounders.digital an die Co-Moderatorin Kristina Peneva geschickt werden.

Über den „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen

Der „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“ ist ein Ideenwettbewerb, ausgerichtet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Jährlich finden zwei Wettbewerbsrunden statt, in deren Rahmen eine Jury mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft jeweils bis zu sechs Gründungsideen mit Hauptpreisen von je 32.000 Euro auszeichnet. Darüber hinaus erhalten bis zu fünfzehn weitere Gründungsideen je 7.000 Euro. Der aktuelle Sonderpreis „Gesundheit“ ist mit 10.000 Euro dotiert. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine schriftliche Einschätzung ihrer Gründungsidee sowie Coaching und Beratung.

Weitere Informationen zum Gründerwettbewerb unter www.gruenderwettbewerb.de.

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