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5 Jahre medien-sprechstunde

Wer sich über die digitale Medien und deren Nutzung informieren möchte, ist auf Antworten angewiesen. Nadja Bungard, mondpropaganda, und Andrea Rochlitz, YAND media, sind zwei der Medienprofis, denen die entsprechenden Fragen gestellt werden. Um den Kunden einen noch besseren Service bieten zu können, haben die beiden Geschäftsfrauen mit weiteren Medienprofis die medien-sprechstunde gegründet. SHE works! hat sich von Nadja Bungard erklären lassen, was die medien-sprechstunde anbietet und wer sie in Anspruch nehmen kann.

startbox-team Nadja Bungard und Andrea Rochlitz

startbox-team Nadja Bungard und Andrea Rochlitz

Frau Bungard, Sie haben vor 5 Jahren die medien-sprechstunde gegründet. Was genau ist die medien-sprechstunde?

Die medien-sprechstunde ist ein Netzwerk der startbox Unternehmensberatung. Wir informieren zu digitalen Themen. Es gibt inzwischen 10 Netzwerkpartner, die verschiedene Bereiche abdecken. Das reicht von SEO über IT- und Medienrecht bis hin zum Podcasten. Einmal im Monat gibt es uns offline mit einem Impulsvortrag sowie ausreichend Zeit für Fragen und zum Vernetzen. Die Veranstaltungen richten sich an Existenzgründer, Selbständige, klein- und mittelständische Unternehmer und auch Angestellte. Sie finden in kleinem Kreis kostenfrei an unterschiedlichen Orten in Berlin statt. Wer nicht dabei sein kann, findet uns online. Das ist neben der Blog- Website eine Facebook-Seite, ein Twitter-Account sowie eine XING-Gruppe. Die meisten der Präsentationen aus den Veranstaltungen gibt es außerdem auf slideshare.

Was war denn der Anlass, ein solches Netzwerk ins Leben zu rufen?

2010 haben meine Geschäftspartnerin Andrea Rochlitz, die Grafik- und Webdesignerin ist, ein Programmierer und ich zusammen Kunden betreut, die eine eigene Website wollten. Sie stellten uns immer wieder die gleichen Fragen. So kamen wir auf die Idee, eine Art Sprechstunde ins Leben zu rufen, bei der Kunden die Möglichkeit bekommen, alle Experten an einem Tisch zu treffen. Das heißt, ihre Fragen zu Konzept, Technik und Design wollten wir kompakt beantworten. Die medien-sprechstunde nutzen wir seitdem auch, um verschiedene Social-Media-Kanäle auszuprobieren.

Sie haben die medien-sprechstunde im Team gegründet. Was waren die Vorteile, die Gründung nicht allein zu stemmen?

Da die medien-sprechstunde kostenfrei ist, gibt es auch kein klassisches Geschäftsmodell. Sie ist mehr ein Marketinginstrument der Netzwerkpartner als eine echte Unternehmensgründung. Beim gemeinsamen Tun lernt man sich besser kennen, kann sich über Probleme austauschen und lernt selbst von den anderen immer dazu. Alle Netzwerkpartner haben die Möglichkeiten, ihre Expertise in einem Impulsvortrag vorzustellen und mit den Teilnehmern ins Gespräch zu kommen. Dabei ist die Veranstaltung offen für alle interessierten Referentinnen und Referenten, die gern zu einem digitalen Thema eine Veranstaltung machen wollen. Vorschläge gern an info@medien-sprechstunde schicken!

Gab es Probleme oder Hindernisse bei der Gründung?

Probleme gibt es immer, wenn man Veranstaltungen organisiert: Man muss einen Raum organisieren, Teilnehmer informieren, manchmal sagen Referenten ab oder Leute kommen nicht, obwohl sie angemeldet waren usw. Wir haben da einige Lernkurven hinter uns gebracht und haben sicher noch viele vor uns. Auch ist es schwierig, ein kostenfreies Netzwerk aufrecht zu erhalten, bei dem nicht 1:1 immer sichtbar ist, welchen Nutzen es bringt. Aber die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer, die gute Stimmung bei den Veranstaltungen und die eigene Horizonterweiterungen durch die unterschiedlichen Themen lassen uns weiter machen. Es sind natürlich auch schon echte Aufträge und Jobs vermittelt worden:-)

Wie sah es mit Unterstützung aus? Haben Sie auf Coaches oder Berater zurückgegriffen?

Nein, das haben wir gar nicht gemacht. Wir haben aber immer auf Tipps aus unserem Umfeld gehört. Mit den Netzwerkpartnern treffen wir uns 2 Mal pro Jahr neben den Veranstaltungen, um Verbesserungen zu besprechen. Wir kooperieren inzwischen auch bei anderen Projekten miteinander. In so einem Netzwerk lernt man sich ja kennen, es baut sich Vertrauen auf und man weiß, was der andere leisten kann. Das ist im Unternehmensalltag sehr hilfreich.

Ein Projekt auf die Beine zu stellen ist immer eine große Aufgabe. Was können Sie Gründerinnen mit auf den Weg der Gründung geben?

Zuerst sollte ein erkennbares Problem da sein, das man lösen möchte. Unerlässlich ist eine gehörige Portion Mut und Begeisterung für das eigene Projekt. Und dann sollte man auch immer mal einfach andere Leute um Hilfe bitten. Ich habe manchmal offene Türen eingerannt, beispielsweise, wenn es um die Nutzung von Räumen ging. Sehr wichtig finde ich, regelmäßig eine kritische Selbstreflexion einzubauen, um zu erkennen, was gut läuft und was man besser machen kann.

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1 Kommentar

  1. 20. März 2015 at 13:33

    Hallo Ihr Initiatorinnen,

    verschärften Glückwunsch zu 5 Jahren Mediensprechstunde!! Wenn Ihr sie nicht erfunden hättet, dann hätte es jemand anderes machen müssen! Schade, dass es das in HH nicht gibt!

    VG DWB

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