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Erfolgsfaktor Frauen in Unternehmen: Wie Unternehmen von Chancengleichheit profitieren können

Frauen stellen aufgrund ihres hohen Bildungsniveaus und ausgeprägten Soft-Skills ein enormes Potenzial für Fach- und Führungspositionen dar. Vor allem junge Frauen sind gut qualifiziert, leistungsstark und karriereorientiert. Sie drängen in Fach- und Führungspositionen und fordern Karrierechancen und Aufstiegsmöglichkeiten von Arbeitgebern. Wir haben vier Frauen in leitenden Funktionen bei GE HealthCare gefragt, wie sie gefördert oder gefordert werden und welche Kernkompetenzen wichtig sind.  

Frau Kutscher, Frau Hercher, Frau Schwarz, Frau Walser: Sie alle sind Frauen in Führungspositionen. Welche Kompetenzen helfen Ihnen bei der Führung Ihrer Teams/Abteilungen? 

Birgit Kutscher, General Manager GEHC Experience Design

Fachliche Erfahrung, Vertrauen, Empathie und Sozialkompetenz zählen für alle vier Frauen zu den Schlüsselfaktoren. „Darüber hinaus haben Aufbau und Pflege von professionellen Netzwerken einen hohen Stellenwert für den Karriereerfolg, weil sie den Zugang zu Mentoren und Karriereförderung mit hilfreichem Wissen, strategischen Ratschlägen und emotionaler Unterstützung bieten“, so Birgit Kutscher, General Manager GEHC Experience Design. Doch oft halten intrinsische Barrieren Frauen davon ab, soziale Beziehungen zu instrumentalisieren.  

Denn vor allem die Frauen sind es, die sich um das Wohl der Kunden, Kollegen und Mitarbeitende sorgen und Rücksicht nehmen. „Für mich ist es wichtig, dass mein Team den gesamten Kontext versteht, jedes einzelne Team-Mitglied nicht nur auf die eigenen Themen fokussiert und dennoch jeder den Freiraum hat, um sich nicht eingeschränkt zu fühlen“, so Sandra Walser, EMEA Women´s Health Ultrasound General Manager Freundliche, verbindliche, transparente Kommunikation ist hier gepaart mit der Erwartungshaltung, verstanden und akzeptiert zu werden, vor allem wenn es darum geht, unpopuläre Themen zu adressieren und durchzusetzen.  

Wie haben Sie sich diese Führungskompetenzen angeeignet? War es eher Learning by doing, gab es Trainings oder sind Sie langsam in die Führungsrolle reingewachsen?   

„Sowohl als auch. In meine Führungsaufgabe bin ich kontinuierlich reingewachsen, kombiniert mit wundervollen Leadership Trainings. Ich besuchte beispielsweise ein Management Development Course in New York, am Ende der Pandemie. Das war eine sehr intensive, herausfordernde und bereichernde Zeit mit vielen Facetten. Am Ende galt jedoch die eigene Umsetzung im Job. Das hieß für mich herauszufinden, was zu mir passt. Es gibt nicht den einen richtigen Führungsstil“, weiß Christine Hercher, Country HR Manager Deutschland, Österreich, Schweiz.  

Marion Schwarz, Marketing and Strategy Director Deutschland, Österreich, Schweiz

Zu einem großen und bedeutenden Teil zählt für Marion Schwarz auch das „Learning by doing“ zum Prozess, sich Führungskompetenzen anzueignen. „Neben spezifischen Fortbildungen ist es wichtig, Erfahrung zu sammeln.  Im Idealfall in verschiedenen Funktionen“, so Marion Schwarz, Marketing and Strategy Director Deutschland, Österreich, Schweiz, die damit zum Ausdruck bringt, dass es auch ohne Teamleitung durchaus möglich ist, Führungskompetenzen zu entwickeln, z.B. als Projektleiterin oder fachliche Spezialistin in einem bestimmten Bereich.  

In welchen Führungspositionen fehlt es weiterhin an Frauen? Warum ist aber eine weibliche Führung und damit der weibliche Blick gewinnbringend für ein Unternehmen?  

Frauen kommunizieren anders, zeigen für Mitarbeitende in schwierigen Situationen Verständnis und versuchen meist eine für alle befriedigende und tragfähige Lösung zu finden. Es ist die Mischung aus Analyse, Erfahrung und Bauchgefühl, die Frauen erfolgreich macht.  

„Erfolgversprechend sind jedoch vor allem diverse Teams“, unterstreicht Sandra Walser. „Gewinnbringend für Unternehmen ist Diversität – geschlechterübergreifend – und die Förderung junger Nachwuchskräfte. So wird der Mix vielfältiger, kreativer und leistungsfähiger“ fügt Christine Hercher hinzu.  

Was können Unternehmen tun, um Frauen zu fördern und Führungspositionen weiblich zu besetzen? Welche Rolle spielt hier die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?  

Für viele Frauen ist nach wie vor Familie und Beruf eine ständige Herausforderung. Pragmatismus ist für berufstätige Mütter daher essenziell. Gerade in dieser Phase können Unternehmen weibliche Führungskräfte aktiv unterstützen. Birgit Kutscher sieht hier vielfältige Möglichkeiten. Flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte zählen ebenso dazu wie unternehmenseigene Kinderbetreuungsangebote und Coachings.  

„Ich habe beispielsweise Zeiten im Kalender geblockt, in denen meine Kinder mich brauchen. Im Gegenzug bin ich bereit, wichtige Themen auch zu eher untypischen Zeiten außerhalb von 9to5 nachzuarbeiten“, fügt Marion Schwarz hinzu. Programme zur Förderung von Nachwuchstalenten, Frauennetzwerke sowie die gezielte Besetzung von Rollen und Positionen zählen beide Frauen zu ergänzenden Schlüsselfaktoren für Unternehmen, um Frauen zu fördern.  

Wie fördert GE HealthCare Frauen? 

Christine Hercher, Country HR Manager Deutschland, Österreich, Schweiz

„Das Entwicklungsprogramm „You own your development“ für Deutschland, Österreich und die Schweiz steht allen Mitarbeitenden offen, denn die Philosophie von GE HealthCare ist, dass jeder, unabhängig vom Vorgesetzten, sich seine Entwicklungsschwerpunkte aussuchen und denen nachgehen soll. Zudem hat GE HealthCare ein Austauschprogramm, dass dabei unterstützt, kommunikative Barrieren zwischen Männern und Frauen zu überbrücken. Geleitet von Katharina Holch und Johanna Phan lädt das Forum Frauen und Männer zu einem Austausch ein, der gegenseitiges Verständnis fördern, voneinander lernen unterstützen und somit Wachstum für das Unternehmen und jeden persönlich forcieren soll. Als global agierendes Unternehmen punktet GE HealthCare mit Leadership Programmen – über alle Ebenen hinweg – sowie diversen Teilzeit- und hybriden Arbeitszeitmodellen“, so Christine Hercher. Auch im Bereich Diversität gibt es Initiativen, allem voran am Standort Zipf, an dem 400 Mitarbeitende aus 23 Nationen im Bereich der Frauenheilkunde beschäftigt sind. Der Standort nimmt daher eine Sonderstellung im Gesamtunternehmen ein. Der Anteil der berufstätigen Frauen liegt bei 27 Prozent. Rund 30 Prozent davon sind in Teilzeitbeschäftigung.   

Was geben Sie Frauen mit auf den Weg? Was ist Ihr Geheimtipp für eine erfolgreiche Karriere?  

„Sei Dir Deiner Stärken bewusst. Arbeite an Dir. Andere kannst Du nicht ändern. Verfolge Deinen Lebensplan. Bau Dir tragfähige Netzwerke auf. Suche Dir Menschen, die Dich fördern und Dir gleichzeitig ein ehrliches Feedback geben“, so Christine Hercher.  Sich nicht entmutigen zu lassen und auf die eigenen Fähigkeiten, auch bei Rückschlägen, zu vertrauen, hält Marion Schwarz für wichtig. Zu Empathie und dennoch klaren Ansagen rät Birgit Kutscher. „Traut euch und seid proaktiv, auch wenn die Rolle im ersten Moment eine Schuhnummer zu groß ist. Lasst Euch nicht überholen und seid überzeugt von eurer eigenen Leistung“, schließt Sandra Walser. 

 

Am 8. März war der Internationale Frauentag. Seit über 100 Jahren wird dieser Tag zelebriert. Frauen weltweit setzen sich für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung ein. Auch GE HealthCare, als einer der weltweit führenden Innovatoren für Medizintechnik, pharmazeutische Diagnostik und digitale Lösungen, fördert Frauen in Führungspositionen und setzt sich seit mehr als 100 Jahren für Inklusion und Vielfalt ein. Vier Frauen gaben in unserem Gespräch dem Unternehmen zu Themen wie Bildung, Karriere und Beruf sowie die Vereinbarkeit von Job und Familie, für diese Bemühungen ein Gesicht. 

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