Finanzen

Wie steht es um Ihre Bonität?

Aus der Redaktion

Wer gründet oder ein Unternehmen leitet, der weiß, dass ein Kredit bei einer Bank oft zum Alltag dazugehört.

Doch wer einen Kredit möchte, muss zahlungsfähig sein. Denn nur wer ausreichend Bonität hat, bekommt auch Geld geliehen. Bei einer sogenannten Bonitätsprüfung prüfen Banken, Sparkassen und andere Kreditinstitute wie groß ist die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kunde seinen Kredit planmäßig zurückzahlt? Denn ein Kreditausfall kommt die Geldinstitute teuer zu stehen.

Einfach ausgedrückt: Je besser die eigene Bonität eingeschätzt wird, desto besser sind die Aussichten auf einen Kredit bei der Bank. Das Wort Bonität t geht auf das lateinische Wort „bonitas“ zurück, mit dem früher die Vortrefflichkeit und Zuverlässigkeit einer Person bezeichnet wurde. Heute wird Bonität gleichgesetzt mit der Kreditwürdigkeit oder Zahlungsfähigkeit einer Privatperson oder eines Unternehmens.

Neben den unternehmerischen Plänen kann ein Darlehen auch finanzielle Sicherheit bedeuten und neue Perspektiven schaffen.

Hier fünf Tipps was die Kreditwürdigkeit steigert:

Haben Sie regelmäßige Einkünfte?

Wer einen Kredit beantragt, ob privat oder beruflich, der muss eine Reihe von Angaben zur eigenen Person und zur wirtschaftlichen Situation machen. Mit diesen Daten arbeiten die Banken und Kreditinstitute dann aus, ob es sich bei dem/der Antragsteller*in um eine/n vertrauenswürdigen Vertragspartner*in handelt, sprich ob die Bonität stimmt. Wichtig sind hier die Einkünfte und Vermögenswerte.

Wie sieht es mit regelmäßigen Ausgaben aus?

Neben den Einkünften spielen natürlich auch die regelmäßigen Ausgaben eine Rolle. Die regelmäßigen Zahlungsverpflichtungen werden dann den Einkünften gegenübergestellt, um so die Bonität des/der Antragsteller*in einschätzen zu können. Hier geht es vor allem um die Höhe der monatlichen Fixkosten: Nur wenn nach Abzug der Ausgaben genügend Geld übrig ist, hat der/die Antragsteller*in die Möglichkeit, den Kredit fristgerecht zu tilgen.

Wenn also die wirtschaftliche Bonität des/der Antragssteller*in stimmt, ziehen Kreditinstitute im nächsten Schritt Informationen der Schufa und anderer Auskunfteien zurate. Diese Unternehmen sammeln Daten und stellen sie Kreditinstituten und weiteren Vertragspartnern zur Verfügung.

Die Wohngegend: Gegend ausschlaggebend für Kreditwürdigkeit

Kennen sie das sogenannte Geoscoring? Dabei beziehen Auskunfteien Informationen über die Wohngegend in die Berechnung der Kreditwürdigkeit ein, sprich je besser die Wohngegend ist in der ein*e Antragsteller*in lebt und wohnt, desto besser die Bewertung der Bonität. Eine Adresse in einem ärmeren Stadtteil kann also Einfluss auf die Bewertung haben.

Wie am besten nach einem Kredit fragen?

Hier kommt die bereits erwähnte Schufa ins Spiel. Die Schufa Holding AG ist eine privatwirtschaftliche deutsche Wirtschaftsauskunftei in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft mit dem Geschäftssitz in Wiesbaden. Sie erfasst bestehende Finanzierungen und gibt anderen Kreditinstituten Auskunft darüber, ob die Schuldner bereits vorhandene Kredite, Darlehen und Leasingverträge fristgerecht abbezahlen.

Ein Tipp für Kreditanfragen: Wer gleich bei mehreren Kreditinstituten und Banken Angebote einholt, der sollte darauf achten, dass keine „Anfrage Kredit“ dort steht, sondern nur eine „Anfrage Kreditkondition“ bei der Schufa gestellt wird. Eine Konditionsanfrage wird nicht eingetragen, beeinflusst die Bonität also nicht. Daten zur Kreditanfrage werden dagegen erfasst und erst zwölf Monate später gelöscht.

Und wie sieht es aus mit Ihrer Zahlungsmoral?

Alles was monatlich so aufläuft wie Handyrechnungen, Forderungen vom Onlinehändler, Möbelkauf auf Raten werden hier ebenfalls wichtig. Denn wer offene Forderungen nicht oder sogar zu spät bezahlt, wird schlechter bewertet. Prüfen Sie deshalb immer die Zahlungsfrist und achten Sie auf Fristen. Banken empfehlen deshalb: Sind Rechnungen inhaltlich falsch, sollte das direkt nach Erhalt angemerkt und notiert werden. Nur so dürfen diese offenen Forderungen nicht von der Schufa erfasst werden.

Einfluss auf die Bonität haben natürlich auch eidesstattliche Versicherungen, Haftanordnungen und laufende Inkassoverfahren. Selbst wenn die Forderungen vom Schuldner erfüllt werden, sind diese sogenannten Negativinformationen noch drei Jahre lang in den Auskunfteien vermerkt. Bei Privatinsolvenzverfahren ist erst zehn Jahre nach der Eröffnung kein Eintrag mehr vorhanden.

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