Gründerinnen im Porträt

BIRKHOVEN: Nachhaltige und maßgeschneiderte Kleidung

Laura Radermacher ist Nachfolgerin und Geschäftsführende Gesellschafterin von BIRKHOVEN Maßbekleidung. Das Unternehmen steht für handwerkliches Können, beste Materialien, persönliche Beratung und herausragenden Service. Ihr Sortiment deckt alles ab, was Mann braucht – für Business, festliche Anlässe und die Freizeit. Sie ziehen Männer nicht einfach nur an, sie schaffen individuelle Mode nach Maß.

Laura Radermacher hat sich für den Hessischen Gründerpreis 2022 beworben.

Was ist die Besonderheit Ihres Start-ups?

Die Besonderheit unseres Unternehmens liegt vor allem im Zusammenspiel meines Vaters und mir. Wir kombinieren jeden Tag aufs Neue Altes mit neuen Visionen und Ideen und lassen dabei beidem seine Daseinsberechtigung. Ich glaube daran, dass Neues viel besser entstehen kann, wenn die vorhandenen Wurzeln berücksichtigt werden. Nur durch tiefgreifende Wurzeln habe ich die Möglichkeit, vielen Impulsen und Ideen nachzugehen, die wieder Neues entstehen lassen. Das spüren nicht nur unsere Kund*innen und Lieferanten*innen, sondern auch unsere Franchisenehmer*innen. Seit meiner Übernahme 2019 konnten wir vier weitere Standorte eröffnen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?

Direkt im ersten Jahr meiner Übernahme habe ich das Unternehmen einem erfolgreichen Markenrebranding unterzogen – vom Firmennamen, über das Logo, bis hin zum Außenauftritt wurde alles Neu gemacht und trotzdem wurden die alten Werte berücksichtigt und beibehalten. Das Unternehmen hat einen modernen Look und einen professionellen Außenauftritt erhalten. Diese Veränderungen haben zu Umsatzsteigerung und zur Gewinnung von Franchisnehmer*innen und Kund*innen geführt. Darüber hinaus waren wir von 2019-2021 offizieller Ausstatter von Mainz 05.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?

Gestartet bin ich bei der Mainova AG als duale Studentin für den Geschäftskundenvertrieb. Nach fünf Jahren in einem Konzern, kam die Lust aktiv zu gestalten. So bin ich 2013 als duale Masterstudentin in den Familienbetrieb eingestiegen. 2019 habe ich das Unternehmen zu 100 % von meinem Vater übernommen.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Der größte Auslöser ins Familienunternehmen einzusteigen, war der Wunsch ein Unternehmen und Franchisesystem zu schaffen, bei dem sich Kund*innen und Franchisenehmer*innen wohl und gesehen fühlen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?

Eine große Unterstützung war vor allem mein Vater, der mir von Anfang an die Möglichkeit gegeben hat, meinen Platz im Unternehmen zu finden und viele Ideen einfach auszuprobieren, mir jedoch bei Bedarf immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Eine weitere große Bereicherung war mein Coach Dania, die mich seit 2018 bei meinem Weg als Nachfolgerin und Unternehmerin begleitet.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Die größte Herausforderung war die plötzliche Krankheit meines Vaters 2017 – völlig ungeplant konnte mein Vater mich 2017 nur sehr eingeschränkt unterstützen. Vom einem auf den anderen Tag habe ich alle Prozesse, Kundentermine, Absprache mit Banken und Lieferanten und die Führung von unseren Franchisenhemer*innen übernommen. Diese Situation hat aber auch gezeigt, wie viel Wissenstransfer in den fünf Jahren zuvor sattgefunden hat und wie stabil unser Netzwerk ist. Unsere Lieferant*innen, Schneider*innen, Kund*innen, Familie und Freunde haben mich in vielen Situationen unterstützt und mir den Alltag erleichtert.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam?

Die größte Bekanntheit bekommen wir durch Empfehlungen unserer Kund*innen. Darüber hinaus sind wir auf den bekannten Social Media Kanälen, wie Instagram, Facebook & TikTok vertreten und nutzen den WhatsApp Status, um unsere Kontakte auf neueste Angebote und Inspirationen aufmerksam zu machen.

Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?

Ein ehrliches und authentisches Produkt in Kombination mit Leidenschaft für den Beruf. Das merken unsere Kund*innen und daher wachsen jedes Jahr unser Kundenstamm und die Anzahl unserer Franchisenehmer*innen kontinuierlich weiter.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?

Ich habe meine Übernahme mit der regionalen Bank vor Ort umgesetzt – die Rheingauer Volksbank ist jahrelanger Partner des Unternehmens und hat mich in den Jahren der Übernahme, aber auch in den letzten Jahren mit viel persönlichen Engagement unterstützt.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?

BIRKHOVEN zu einer Marke zu machen, die deutschlandweit bekannt ist und viele Menschen mit unserem Franchisesystem in die Selbstständigkeit zu begleiten.

Ihr Tipp: Was würden Sie anderen Gründerinnen empfehlen?

Kenne deine Werte und Visionen, je klarer Du bist, je klarer wirst Du und Dein Unternehmen wahrgenommen.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

Hier geht es direkt zur Homepage von BIRKHOVEN: www.birkhoven.com

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