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Gütesiegel für das Gütesiegel: Fair Pay Zertifizierung erfüllt Anforderungen

Von FPI Lab

Der UNIVERSAL FAIR PAY CHECK ist vom Europäischen Markenamt als Uniongewährleistungsmarke anerkannt worden. Der Zertifizierungsprozess, mit dem das gemeinnützige Berliner Fair Pay Innovation Lab (FPI) seit 2021 Unternehmen weltweit für faire Bezahlung auszeichnet, erhält somit selbst von höchster Stelle ein Gütesiegel. Dies garantiert teilnehmenden Unternehmen die Qualität der weltweit einzigartigen Zertifizierung. Zusätzlich wurde ein Screening Board aus internationalen Experten und Expertinnen aus Kanada, Großbritannien, Island und Deutschland berufen, das über die Wirksamkeit der Auszeichnung wacht.

Seit dem Frühjahr 2021 zeichnet das FPI Unternehmen weltweit unabhängig von ihrer Größe, ihrem Standort oder der jeweiligen Gesetzgebung mit dem „UNIVERSAL FAIR PAY CHECK“ für faire Bezahlung aus. Im Zertifizierungsprozess werden vorhandene Lohnlücken identifiziert und nachhaltig geschlossen. Hauptursache für ungerechtfertigte Einkommensunterschiede ist die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, die im weltweiten Durchschnitt bei 23 Prozent liegt. Neben dem sogenannten Gender Pay Gap können auch demografische Merkmale wie das Alter, die Herkunft oder die sexuelle Orientierung Gründe für unfaire Bezahlung sein. Unter der Schirmherrschaft von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wurden bereits große wie auch kleinere Unternehmen wie die deutsche DAX-Versicherung Allianz Deutschland AG, der börsennotierte Duftstoffkonzern Symrise AG oder das zweitgrößte isländische Energieunternehmen Reykjavík Energy ausgezeichnet. Nun wurde die weltweit einzigartige Zertifizierung nach sorgfältiger Prüfung vom Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum (EUIPO) als Gewährleistungsmarke anerkannt. Damit erfüllt die Dienstleistung die höchsten Ansprüche an Neutralität, Prüfung, Überwachung und Transparenz.

Fair Pay Zertifizierung: klares Signal für Qualität

Die Anerkennung sieht Henrike von Platen, Gründerin und CEO des FPI, als klares Signal für die Qualität des von ihr gemeinsam mit internationalen Entgeltgleichheitsexpertinnen und -experten entwickelten Verfahrens: „Unsere Zertifizierung haben wir möglichst unkompliziert und schwellenlos gestaltet, aber von Anfang zugleich streng auf eine hohe Qualität der Auszeichnung geachtet“, erläutert von Platen. „Schließlich wollen wir kein Pink-Washing betreiben, sondern Stakeholdern, Investorinnen und Beschäftigten garantieren, dass die von uns ausgezeichneten Unternehmen auch wirklich fair bezahlen. Das Europäische Markenamt gewährleistet nun offiziell die Qualität unseres Verfahrens. Natürlich zertifizieren wir aber auch im Rest der Welt nach den gleichen strengen Kriterien wie in Europa.“

Unterstützt wurde die gemeinnützige GmbH von der Berliner Kanzlei dtb rechtsanwälte, denen es gelang, die derzeit wirksamste Zertifizierung für faire Bezahlung als Uniongewährleistungsmarke anzumelden. „Faire Bezahlung ist für unsere Kanzlei eine Frage des Respekts. Mit unserer Entscheidung einer markenrechtlichen pro bono-Beratung des UNIVERSAL FAIR PAY CHECK leisten wir auch einen Beitrag für Chancengleichheit in allen Betrieben“, begründet Dr. Pascal Decker, Rechtsanwalt und Partner bei dtb rechtsanwälte, das Engagement seiner Kanzlei. In Deutschland können Gewährleistungsmarken erst seit Januar 2019 eingetragen werden; um die Eigenschaften von Waren oder Dienstleistungen zu garantieren und die Marke als Gütesiegel mit garantierten Eigenschaften zu kennzeichnen. „Die Gewährleistungsmarke ist markenrechtliches Neuland. Viele Anmeldungen einer Dienstleistung als Gewährleistungsmarke scheitern. Mit der erfolgreichen Anmeldung des UNIVERSAL FAIR PAY CHECK wird dessen Qualität als Zertifikat bescheinigt“, so Decker.

„Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu fairer Bezahlung für alle“, ergänzt von Platen. „Geld ist der Schlüssel zur Chancengleichheit, für alle Menschen, egal, woher sie kommen, wen sie lieben oder woran sie glauben, ganz gleich, ob sie Kinder haben oder wie alt sie sind. Der UNIVERSAL FAIR PAY CHECK garantiert, dass ein Unternehmen gleiche Voraussetzungen für alle schafft.“

Ab sofort überwacht zudem ein neu berufenes Screening Board mit internationalen Expertinnen und Experten aus Deutschland, Kanada und Island die Qualität des Siegels. Das Auszeichnungsgremium prüft die Bewerbungen neuer Unternehmen, beobachtet die internationale Debatte zum Thema Fair Pay und beteiligt sich am Dialog. Zu den ersten Mitgliedern gehören die Entgeltgleichheitsbeauftragte der kanadischen Regierung Karen A. Jensen, der britische included Gründer und CEO Stephen Frost, die isländische PayAnalytics Gründerin und US-Professorin Margrét Bjarnadóttir sowie der deutsche Willis Towers Watson-Entgeltexperte Florian Frank. Das Screening Board wird alle zwei Jahre neu besetzt und wacht über die Einhaltung und Wirksamkeit der Zertifizierungsvorgaben.

Interessierte Unternehmen und Organisationen aus aller Welt können sich beim gemeinnützigen Berliner Fair Pay Innovation Lab zur Zertifizierung anmelden: www.universal-fair-pay-check.de

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