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Arbeiten im Ausland – Leben wie Heidi auf der Alm

Carmen Fries lebt in der Schweiz, weil es schon als Kind ihr Wunsch war. Nachdem ihre Tochter erwachsen wurde, hat sie sich diesen Traum erfüllt und arbeitet als Feelgood Managerin bei den Eidgenossen.

Frau Fries, Sie arbeiten im Ausland. Warum?

Liebe Frau Schäufele, vielen Dank für die Interviewanfrage. Ich freue mich sehr, anderen Menschen über meine Auslandserfahrung berichten zu dürfen und Mut zu machen. Das Arbeiten im Ausland ist mein wahrgewordener Traum. Ich habe mir schon lange gewünscht, die Welt reisend und arbeitend zu entdecken. In die Schweiz wollte ich bereits 2008 gehen, doch da passten die Lebensumstände noch nicht. Bis 2012 richtete sich mein Wohn- und Arbeitsort nach meinem Kind. Als meine erwachsene Tochter in ihr eigenes Leben startete, trat ich in einen neuen Lebensabschnitt ein. In Deutschland arbeitete ich zuletzt bei einer Zeitarbeitsfirma und mein Vertrag lief aus. Das machte mir die Entscheidung, Deutschland zu verlassen, leichter. In der Schweiz gefällt es mir sehr gut, ich bin nun schon im 4. Jahr hier und ein Ende ist nicht absehbar.

Sie arbeiten als Feelgood Managerin in der Schweiz. Wie kommt man denn zu so einem Unterfangen?

Genau genommen ist das Unterfangen mein Herzenswunsch. Ich arbeite international als Feelgood Managerin. Zum einen bin ich Assistentin der Geschäftsführung bei meinem Arbeitgeber in Bern und lasse dort Elemente des Feelgood Managements in meine tägliche Arbeit einfließen. Zum anderen baue ich mein eigenes Start-up auf: www.feelgood-at-office.com, eine Jobbörse und Online Academy für Feelgood ManagerInnen. Im vergangenen Jahr habe ich mich zur zertifizierten Feelgood Managerin und Corporate Happiness® Expertin weitergebildet und meine Berufung in der Glücksforschung speziell in der „Steigerung des Arbeitsglücks“ gefunden. Was ich schon immer tat – eine gute und gesunde Arbeits- und Unternehmenskultur fördern – hat jetzt einen konkreten Namen: Feelgood Management. Zum ersten Mal in meinem Leben baue ich eine eigene berufliche Existenz auf – Schritt für Schritt. Ist das nicht fantastisch?

Was war der Auslöser, dass Sie nicht in Deutschland arbeiten wollten?

Deutschland zu verlassen, hatte mit meiner persönlichen Geschichte zu tun. Es war mein innigster Wunsch in die Schweiz zu gehen, weil Schweiz 2mir die Schweizer als das glücklichste Volk Europas bekannt sind und ich das Geheimnis dahinter entdecken wollte. Ich wollte schon als Kind leben wie „Heidi auf der Alm“. Dazu gehört, fantastische Naturerlebnisse zu genießen und in einer wertschätzenden Atmosphäre zu arbeiten.

Gibt es etwas, was Sie aus Deutschland vermissen?

Meine Familie & Freunde, Mettbrötchen und den hessischen Dialekt.

Welche bürokratischen Hürden mussten Sie überwinden, um in der Schweiz berufstätig sein zu können?

Es waren ein Arbeitsvertrag und ein Wohnsitz notwendig, um eine Aufenthaltsbewilligung beantragen zu können. Bei den Formalitäten hat mir die Personalvermittlung, über die ich die Stelle fand, geholfen.

Was würden Sie Frauen mit auf den Weg geben, wenn die sich mit dem Gedanken tragen, ins Ausland zu gehen, um dort zu arbeiten?

Wie bei allen grundlegenden Entscheidungen, will eine Auswanderung gut überlegt sein. Ich würde es jederzeit wieder tun. Arbeiten und Leben im Ausland bringt die eigene Persönlichkeit in einem Maße weiter, wie es sich im eigenen Heimatland nicht so schnell und umfassend erreichen lässt. Die eigene Horizonterweiterung, in einem anderen Kulturkreis zu leben, ist selbst in einer ähnlichen Kultur wie der der Schweizer immens.

 Carmen Fries    Carmen Fries

ist die erste digitale Feelgood Managerin und Gründerin von feelgood@office®, einer Online Academy und Jobbörse für Feelgood ManagerInnen. Sie betreut mehrere Social Media Communities und hat ein weltweites Netzwerk im Bereich Feelgood Management aufgebaut. Sie ist auf die Steigerung von Arbeitsglück im Office-Umfeld spezialisiert. Ihre Veröffentlichungen „Glücklichere Assistentinnen fördern Unternehmensgewinne“ und „Wie die Assistentin als Feelgood Managerin zum Geheimtipp für gelungenes Diversity Management wird“ zeigen Chancen für den Assistenzberuf der Zukunft auf. „Ich bin zertifizierte Feelgood Managerin und Corporate Happiness® Expertin aus Leidenschaft. feelgood@office bedeutet für mich, dass ich in einem werteorientierten Umfeld arbeite. Ich gestalte es selbst aktiv, indem ich mir und anderen Achtsamkeit, Wertschätzung und Respekt entgegenbringe.

Durch meine positive innere Haltung finde ich zu mehr Lebensglück, das auf Werten der Positiven Psychologie basiert. Ich sehe, wie sich mit mir auch mein Umfeld verändert: mein Strahlen wird mir von der Welt gespiegelt.“

Weitere Informationen finden Sie auf www.feelgood-at-office.com

 

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