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Altersvorsorge und Zukunftsperspektiven für Frauen in der Landwirtschaft gefordert

Vom Deutschen LandFrauenverband e.V.

Altersvorsorge und Zukunftsperspektiven: Es sind zwei Themenbereiche, die die deutschsprachigen LandFrauen- und Bäuerinnenverbände beim diesjährigen Septembertreffen in Südtirol als zentral für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ansehen: die soziale Absicherung und die Planungssicherheit für landwirtschaftliche Betriebe.

„Jede Ehe endet entweder mit Scheidung oder Tod – da muss ich mir klarmachen, wo stehe ich dann finanziell, wie sichere ich mein Auskommen im Fall der Fälle“, umreißt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper die Problematik. „Wir haben wissenschaftlich bewiesen, dass Frauen nur unzureichend abgesichert sind. Das muss sich ändern, besser heute als morgen.“

Beim Vier-Länder-Treffen in Südtirol verabschiedeten die Teilnehmerinnen eine Resolution, die die Möglichkeiten für eine bessere soziale Absicherung aufzeigt:  Es gelte, die eigene Finanzbildung in Angriff zu nehmen und die private Vorsorge nicht aufzuschieben. Auch die Politik muss die Zivilgesellschaft frühzeitig zu Altersvorsorge sensibilisieren, soziale Absicherung muss als Thema in die Lehrpläne in Fach- und Hochschulen sowie in die weiterführenden Schulen integriert werden. Für unabdingbar erachten die Teilnehmerinnen die jährliche Renteninformation an die Versicherten sowie den Ausbau und Sichtbarmachung unabhängiger Beratungsangebote für Alterssicherung.

„Nichts ist hemmender als Unsicherheit“, mahnt Petra Bentkämper. „Mit einer Sicherheit in Bezug auf Planung und Zukunftsperspektive des eigenen Betriebes, ließe sich so vieles erreichen. Die Verantwortung liegt jetzt auf Seiten der Politik,“ so die deutsche LandFrauen-Präsidentin.

Die Bäuerinnen- und Landfrauenverbände aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol vertreten rund 646.000 Bäuerinnen und Landfrauen. Die Präsidentinnen und Geschäftsführerinnen dieser Verbände trafen sich zum jährlichen Wissens- und Erfahrungsaustausch. Das diesjährige Treffen zum Thema „Arbeitsplatz Bauernhof“ fand vom 9. – 11. September 2023 in Südtirol statt

Die Präsidentinnen der deutschsprachigen Bäuerinnen- und LandFrauenverbände sind:

  • Petra Bentkämper, Präsidentin Deutscher LandFrauenverband (dlv)
  • Irene Neumann-Hartberger, Vorsitzende ARGE österreichische Bäuerinnen
  • Anne Challandes, Präsidentin Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband
  • Antonia Egger, Landesbäuerin Südtiroler Bäuerinnenorganisation

Aktiv für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum: Über den Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv)

Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist der bundesweit größte Verband für Frauen, die auf dem Land leben, und deren Familien. Ziel ist, die Lebensqualität, die Arbeitsbedingungen und die gesellschaftliche Teilhabe im ländlichen Raum zu verbessern. Der dlv vertritt die politischen Interessen von 450.000 Frauen in ländlichen Regionen und den Berufsstand der Bäuerinnen. 12.000 Ortsvereine und 22 Landesverbände bilden zusammen ein aktives Netzwerk. Der Verband nutzt seine gesellschaftliche Kraft, um die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situation von Frauen zu verbessern. Präsidentin ist Petra Bentkämper.

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