Finanzen

Madame Moneypenny: Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können

Aus der Redaktion

Leider sind Finanzen in vielen Familien und Partnerschaften noch immer Männersache. Väter und männliche Partner sind meist diejenigen, die sich mit Aktien, Versicherungen und Wertanlagen beschäftigen und letztendlich die finanziellen Entscheidungen treffen. Einer Studie nach übernehmen vor allem verheiratete Frauen selten die Verantwortung für ihre finanziellen Entscheidungen. Warum ist das so? Haben Männer etwa aus biologischer Sicht ein Gehirn, welches besser für diese Aufgaben geeignet ist? Keinesfalls! Es gibt tatsächlich nichts, was dafür spricht, dass Frauen sich nicht auch mit ihrem Geld beschäftigen und es selbstbestimmt verwalten sollten. Natascha Wegelin alias Madame Moneypenny geht in ihrem Buch darauf ein, warum das heutzutage so wichtig ist – und wie man am besten damit anfangen kann.

Frauen und Finanzen – finanzielle Selbstständigkeit

Die Autorin  geht genauer auf die finanzielle Situation ein, in der sich viele Frauen befinden. Und die ist, wie sie in ihrem Werk beschreibt, prekärer als oft angenommen. „Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können“ gibt einen tiefen Einblick in die finanziellen Nöte, die Frauen häufig im Alter erleiden. So beschäftigt sich ein Großteil der Frauen gar nicht mit dem Thema Altersvorsorge. Ein großer Fehler, wenn man bedenkt, dass das Rentengefälle zwischen Mann und Frau in kaum einem Land so groß ist wie in Deutschland.

Ein Grund dafür ist, dass Frauen noch immer häufig wegen der Kindererziehung länger aus dem Berufsleben ausscheiden oder in Teilzeit arbeiten. In der Folge kann es passieren, dass sie im Alter finanziell von ihrem Partner abhängig sind. Sie bleiben dann möglicherweise in der unbefriedigenden Beziehung, weil andernfalls schlichtweg die Armut droht. Selbst wenn eine Beziehung stabil und sicher erscheint, sollten Frauen sich also finanziell niemals abhängig machen. Finanziell selbstständig zu sein, macht hingegen auch emotional freier und ermöglicht es, wichtige Lebensentscheidungen unabhängig und selbstbestimmt zu treffen.

Das Thema erschlägt mich: Wie fange ich an?

Der Alltag ist hektisch, es gibt tausend Dinge zu erledigen und zu lernen – wie soll man da noch die Zeit finden, um sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen? Die Antwort ist einfach: Schritt für Schritt. Niemand wird innerhalb von einer Woche das Finanzsystem verstehen. Doch auch kleine Schritte zeigen, wenn sie über einen längeren Zeitraum gegangen sind, eine große Wirkung. Das Gleiche gilt schließlich auch fürs Sparen: Auch wer jeden Tag nur ein wenig Geld zurücklegt, wird über einen längeren Zeitraum etwas angesammelt haben. Wichtig ist es daher, so die Autorin, sich die finanzielle Bildung zu einer Art Routine zu machen. Fange dafür klein an, zum Beispiel mit den folgenden Dingen:

  • Lege regelmäßig etwas Geld zur Seite.
  • Schaffe dir ein Haushaltsbuch an, in dem du deine Ausgaben notierst.
  • Überlege dir, wo du unkompliziert noch etwas Geld sparen könntest, ohne groß auf etwas zu verzichten.
  • Höre einmal pro Woche einen Podcast zum Thema Finanzen an.
  • Lese einmal im Monat ein Buch zum Thema Finanzen.
  • Überprüfe regelmäßig deine Konto-Bewegungen.
  • Setze dir finanzielle Ziele, die dich motivieren und auf die du hinarbeitest.
  • Entscheide dich für eine sichere Anlagemöglichkeit wie Festgeldkonten oder ETFs.

Es kommt dabei nicht darauf an, sofort alles zu wissen und zu durchschauen. Lass dein Wissen Stück für Stück wachsen, bleibe am Ball und verfolge deine Erfolge. Finanzielle Bildung lässt sich definitiv in den Alltag integrieren und kann dein Leben nachhaltig verändern.

Vorsicht bei Versicherungsberatern

Es gibt heutzutage eine Vielzahl an BeraterInnen, die einem vermeintlich lukrative Finanzprodukte und Versicherungen verkaufen wollen. Vor diesen warnt Natascha Wegelin allerdings ausdrücklich. Das Problem dabei ist nämlich, dass auch diese BeraterInnen oft Verträge mit den jeweiligen Finanzdienstleistern haben und eine Provision erhalten, wenn du dich für deren Finanzprodukt entscheidest. Das muss natürlich nicht bedeuten, dass es ihnen nur darum geht, mit dir Geld zu verdienen. Viele BeraterInnen haben sicherlich auch die Absicht, dir mit deinen Finanzen ehrlich weiterzuhelfen. Dennoch ist es für sie schwer, unvoreingenommen zu beraten, wenn sie den eigenen finanziellen Vorteil im Hinterkopf haben.

Besser ist es also, eine unabhängige Honorarberatung hinzuzuziehen. Diese muss man zwar aus der eigenen Tasche bezahlen. Dafür kann man sicher sein, dass die Person nicht an deinen Verträgen verdient, da ihre Beratungszeit mit dir auch allein durch dich finanziert wird. Gleichzeitig ist es besser, auch selbst ein gewisses finanzielles Grundwissen aufzubauen. Eine Beratung kann zwar eine hilfreiche Ergänzung sein – die Verantwortung über deine Finanzen übernimmst du aber immer allein.

Zu bestellen auf medimops unter: https://www.medimops.de/natascha-wegelin-madame-moneypenny-wie-frauen-ihre-finanzen-selbst-in-die-hand-nehmen-koennen-taschenbuch-M03499633744.html.

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