Finanzen

Vermögenswirksame Leistungen für Frauen in Führungspositionen

Aus der Redaktion

Karriere machen und gutes Geld verdienen? Diese Traumvorstellung geht für manche Frauen früher oder später in Erfüllung. Wenn der Job dabei noch Spaß macht und sich gut mit dem Privatleben vereinbaren lässt, wird dieser elementare Bestandteil des Lebens sehr geschätzt. Jedoch bringen ein gutes Gehalt und ein damit verbundener höherer Lebensstandard auch einige Pflichten mit sich – wie zum Beispiel die Absicherung des Einkommens über das Erwerbsleben hinaus.

Diese Themen rund um Vermögensaufbau und Altersvorsorge sollten keinesfalls vernachlässigt werden. Die Bereiche sind zwar für viele Menschen nicht besonders spannend, aber dafür umso wichtiger.

Einkommen im Alter: Trotz Führungsposition nicht gesichert

Immer wieder werden Statistiken vorgestellt, denen zufolge vor allem Frauen leicht finanzielle Schwierigkeiten im Alter bekommen können – das gilt auch (und vielleicht ganz besonders) für Frauen in Führungspositionen.

Denn sobald das Erwerbsleben endet, fällt das hohe Gehalt weg und eine wahrscheinlich niedrige Rente nimmt ihren Platz ein. Der Lebensstandard soll jedoch möglichst erhalten bleiben, um sich nicht einschränken zu müssen.

Um diese Lücke zu schließen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: allen voran die private Altersvorsorge. Was viele nicht wissen: Dazu bietet sich vor allem „geschenktes Geld vom Arbeitgeber“ an – dass es so etwas gibt, ist für viele neu und nennt sich „vermögenswirksame Leistungen“.

Vermögenswirksame Leistungen nutzen: mit Fonds, ETFs & mehr

Das Verbraucherportal finanztip.de beschreibt vermögenswirksame Leistungen wie folgt:

„Vermögenswirksame Leistungen, auch bekannt als VL oder VwL, sollen Arbeitnehmern dabei helfen, Vermögen aufzubauen. Dazu können Arbeitnehmer, Auszubildende, Beamte, Richter oder Soldaten vom Arbeitgeber bis zu 40 Euro im Monat erhalten. Die vermögenswirksamen Leistungen sind freiwillige Leistungen des Arbeitgebers, die aber für viele Berufe im Tarifvertrag garantiert werden.“

Diese Leistungen können im Rahmen des sogenannten „VL-Sparens“ in verschiedene Möglichkeiten angelegt werden. Viele Anleger nutzen für die Geldanlage heutzutage Banken und Broker wie Trade Republic, Scalable Capital, ING DiBa, DKB, Smartbroker und weitere. Die meisten davon bieten jedoch kein VL-Sparen an.

Dazu zwei Beispiele: Es lassen sich keine vermögenswirksamen Leistungen über Trade Republic anlegen. Auch VL-Sparen über DKB ist nicht möglich – weder ETFs oder Fonds, noch mit anderen Produkten.

Wer gerne Wertpapiere und vermögenswirksame Leistungen kombinieren möchte, hat dabei nur einige wenige Anbieter zur Auswahl und kann nicht auf klassische Banken und Broker zurückgreifen.

VL-Sparen einrichten ist nicht schwierig

Die Vorgehensweise zur Einrichtung eines VL-Sparplans ist dabei recht einfach zu erklären: Zunächst wird ein Anbieter für die Anlage von vermögenswirksamen Leistungen ausgewählt. Anschließend erhält der Anleger von diesem Anbieter eine Bescheinigung über die Anlage der vermögenswirksamen Leistungen.

Darauf sind zum Beispiel die Bankdaten des Anbieters enthalten, sodass der Arbeitgeber die Leistungen für das VL-Sparen regelmäßig dorthin überweisen kann.

Diese Bescheinigung wird anschließend dem Arbeitgeber übergeben, damit dieser informiert ist und die Zahlungen leisten kann. Die eingegangenen Zahlungen werden dann automatisch vom VL-Anbieter wie vereinbart angelegt.

Fazit: Frühzeitig aktiv werden lohnt sich – auch für Frauen mit gutem Einkommen

Wer den Lebensstandard im Alter beibehalten möchte, sollte sich finanziell gut für die Zukunft aufstellen. Eine Vorsorge sollte immer aus mehreren Bausteinen bestehen, um mögliche Risiken zu senken.

Als interessanter Baustein bietet sich sogenannten VL-Sparen an, welches über ausgewählte Banken, Broker und andere Anbieter möglich ist. Wer sich attraktive Renditen erhofft, kann dabei die VL in ETFs oder Fonds investieren. Wer mehr auf Sicherheit bedacht ist, kann sich an Banksparpläne oder Bausparverträge halten. Egal, welche Möglichkeit letzten Endes gewählt wird: Vermögenswirksame Leistungen können sogar Spaß machen. Denn wer verzichtet schon gerne auf „geschenktes Geld“?

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