Gründen

Existenzgründung ist wie Kochen ohne Rezept

Die Idee ist da und man weiß auch, wie es am Ende aussehen und „schmecken“ soll – aber ein Rezept gibt es nicht, zumindest kein allgemein gültiges. Aber deswegen immer nur Spaghetti Bolognese kochen? Nur weil ich es kann? – NEIN! Manchmal muss es einfach mal was anderes sein. Eine Studie besagt, „Neun-Ender“ denken häufiger über den Lebenssinn nach und neigen zu extremen Veränderungen (mehr dazu auf Spiegel Online). Da könnte was dran sein. Denn auch bei mir wird in diesem Jahr eine Null an die Tür klopfen (und die vier auch). Und ich finde, die Zeit ist reif für den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit.

Zwei Köchinnen verschönern den Brei

Seit ich den Entschluss zur Existenzgründung gefasst habe, könnte mein Tag gut und gern 48 Stunden haben. Nicht nur weil viel zu tun ist, sondern weil alles so aufregend ist und die Arbeit Spass macht. Ich habe dazu noch das Glück, dass ich doppelt Spass habe, denn ich gründe nicht allein, sondern mit Carolin, die hier auch ihr Tagebuch schreibt. Und ich glaube zu zweit ist es doppelt schön – man kann sich Sorgen teilen und über Erfolge gemeinsam freuen. Natürlich muss die Chemie stimmen. Ich wage zu behaupten: sie stimmt. Wir haben uns vor 8 Jahren beim gleichen Arbeitgeber kurz kennengelernt und wieder aus den Augen verloren. 6 Jahre später arbeiteten wir wieder als Team, als hätten wir nie etwas anderes gemacht. Und nun arbeiten wir für unser eigenes Projekt – wir kochen unser eigenes Süppchen. Oder besser: ein mehrgängiges Menü!

Warum gibt es keinen Jamie Oliver für Gründerinnen?

Wer kochen lernen will, sollte das Buch jetzt kaufen!

Wir lieben Kochbücher von Jamie Oliver. Die Rezepte sind einfach und raffiniert zugleich. Und sie sind so konzipiert, dass man variieren und abweichen kann. So etwas hätten wir auch gern für unsere Existenzgründung. Aber für Gründungen gibt es kein Rezept. Man muss machen, probieren, nachwürzen (und manchmal auch wegkippen und neu anfangen).

Wir hatten eine Idee. Daraus entstand ein Name, für den wir sofort die Webseite anmeldeten. Dann hatten wir ein Logo und einen riesigen Stapel Visitenkarten und damit besuchten wir unseren ersten Kongress. Wir erzählten unsere Idee und bekamen durchweg motivierendes Feedback und gingen mit der ersten abgeschlossenen Kooperation nach Hause. Der zweite Kongress vier Wochen später war inhaltlich nicht so ergiebig, brachte aber trotzdem neue Kontakte und für uns produktive Arbeitszeit in einem Hotelzimmer in Berlin. Mittlerweile sind wir online und vernetzen uns und treiben SHEworks! in Richtung Erfolg.

Was wir immer noch nicht haben ist eine Finanzierung. Aber es köchelt schon vor sich hin. Wir würzen jetzt noch nach und nächste Woche geht es in der Menüfolge mit dem Geld-Carpaccio weiter.

 

Carolin Schäufele und Katja Brößling von SHE works!
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