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Auftaktveranstaltung in Mittelhessen: Unternehmensnachfolge für Frauen

In den nächsten fünf Jahren stehen mehr als 600.000 Unternehmen in Deutschland zum Generationswechsel bereit. Gerade für gut qualifizierte Frauen mit Interesse an Unternehmensführung bietet sich hier die Chance, als Nachfolgerin direkt im Chefinnen-Sessel Platz zu nehmen und ein bestehendes Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Seit dem Start des jumpp-Projekts „AUF – mobile Akademie Unternehmensnachfolge für Frauen“ wurden mehr als 90 Teilnehmerinnen in Bezug auf Themen wie Positionierung, Leadership und Finanzierung qualifiziert. Für Nachfolge suchende Unternehmen boten die flankierenden Praxistalks in ausgewählten Unternehmen vor Ort Gelegenheit zum Austausch mit Expertinnen und Expertinnen sowie Gleichgesinnten.

Für Nachfolge-Interessierte aus Mittelhessen bietet nun die regionale Auftaktveranstaltung am 3. März 2022 von 14:00 bis 16:15 Uhr einen Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie Vorbilder der Unternehmensnachfolge und gibt Auskunft über das Modellprojekt. Das Event findet hybrid in den Räumen der IHK Gießen-Friedberg statt, die die Veranstaltung als Kooperationspartner unterstützt und mitgestaltet.

„Immer wieder hören wir, dass die Nachfolgesuche sehr schwierig ist“, erklärt Andrea Bette, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin Existenzgründung und Unternehmensförderung, IHK Gießen-Friedberg. „Diese Veranstaltung ist eine wertvolle Hilfe, um das große Potenzial der weiblichen Gründerinnen anzusprechen.“ Auf dem Programm steht ein Mix aus Impulsvortrag, Interviews mit Unternehmerinnen und regionalen Netzwerken, interaktivem Workshop sowie Vorstellung der Akademie, u.a. der Workshopreihe „Fit für den Chefinnen-Sessel“. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen der Initiative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“ gefördert.

Für mehr Frauen in den Chefinnensessel

Das praxisorientierte Qualifizierungsprogramm der mobilen Akademie unterstützt gründungsinteressierte Frauen, die Selbständigkeit in Form einer Betriebsübernahme anzugehen. Das Projekt wendet sich auch an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die den Generationenwechsel vorbereiten möchten und schärft dabei ihren Blick für die Potenziale einer weiblichen Nachfolge. Die Akademie bindet ebenso regionale Netzwerke und Kooperationspartnerschaften ein: damit sie rund um dieses Thema sensibilisieren, informieren und qualifizieren. Das Modellprojekt setzt jedes Jahr regionale Schwerpunkte in seinen Aktivitäten. Nach dem Start 2021 in der erweiterten Rhein-Main-Region folgt nun in 2022 Mittelhessen.

Die Kultur in der Unternehmensübernahme modernisieren

„Mit der mobilen Akademie möchten wir das Gründungsklima für Frauen nachhaltig verbessern und die Kultur in der Nachfolge modernisieren. Hauptziele sind die Förderung von Übernahmen insbesondere durch Frauen – ob Mitarbeiterinnen oder Gründungsinteressierte – sowie der Erhalt der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit und der Arbeitsplätze von KMU. Als Teil der bundesweiten Initiative ‚Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis‘ leistet unser Modellprojekt ebenfalls einen Beitrag zum Wissenstransfer sowie Erfahrungsaustausch mit weiteren Trägern überregional“, erläutert jumpp-Projektleiterin Christine Acker.

Kontakt für Projektinteressierte:
jumpp, Christine Acker, Projektleiterin,
christine.acker@jumpp.de,
Tel.: 069 / 715 89 55 0

jumpp – Ihr Sprungbrett in die Selbständigkeit, Frauenbetriebe e.V.
Pionier- und Lobbyarbeit für Female Entrepreneurship Aufgrund seiner Expertise ist jumpp mit diesem Modellprojekt einer von 30 ausgewählten Trägern bundesweit. Als gemeinnütziger Verein in Frankfurt am Main leistet jumpp seit 1984 Pionierarbeit im Bereich der Existenzgründungs- und Aufbauberatung für Frauen. Jumpp begleitet sie in allen Phasen ihrer Unternehmensentwicklung und bei Nachfolge, sowohl auf Seite der Übernahme als auch der Übergabe. Bundesweit engagiert sich der Verein nun seit über 35 Jahren als Lobby für das Potenzial frauengeführter Betriebe in der mittelständischen Wirtschaft. In dieser Funktion entwickelte der Verein als Impulsgeber ein weitreichendes Netzwerk und Kooperationsbeziehungen in alle Regionen Hessens.
www.jumpp.de

Initiative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“
Unternehmensbestand sichern
Das Modellprojekt ist Teil der Initiative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) teil. Sie soll Aufmerksamkeit für das Thema „Unternehmensnachfolge“ bundesweit erzeugen. Sie fördert Modellprojekte, die dabei innovative Unterstützungsangebote regional erproben und damit neue Impulse setzen wollen.
www.rkw-kompetenzzentrum.de/gruendung/unternehmensnachfolge

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