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Ausbildungsradar 2020: Frauenquote im Handwerk

Zwischen dem 01. August und 01. September starten die Berufsausbildungen. Wer noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist, hat vor allem in der Handwerksbranche gute Chancen einen Last-Minute-Platz zu ergattern: Fast die Hälfte aller 2020 ausgeschriebenen Stellen sind noch nicht besetzt. Den höchsten Lehrlingsbedarf hat Sachsen-Anhalt: hier warten ganze 58 Prozent der Lehrstellen noch auf geeignete Bewerber/innen. Vor allem Elektroniker/innen für Betriebstechnik werden händeringend gesucht.

Vom einfachen Anschluss bis zur großen Versorgungsanlage: Der “Most-Wanted” unter den Ausbildungsplätzen ist deutschlandweit der Anlagenmechaniker für Sanitär-,/Heizungs- und Klimatechnik. Unter den männlichen Bewerbern ist der beliebteste Ausbildungsberuf im Handwerk mit Abstand der des Kfz Mechatronikers.

Schere zwischen den Geschlechtern ist enorm

Gerade einmal 15 Prozent der Anwärter/innen sind Frauen. Die ohnehin raren Bewerberinnen für das Handwerk entscheiden sich hauptsächlich für eine Friseurausbildung.

Die meisten Lehrstellen 2020 werden im Bereich des Elektro- und Metallgewerbes ausgeschrieben. Der weibliche Anteil in diesem Gewerbe ist minimal – gerade mal 1,3 Prozent der Frauen bewerben sich auf einen Ausbildungsplatz zur Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.

Auch die Plätze zwei und drei der meist ausgeschriebenen Lehrstellen im Elektro- und Metallgewerbe werden von Frauen ignoriert. Für den Beruf der Elektronikerin Energie-/Gebäudetechnik interessieren sich zwei Prozent und für den der Mechatronikerin 3,5%. Der Spitzenreiter im Handwerk mit den wenigsten Bewerberinnen ist die Ausbildung zur Maurerin – ein Prozent traut sich in die Männerdomäne. Das Gewerbe der Gesundheits- und Körperpflege, chemische Reinigung ist für die Frauen die Nummer eins Wahl. Auf die Deutschlandweiten 19.894 Ausschreibungen bewerben sich 75 Prozent Frauen. Auf Platz zwei landet die Ausbildung zur Augenoptikerin mit 68 Prozent – dicht
gefolgt von der Lehrstelle zur Fotografin mit 66 Prozent.

Handwerk nicht besonders beliebt

Trotz des großen Angebots an Lehrstellen scheint der Handwerksberuf im Allgemeinen nicht attraktiv genug für Bewerber/innen zu sein. Durchschnittlich stehen pro Bewerber 1,5 Ausbildungsplätze zur Verfügung. In Mecklenburg Vorpommern sind es sogar 2,2 Stellen pro Bewerber/in.

Das Startup Homeweek hat sich die Lage des Ausbildungsmarktes in der Handwerksbranche einmal genauer angeschaut. Die Grundlage der Ergebnisse beruhen auf den Angaben der Agentur für Arbeit zum Ausbildungsmarkt im Juni 2020 sowie die Statistiken über den Lehrlingsbestand des ZdH´s (Zentralverband des Handwerks).

Über Homeweek
Homeweek ist die Anlaufstelle für alle Themen rund ums Haus. Das wachsende Team aus Redakteuren, Fachberatern und Vermarktungsexperten erarbeitet unter anderem repräsentative Studien, umfangreiche Ratgeber und hilfreiche Musterdokumente rund um die Themen Bauen und Wohnen. Nutzer finden neben den Informationen und Inspirationen auch direkt den passenden Handwerker für ihr Projekt.
Weitere Informationen unter www.homeweek.de.

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