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Manuela Schwesig will transparente Gehälter

Ein neuer Vorstoß zur Gleichstellung von Männern und Frauen im Berufsleben:  Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, SPD, will per Gesetz eine Transparenz bei den Gehältern herstellen und so gegen die ungleiche Bezahlung bei Männern und Frauen angehen.

Das geplante Gesetz soll möglichst allen Angestellten ermöglichen, sich über das Gehalt von Kollegen mit gleicher Tätigkeit informieren zu können. Das kündigte Schwesig bei einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern und Spitzenverbänden der Wirtschaft zum Thema Entgeltgleichheit an.

Kritik kommt von Seiten der Wirtschaft und der Union

Wirtschaftsverbände sowie die Union reagierten gegenüber diesem Vorstoß ablehnend. Die Verbände seien davon ausgegangen, dass die Regelung nur für Mitarbeiter von Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten gelte. Sie lehnen den neuen Vorstoß der Bundesministerin ab. Eine solche Regelung würde zu einem „Klima des Misstrauens und der Ausforschung“ führen, sagt Holger Schwannecke vom Zentralverband des Deutschen Handwerks, heißt es bei spiegel online.

Vor „starker Unruhe“ und „Unfrieden“ haben auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und der Bundesverband der Deutschen Industrie sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände gewarnt. Ihrer Ansicht nach könne so der Datenschutz in kleinen Unternehmen nicht gewahrt werden.

Ebenfalls Vertreter der Union zeigten sich von diesem Vorstoß wenig begeistert. Nach der Einführung des Mindestlohns und der Frauenquote sei den Unternehmen keine weitere Belastung mehr zuzumuten.

Bundesfamilienministerin Schwesig kündigte an, gemeinsam mit den Gewerkschaften eine große Kampagne starten zu wollen. Im Juni soll es einen Referentenentwurf geben.

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