Aktuelles

Studie: Qualifizierungsangebote zur Fachkräftebindung

Um dem beginnenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken, sollen Betriebe vermehrt auf Qualifizierungsangebote setzen. Das ergab eine gemeinsame Studie der Niedersächsischen Industrie- und Handelskammer, der Niedersächsischen IHK-Arbeitsgemeinschaft Hannover-Braunschweig, der Landesvertretung der Handwerkskammer Niedersachsen sowie der Servicestelle Offene Hochschule Niedersachsen.

Fachkräftebindung: 524 Unternehmen wurden befragt

Egal ob Handwerksbetrieb, Hotel, Gastronomie, Handel, Banken oder Gesundheitswesen – über 90 % der 524 befragten Unternehmen sehen in Qualifizierungsangeboten ein großes Potential, um Fachkräfte an den Betrieb zu binden. Besonders bei Auszubildenden und Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung gaben etwa 45 % der Unternehmen erste Engpässe bei der Rekrutierung von Fachkräften an. Bei Personen mit beispielsweise einer Meister- oder Fachwirtfortbildung oder einem Hochschulabschluss liegt die Quote mit 36 % bzw. 23 % deutlich niedriger.

Vor allem Fertigung, Produktion, Planung, Qualitätskontrolle und Wartung, interne Dienstleistung sowie Marketing, Werbung, PR, Verkauf, Vertrieb, Informations- und Kommunikationstechnik, EDV oder Verwaltung, Organisation, Personal- und Sozialwesen wurden von den Unternehmen als Aufgabenbereiche mit Qualifizierungsbedarf angegeben.

Verschiedene Qualifizierungswege nutzen

Innerbetriebliche Fortbildungen, Zertifikatslehrgänge sowie berufliche Aufstiegsfortbildungen, wie eine Meisterprüfung oder IHK-Fachwirtabschlüsse werden von der Mehrheit der befragten Betriebe gegenüber einer akademischen Weiterbildung bevorzugt.
Wobei dort das Angebot differenziert betrachtet werden muss. Duale, berufsbegleitende oder online-gestützte Studiengänge erfreuen sich eines hohen Nutzungsinteresse. Zum einen, weil sie zeitlich flexibel und damit ergänzend zur Berufstätigkeit durchgeführt werden können. Und zum anderen, weil betriebliche Fragestellungen direkt in die akademische Weiterbildung mit eingebracht und Lernergebnisse und -fortschritte unmittelbar in der betrieblichen Praxis umgesetzt werden können.

Ziele der Qualifizierung

Hauptziel eines erweiterten Qualifizierungsangebots ist die Bindung von Fachkräften an das Unternehmen. Außerdem werden die neu erlernten, aktuellen Kenntnisse und Methoden im Betrieb selbst benötigt. Nicht nur um den Ablauf zu verbessern, sondern auch um neue Geschäftsfelder zu erschließen. Hinzu kommen die Steigerung der Motivation der Angestellten sowie der Arbeitgeberattraktivität.

Die vollständige Studie finden Sie zum kostenlosen Download hier: www.offene-hochschule-niedersachsen.de/userfiles/downloads/

Vorheriger Beitrag

Bundesregierung beschließt Bericht für mehr Gleichstellung

Nächster Beitrag

Zukunft der EU-Gleichstellungspolitik ungewiss

kein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.