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Internationales Frauenforum präsentiert im Dezember Ergebnisse

Vom 12. bis 13. Dezember 2020 wird Minsk Gastgeber des Internationalen Frauenforums für soziales Unternehmertum sein. Der Fokus liegt auf dem Erfahrungsaustausch, dem Aufbau von Kontakten und der Entwicklung neuer Ideen für internationale Projekte im sozialen Bereich. Die Veranstaltung findet im Rahmen des von deutschen, russischen und belarussischen Partnern organisierten Projekts „Forum der sozialen Unternehmerinnen“ statt. Zwanzig Projektteilnehmerinnen werden die ersten Rednerinnen des Forums sein. Sie werden gemeinsame Ideen und Konzepte vorstellen, die im Rahmen eines Arbeitstreffens vom 16. bis 22. Oktober in Schdanowitschi bei Minsk entwickelt wurden.

Das Arbeitstreffen umfasste einen Workshop zur Entwicklung und Präsentation gemeinsamer Ideen in internationalen Teams, einen Erfahrungsaustausch während einer Offsite-Veranstaltung („Good Impact – School of Social Entrepreneurship 2020“) und ein Fotoshooting für einen Geschenkkalender, den die Projektorganisatoren konzipierten, um noch mehr Frauen für positive Veränderungen und zur Gründung eines eigenen Unternehmens zu motivieren. Das Workshop-Programm war für anderthalb Tage harter Arbeit ausgelegt, aber bereits Mitte des ersten Tages tauchten die ersten internationalen Tandems und Ideen auf. Insgesamt entwickelten die Teilnehmerinnen elf vielversprechende Projektkonzepte im sozialen Bereich.

Lehrreiche Projekte vorgestellt

„Die Arbeitsatmosphäre war einfach zauberhaft – mit jeder Menge Enthusiasmus, Kreativität, Diskussionen, Fragen und Vorschlägen. Einige der Teilnehmerinnen haben mehrere Ideen gleichzeitig mit verschiedenen Partnern entwickelt, andere haben bereits über die Finanzierung ihrer Projekte nachgedacht“, sagt die Organisatorin des Projekts, Anna Leonenko (Mediaost Events und Kommunikation GmbH, Berlin). „Sozialunternehmerinnen sind sehr aktiv, verhandlungsfähig, respektieren die Meinung anderer, orientieren sich an humanistischen Werten und scheuen sich nicht, Risiken einzugehen – keine unserer Teilnehmerinnen wurde durch das Coronavirus und politische Unruhen in Minsk aufgehalten. Mit einem solchen Team kann man Wunder vollbringen!“

Viele Teilnehmerinnen merkten an, dass das Arbeitstreffen dank der kreativen weiblichen Energie in einer entspannten Atmosphäre der Kreativität und Akzeptanz stattfand. Die meisten Projekte erwiesen sich auf die eine oder andere Weise als lehrreich. Das Projekt „Glückliche Geburt“ von Doula Galina Zosimenko (Krasnodar) und Hebamme Jutta Wohlrab (Berlin) beispielsweise soll Eltern helfen, eine positive Einstellung zur Geburt zu entwickeln, ihre Beziehung zu stärken und die Arbeitsqualität von Fachleuten in diesem Bereich zu verbessern. Die Idee des von den Heilpraktikerinnen und Kosmetikerinnen Zoryana Lange (Berlin) und Natalia Dichkovskaya (Minsk) entwickelten Projekts „Kosmetologe in der Tasche“ besteht darin, eine mobile Anwendung für Jugendliche zu erstellen, die ihnen helfen soll, Hautprobleme, auch im psychologischen Sinne, zu lösen.

Projekt zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt

Die Organisatorinnen der Veranstaltung waren auch an der Ausarbeitung einiger Vorschläge beteiligt. An dem Projekt „Technologien der Kinderanimation in der Bildung. Russland – Deutschland“ wird aktiv von der Museumspädagogin und Anthropologin Alexandra Lyamina (Berlin) und der Entwicklerin von Animationsgeräten, Kinderpsychologin und Mitautorin der Idee des „Forums der sozialen Unternehmerinnen“, Olga Dunaevskaya (Moskau), gearbeitet. Die Journalistin Julia Shchastlivtseva (Moskau) konzipierte zusammen mit der Projektkoordinatorin Natalie Reznik (Berlin) ein Projekt zur Suche nach weiblicher Identität. Und die Fotografinnen Regina Dantciger (Berlin) und Alexandra Bushma (Minsk) werden gemeinsam ein Fotoprojekt zum Thema der häuslichen Gewalt machen. Die von ihnen vorbereitete Fotoausstellung wird Teil eines großen Projekts zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt sein, das Mediaost für das nächste Jahr plant.

„Kreative Menschen mit großem Potenzial haben sich versammelt. Alle Frauen waren offen, bereit zu kommunizieren, wir haben uns gegenseitig aufgeladen. Unsere kreative Energie gab mir die absolute Zuversicht, dass mein Projekt durchgeführt werden muss, dass es funktionieren wird“, sagte Regina Dantciger. Vier Frauen aus drei Ländern gleichzeitig – Keya Choudhury (Berlin), Svetlana Romanenko (Minsk), Nadezhda Deryabina (Uljanowsk) und Oxana Bernatskaya (Minsk) – übernahmen die Organisation der Internationalen Online-Akademie „Dritter Ort“. Dies ist der Name eines Ortes, an dem man neben dem Zuhause und der Arbeit Zeit verbringen und verschiedene Initiativen umsetzen kann. Es ist ein Raum für persönliches Wachstum und die Entwicklung der lokalen Gemeinschaft.

Treffen mit Teilnehmerinnen aus Russland und Deutschland

Übrigens konzentrieren sich die meisten internationalen Ideen auf die Erstellung von Online-Produkten, einschließlich der Nutzung des Internets, mobiler Anwendungen, Webinare usw. Das Online-Format umfasste auch Treffen mit Teilnehmerinnen aus Russland und Deutschland, die nicht nach Belarus kommen konnten. Unter anderem gab es einen Austausch mit deutschen Politikern, die sich auf Frauenfragen und soziales Unternehmertum spezialisiert haben. Einer von ihnen, der Bundestagsabgeordnete von der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“, Dieter Janecek, hinterließ auf Facebook einen begeisterten Kommentar: „Es ist großartig, dass auch in schwierigen Zeiten in Russland und Belarus so viele großartige Ideen und Optimismus geboren werden. Frauen werden diese Welt verändern, daran habe ich keinen Zweifel!“

Projektorganisatoren: Mediaost Events und Kommunikation GmbH (Berlin), Werkstatt für unternehmerische Fähigkeiten und effektive Praktiken der nachhaltigen Regionalentwicklung (Minsk) und das Ressourcenzentrum für soziale Initiativen (Moskau). Das Projekt wird unterstützt durch das Auswärtige Amt im Rahmen des Programms „Östliche Partnerschaft und Russland“.

Über Mediaost
Die Mediaost Events und Kommunikation GmbH wurde Anfang 2014 gegründet und ist auf die Organisation von Kulturveranstaltungen, Programme für Expertenaustausch und Bildungsprojekte, vornehmlich im osteuropäischen Raum, spezialisiert. Mediaost konzipierte und realisierte ebenfalls bereits Kunstwerkstätten, europaweite Kulturwettbewerbe und Jugendprojekte. Zu den Projekten der Mediaost GmbH gehören: der russische Theaterfrühling, der im Frühjahr 2015 erstmalig stattfand und vom Hauptstadtkulturfonds gefördert wurde, die jährlich stattfindende Russische Filmwoche in Berlin (seit 2005) und in Paris (2010), die Koordination des offiziellen Kulturprogramms der Berliner Tage in Moskau und der Moskauer Tage in Berlin (2011) sowie die Organisation der deutsch-russischen Studentenfilmtage in Moskau und Berlin im Rahmen des offiziellen Programms des Deutschlandjahres in Russland und des Russlandjahres in Deutschland (2012). Zu den kürzlich abgeschlossenen Erasmus+ Projekten der Mediaost gehören die Online-Sprachlernplattformen „deutsch.info“ und „russky.info“, für welche Mediaost neben dem Inhalt auch das Marketing und die Pressearbeit realisierte.

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