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Kann man Motivation in PS umrechen?

Komische Frage oder? Hat aber einen ganz einfachen Hintergrund. Wer schon mal mit Motivation in eine Sache gestartet ist – nehmen wir in diesem Fall die Selbstständigkeit – und dann immer wieder positive Kommentare für sein Vorhaben bekommen hat, weiß, dass das die gleiche Wirkung wie ein bekannter Energydrink hat. Es verleiht einem Flügel. Angespornt durch positives Feedback legt man also noch eine Schippe drauf. Und dann fängt das Projekt an zu laufen. Es wird immer scheller und eh man es sich versieht, überholt es einen förmlich und man muss aufpassen, dass man den Anschluss nicht verpasst.

Die unermessliche Macht der Motivation

Motivation ist ein Motor, der uns zu Höchstleistungen animiert. Angetrieben vom fremden Lob und eigener Euphorie über kleine sich summierende Erfolge arbeiten unsere Synapsen in Lichtgeschwindigkeit und unser persönliches Raum-Zeit-Gefüge verschiebt sich. Wir setzen  unsere neuen Ideen gefühlt  im Minutentakt um und alles wird viral.

Aber Vorsicht: Wenn man ein Fahrzeug permanent mit Höchstgeschwindigkeit fährt, ist irgendwann das Benzin alle oder es passieren schlimmere Unglücke.

Das soll natürlich nicht heißen, dass man Angst vor der Geschwindigkeit haben sollte. Im Gegenteil. Man muss diesen Schwung nutzen, genauso als rolle man mit dem Fahrrad einen Berg hinunter. Schließlich geht es danach meistens wieder in eine anstrengende Phase, den Berg hinauf nämlich.

Erfolg ist Motivation – aber ohne Motivation kein Erfolg

Haben wir Erfolg, spornt uns das an. Wir sind motiviert. Wir arbeiten weiter und haben noch mehr Erfolg. Doch was, wenn der Erfolg stagniert oder ausbleibt? Manche Charaktere werden jetzt ehrgeizig und motivieren sich dadurch weiterzumachen oder andere Wege zu suchen. Bei anderen dagegen weicht die Motivation einer gewissen Versagensangst. Und Angst ist keine gute Motivation. Meist wird es um diese Menschen dann ganz ruhig und sie versuchen im stillen Kämmerlein verzweifelt, den Erfolg wieder aufleben zu lassen. Aber wenn Erfolg als Motivation ausbleibt, muss man sich andere „Motivationsquellen“ suchen.

Externe Motivatoren

Eine nicht zu unterschätzende Motivation bietet der Austausch mit „Leidensgenossen“. Man muss nun nicht gleich eine Selbsthilfegruppe der Erfolglosen gründen, aber das Prinzip geht in die Richtung. Wenn man hört, dass andere schon mit ähnlichen Erfahrungen klar kommen mussten und auch sie Wege aus der Krise gefunden haben, kommt einem der Tunnel schon gar nicht mehr so lang vor. Und Außenstehende sehen aus ihrer Perspektive vielleicht ganz andere Wege. Allein diese Lösungsvorschläge sind kleine Erfolge. Und wie hieß es vorhin: Erfolg ist Motivation.

Nur wo findet man diese Gleichgesinnten?
Die engsten Gleichgesinnten sind Mitgründer (wenn man denn im Team gegründet hat). Hier lassen kaum alle gleichzeitig den Kopf hängen. Und selbst zu zweit kann man sich anspornen und einer von beiden hat Plan B (oder C oder D).

Ist man Einzelkämpferin, kann man seine Netzwerkkontakte nach Personen durchsuchen, die man als positiv empfindet und von denen man einfach mal Zuspruch bekommen kann. Wer seine Probleme lieber gar nicht erzählen mag, sollte sein Problem wenigstens mal google anvertrauen. Es gibt immer irgendwelche Foren oder Blogs, bei denen man als Zaungast auf ähnliche Probleme stößt.

Sehr empfehlenswert ist zum Beispiel Um180Grad von Carina Herrmann. Eigentlich als Digitale Nomadin unterwegs um Reisetipps zu sammeln und zu veröffentlichen, hat Carina es mit diesem Blog und den darin veröffentlichten Themen geschafft, den Nerv jeder Gründerin und Selbständigen zu treffen. Denn Sie spricht aus Erfahrung.  In jedem Artikel findet man sich und seine Fragen zu 100 Prozent wieder. Und nach dem Lesen ist alles nur noch halb so schlimm. So geht Motivation. Meldet man sich für den kostenlosen Newsletter an, bekommt man sogar eine wöchentliche Portion Antriebshilfe.

Energie nachtanken – nicht vergessen

Manchmal hilft aber auch einen (oder zwei) Gang zurückzuschalten und alles in Ruhe von einem anderen Standpunkt zu betrachten. Sprüche, die man früher vielleicht für Floskeln und abgedroschen obendrein hielt, gewinnen dann plötzlich an Bedeutung. Denn egal, ob man gerade auf der Überholspur unterwegs ist und oder auf dem Standstreifen rollt – in der Ruhe liegt die Kraft.

 

 

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1 Kommentar

  1. Julian
    9. April 2015 at 0:03

    Danke für diesen schönen Artikel, sehr informativ. Wenn man motiviert ist, dann schafft man jedes Hindernis. Glaube an sich treibt einen nach vorne. Daher ist es immer ratsam kleinere Ziele zu setzen und mit der Zeit zu steigern, auf diese Weise bleibt man immer motiviert. Die Triebkraft, hinter jedem Ziel steht ein Grund, dieses Ziel zu erreichen und das sollte man immer vor den Augen haben.

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