Aktuelles

Frauen in der Selbstständigkeit – Chance für Wirtschaft & Gesellschaft

Beruflich aktiv zu sein, eigenes Geld zu verdienen oder sogar ein ganz eigenes Unternehmen zu führen, war sehr lange den Männern vorbehalten. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei, denn es gibt unzählige kreative und engagierte Frauen, die mit Zielstrebigkeit erfolgreich ihr eigenes Business aufbauen und sich der Wirtschaft und der Gesellschaft im wahrsten Sinne als Powerfrauen präsentieren. Diese Selbstständigkeit verkörpern, neben Nora Hoyer Sepulveda, beispielsweise auch Dr. Ina Henkel, Mitgründerin und Geschäftsführerin der EntoNative GmbH, oder das Gründerteam der JUPP GmbH, Corinna Northe und Lena Schmidt. Auch Jenny Schuster, Gründerin von „Karriere.mum“ und Angelika Jürgens, die mit ihrer Mutter zusammen das Unternehmen „Little Bee Fresh“ gründete kann man hier erwähnen.

Selbstständigkeit und Erfolg mit außergewöhnlichen Spielwaren

Eine von diesen Powerfrauen ist Nora Hoyer Sepulveda, Gründerin von Wonnecitz, einem bei allen Spielfreudigen beliebten Spielzeugladen in Leipzig. Obwohl sie vor der Gründung des Unternehmens noch nicht genau wusste, in welche Richtung es produkttechnisch gehen sollte, war es für sie kein Zufall, dass sie heute mit Spielwaren handelt. Sie erklärt es so: „Da es das Geschäft schon gab, würde Ich sagen, dass das Wonnecitz und ich uns zur richtigen Zeit gefunden haben. Ich fand Spielwaren und an sich schöne Dinge schon immer gut, und habe eine riesen Freude daran neue Artikel zu entdecken und sie dann lustig in Szene zu setzen.“

Nora Hoyer Sepulveda zeigt eindrucksvoll, dass sich Selbständigkeit und ein eigenes Business auch als vierfache Mutter stemmen lässt. Trotz der Schwierigkeiten im Zuge der Corona-Pandemie und der bevorstehenden Ankunft ihres vierten Kindes hat sie ihr Geschäft weitergeführt. Als sehr hilfreich hat sie dabei ihre Mitgliedschaft bei Ankorstore erlebt, einer in 23 europäischen Ländern aktiven Großhandels-Plattform, auf der inzwischen mehr als 200.000 Unternehmen ihre außergewöhnlichen Produkte anbieten. Hier kann sie ganz in Ruhe und rund um die Uhr das tun, was sie vor Corona auf Messen getan hat, nämlich nach dem zu suchen, was sie für ihr Spielwarenparadies in Leipzig benötigt. Zudem kann sie Produkte auch in eher kleineren Mengen ordern.

Im Wonnecitz verkauft man Freude

Vor vier Jahren hat die junge Unternehmerin den Laden, den sie bereits als Kundin kannte, übernommen. Diese spontane Entscheidung hat sie nie bereut. Die Begründung für diese Tatsache ist für sie denkbar einfach: „Die Kunden freuen sich immer so sehr über die Spielsachen, das ist einfach ansteckend. Ich verkaufe ja buchstäblich Freude.“

Bei der Suche und beim Einkauf neuer Spielwaren legt sie großen Wert darauf, regionale Firmen, kleine Unternehmen und originelle, ästhetische Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Steht eine Entscheidung an, die ihr schwerfällt, holt sie einfach das Urteil ihrer Kinder ein. Sie sind zwischen 2 und 9 Jahre alt und damit ausgewiesene „Experten“ in Sachen Spielzeug.

Mit dem Wonnecitz erfüllt sich Hoyer Sepulveda ihren Traum vom eigenen kleinen Laden und durch Ankorstore war es ihr möglich, die durch Corona bedingten Lockdowns und sonstigen Beschränkungen zu überstehen. Im unternehmenseigenen Online-Shop konnten Kunden auch nach schönen, nicht alltäglichen Spielsachen suchen, als das Ladengeschäft geschlossen hatte.

Kennzeichen der bei Nora Hoyer Sepulveda erhältlichen Produkte ist, dass man sie nicht unbedingt auf den großen Handelsplattformen wie Amazon findet. Ihr Sortiment orientiert sich nicht an der breite der E-Commerce-Giganten, sondern geht in die Tiefe und bietet außergewöhnliche Dinge, etwa Einschulungstüten aus Watte und Stoff, die sich nach dem großen Ereignis der Einschulung in ein Kissen zum Kuscheln verwandeln lassen.

Mut zu Erfahrungen als Basis für erfolgreiches Unternehmerinnentum

Wenn man Nora Hoyer Sepulveda nach weiblichen Vorbildern fragt, nennt sie meist ihre Mutter, obwohl sie dieser eigentlich nicht nacheifern wollte. Die größte Herausforderung war für sie selbst, sich auf das vor ihr Liegende einzulassen, sich für das Projekt Spielwarenhandel zu öffnen, sich Wissen anzueignen und auf die eigenen Fähigkeiten zu setzen. Wird thematisiert, was sie jungen Gründerinnen auf deren Weg in die Selbstständigkeit mit auf den Weg geben würde, gibt Nora Hoyer Sepulveda folgende Antwort: „Ganz generell würde ich sagen, man sollte sich viel mehr zutrauen und einfach seine Ideen ausprobieren. Man wächst in vieles einfach hinein und macht seine Erfahrungen.“

Spielwaren, von denen Wirtschaft & Gesellschaft profitieren

Mehrfache Mutter, Unternehmerin und Arbeitgeberin in einer Person. Nora Hoyer Sepulveda zeigt mit ihrem liebevoll betriebenen Spielwarenladen, dass Frauen ein Gewinn für die Wirtschaft und auch für die Gesellschaft sind. Denn ihre Kreativität und ihr Engagement wirken in positiv in beide Bereich hinein. Wirtschaftlich gesehen präsentiert sie ihr Unternehmen und zeigt, wie man auch in Krisenzeiten klug agieren und bestehen kann. Gesellschaftlich setzt sie ein Zeichen, indem sie andere Frauen ermutigt, an sich selbst und die eigenen Ideen zu glauben und diese zu verfolgen.

Vorheriger Beitrag

Women in Tech: Klischees überdauern Generationen

Nächster Beitrag

Staatssekretärin Brantner: „Ein Aufbruch für mehr Frauen in Führung und mehr Gründerinnen“

kein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.