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Wettbewerbe? Ausschreibungen? Ja bitte!

Neben den gerade genannten klassischen Möglichkeiten das eigene Unternehmen sichtbarer zu machen, gibt es auch ganz andere Wege, Aufmerksamkeit zu erzielen, nämlich durch die Teilnahme an Wettbewerben oder Ausschreibungen. Das kann im Optimalfall nicht nur dazu führen, dass sich die Netzwerke erweitern und Zielgruppen optimal angesprochen werden, es kann auch Geld für die eigene Kasse bedeuten. Außerdem ist so oft eine spezifische Auftragsgenerierung möglich, der Bedarf ist bereits definiert. Dazu gilt es allerdings einiges zu beachten.

Genau auswählen, was der eigenen Ausrichtung nahe kommt

Es macht beispielsweise nur wenig Sinn, sich bei Ausschreibungen zu bewerben, die nur wenig oder gar nichts mit dem eigenen Firmenprofil zu tun haben oder wo die geforderte Leistung gar nicht realistisch zu erbringen ist. Entweder, weil das Unternehmen nicht oder nicht in vollem Umfang dazu in der Lage ist oder weil Kapazitäten fehlen. Das schadet im Endeffekt eher als das es nützt. Der Vorteil von Ausschreibungen ist, das die klassische Kundenaquise wegfällt: Es steht ja fest, was gewollt ist und von wem.

Der Pitch – eine Medaille mit zwei Seiten

Ein Pitch ist eine geläufige Form der Ausschreibung- Der Auftrag ist fest vordefiniert, alle Rahmenbedingungen stehen fest. Das hat den Vorteil, das Budget und Anforderungen klar umrissen sind, sie wissen, was sie erwartet. Der Nachteil ist, das ein Pitch oft ein undurchdringliches Dickicht an Formularen mit sich bringt, das kostet Zeit und Aufwand, die zunächst niemand bezahlt.

Gehen Sie in den Wettbewerb

Eine weitere Alternative zu einerseits mehr Bekanntheit und andererseits lukrativen Aufträgen zu kommen, sind Wettbewerbe. Beispiele dazu finden Sie unten im Info- Kasten. Wer an Wettbewerben teilnimmt, sichert sich schon dadurch eine gewisse Aufmerksamkeit. Umso mehr gilt das natürlich, wenn ein Wettbewerb gewonnen wird. Zumal dies auch gleich in der konventionellen Promotion, beispielsweise auf der eigenen Webseite, als Werbung genutzt werden kann. Denn ein gewonnener Wettbewerb suggeriert qualitativ hochwertige Arbeit und einen entsprechenden Wettbewerbsvorteil.

Selbst wer nicht gewinnt, hat etwas davon- wer sich einem Teilnehmerfeld aus der gleichen oder artverwandten Branche stellt, bekommt auch ein mehr oder weniger unabhängiges Feedback, wo man steht- was ist bereits gut, was optimierbar.

Wettbewerb als Marketingmittel

Die Teilnahme und ggf. sogar der Gewinn einer Ausschreibung und (noch viel mehr) eines Wettbewerbs ist zudem eine Möglichkeit, mit einer Mitteilung über das eigene Unternehmen nach außen zu treten. Nach dem Motto: Meine Firma hat den Preis für den innovativsten Beitrag zum Thema XY gewonnen, damit zählen wir auch offiziell zu den fortschrittlichsten Unternehmen in unserem Sektor. Unternehmenserfolge sollten nicht unter den Tisch gekehrt werden und sind über viele Kanäle zu kommunizieren, klassische Werbemittel, die eigene Homepage und Social Media Kanäle. Gerade Wettbewerbe und Preise, die einen branchenabhängig renommierten Namen oder eine große öffentliche Reichweite haben, können da interessant sein. Doch Vorsicht- auch hier ist nicht alles Gold was glänzt. Mehr dazu im Info- Kasten.

Fazit: Bewerben lohnt sich (fast) immer

Eine Stunde Recherche im Internet oder in Fachzeitungen kann sich durchaus lohnen um neue Aufträge oder neue Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit zu erschließen.

Um die Suche zu erleichtern, haben wir hier mal aufgelistet, was wir an Wettbewerben und Ausschreibungen gefunden haben. Wir wünschen viel Erfolg bei der Teilnahme.

IDEE-Förderpreis
Cartier Women’s Initiative Award
Prix Veuv Cliquot
PANDA Karriere-Contest für weibliche Führungstalente
Victress Awards
Deutschen Gründerpreis
Europäischer Unternehmerpreis

Aber Achtung! Nicht alle Wettbewerbe und Ausschreibungen sind seriös!

Einige Anbieter und Veranstalter von Wettbewerben und Ausschreibungen versuchen mit den Teilnehmern noch ein bisschen Geld zu verdienen und bitten schon bei der Bewerbung zur Kasse. So Kollegen passiert, die bei einer Aufnahmegebühr von knapp 300,- Euro auf eine Teilnahme verzichtet haben.
Andere Anbieter versuchen durch geschickte Taktik noch Gelder von den Teilnehmern des Wettbewerbs abzuschöpfen. Nachlesen Maren Beßler_pixelio.de

SHE works! hat erst in der vergangenen Woche eine Information erreicht, bei dem dies genauso erfolgen sollte. Die ersten drei Gewinner des Innovationspreises IT des Huber Verlags gewannen die zugesagten Leistungen als Preis, die folgenden 20 Bewerber wurden in die Kategorie „Best of“ gestellt und sollten für die Verbreitung dieser Information 99 Euro pro Monat bezahlen, vertraglich geregelt für die Dauer eines Jahres. Erfahrungsberichte erzählen von rechtlich fragwürdigen Vertragsabschlüssen und einem unseriös wirkenden Auftreten von Seiten des Verlags. Einen Erfahrungsbericht hat Jens Kürschner in seinem Blog veröffentlicht.

Auf Nachfrage von SHE works! erklärte der Huber-Verlag, dass diese PR-Maßnahmen ein Vielfaches mehr wert als das angesetzte Honorar und es eine freiwillige Leistung sei. Selbstverständlich würde der Huber Verlag für Fragen diesbezüglich jederzeit zur Verfügung stehen.

Wer sich also für die Teilnahme an einem Wettbewerb oder einem Pitch entscheidet, der sollte vorab genau schauen, was auf ihn zukommt, welche Bewerbungskriterien zu erfüllen sind und wie die Bedingungen im Anschluss aussehen.

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