Finanzen

Es wird Zeit für Female-Empowerment an der Börse

Von Nadja Weinrich

Stereotypen zum Anlageverhalten von Männern und Frauen gibt es viele. Frauen seien zurückhaltender, betrachten Geldthemen sachlicher und setzen weniger auf Risiko. Männer hingegen sollen schneller agieren, seien deutlich risikofreudiger und würden sich generell besser mit Investitionen und Finanzmärkten auskennen. Alles längst überholte ​​urbane Mythen? Nein, denn auch offizielle Zahlen zeichnen kein anderes Bild: In Deutschland haben im Jahr 2021 rund 12 Millionen Menschen die Chance der Geldanlage genutzt und investierten in Aktien, Aktienfonds oder aktienbasierte ETFs. Traurige Wahrheit ist: Nur knapp 12 Prozent davon waren Frauen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI), das Bürgerinnen und Bürger jährlich nach ihrem persönlichen Anlageverhalten befragt. Der geringe Frauenanteil zieht sich laut DAI durch alle Alters- und Einkommensklassen und macht selbst bei hohem Bildungsgrad nicht halt.

Zu wenige Frauen nutzen die Chancen der Aktienanlage

Es gibt keine Pauschalantwort darauf, warum Frauen weniger am Aktienmarkt investieren als Männer. Finanzentscheidungen sind etwas sehr Persönliches. Für 41 Prozent der weiblichen Befragten ist das fehlende Wissen über Finanzthemen und Anlagestrategien ausschlaggebend dafür, ihr Geld nicht anzulegen, so die aktuelle BlackRock Investor Pulse-Studie.

Für viele ist die Börse mit ähnlich viel Risiko verbunden wie das Glücksspiel im Casino. Diese Empfindung ist bei Frauen ausgeprägter als bei Männern. Auch, dass man viel Wissen mitbringen muss, um an der Börse aktiv zu sein, ist eine Legende, die sich hält. Ein weiterer Mythos ist, dass man viel Geld mitbringen muss, um Aktien überhaupt kaufen zu können. Das Geheimnis hingegen ist: einfach anfangen!

In meiner Arbeit bei finCraft habe ich mittlerweile die Gewissheit gewonnen, dass jeder unabhängig vom Geschlecht und Alter in die Lage versetzt werden kann, die individuelle finanzielle Zukunft bestmöglich und selbstständig zu gestalten. Besonders am Herzen liegt mir dabei, Frauen zu motivieren, eigenständige Investment-Entscheidungen zu treffen und sich nicht abschrecken zu lassen.

Unabhängige Beratung für Börsenneulinge und erfahrene Anleger

Viele wissen nicht, welche Finanzanlage für sie persönlich Sinn ergibt oder scheitern an grundsätzlichen Fragen – zum Beispiel, wie sie sich optimal ein Portfolio zusammenstellen. Es braucht eine Lösung wie die von finCraft, die Interessierten das Know-how an die Hand gibt, um aktiv selbst an der Börse zu investieren und das einfach per App überall und zu jederzeit.

So können Interessierte ein individuelles Musterportfolio erstellen – mit Wertpapieren aus verschiedenen Anlageklassen. Die spielerische Erstellung und flexible Optimierungsmöglichkeit eines Portfolios aus unterschiedlichen Assetklassen (Aktien, ETFs) ermöglicht einen ersten und vor allem risikoarmen Zugang auch für Börsen-Neulinge. Daneben bietet die finCraft Akademie ein umfangreiches Programm zur Fortbildung über den Finanzmarkt.

Anleger werden auf solchen Plattformen mit Finanzdaten zu Unternehmen und Wertpapieren, aktuellen und relevanten News sowie Börsendaten in Echtzeit versorgt. Einige liefern zudem umfassende Analyse-Tools, um diesen Datenbestand auszuwerten und selbständig Investment-Entscheidungen ableiten zu können.

Fazit

Frauen brauchen keine eigenen Finanzprodukte. Um Unsicherheiten und Hemmnisse zu minimieren, sind vielmehr moderne, digitale und individualisierbare Finanzübersichten sowie präzise Aussage über Entwicklungen in der Zukunft hilfreich. Diese Tools können helfen, die eigene Finanzplanung besser unter Kontrolle zu behalten. Und somit steigt das finanzielle Sicherheitsgefühl.

Über Nadja Weinrich
Die studierte Wirtschaftspsychologin und Betriebswirtin Nadja Weinrich ist seit Oktober 2021 Head of Digital Communications beim Investment-Advisor finCraft. In dieser Position verantwortet sie die Communications- und Brand-Strategie und ist maßgeblich für den Aufbau des digitalen Marketings verantwortlich.

In ihrer Rolle legt Weinrich nicht nur viel Wert darauf, digitale Marketingprozesse für mehr Effizienz und Agilität zu implementieren, ihre Maßstäbe an die eigene soziale Verantwortung sind ebenfalls hoch: Besonders am Herzen liegt ihr, Frauen an den Finanzmarkt heranzuführen, um eigenständige Investment-Entscheidungen treffen zu können. Die ausgebildete Bankkauffrau bewies schon früh echten Unternehmergeist: 2017 eröffnete Nadja Weinrich das Café “Bricks” in der Augsburger Innenstadt.

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